Das Drama der Mail Adresse und anderer Kleinigkeiten

Es ist schon faszinierend als Neu Pirat, zuzuschauen, zu hören was da hier und dort getrieben, gesprochen, gemacht wird.
Wie unterschiedlich zB. die Auffassung von Parteiarbeit ist.
Das es Menschen gibt, die nur Ämter wollen, einen Listenplatz, klappt das nicht dann schmollen.
Das es ein Drama ist, bei der Piratenpartei eine Mail Adresse mit der @ piratenpartei-nrw.de zu bekommen.
Das von “frischem. Blut” und “Neuen” eine Chance geben gesprochen wird, dann doch die gewählt werden, die es ja “gemacht und gekonnt” haben.

Ich neide KEINEM ein Amt, eine ausgefüllte Tätigkeit, doch dann muss man auch sagen, bück Dich hoch, wie in anderen Parteien auch.Dann sind die Piraten aber genauso, wie die GRÜNEN damals.
Die Aussage, “Du kannst bei den Piraten alles werden von Anfang an” ist Humbug.

interessanter Blick eines Neumitglieds.

Kann ich allerdings so erstmal nicht bestätigen, schaut man sich zB die letzten BuVo-Wahlen an,
(Jungmitglied mit gerade 17 Jahren als stellv. Politische Geschäftsführerin) oder die ein oder andere Wahl zu Landesvorständen (Bayern, Wahl von 2 gänzlich unbeleckten Jungmitgliedern ohne bisherige politische oder Verwaltungserfahrung) dann spricht das doch etwas andere Erfahrungen.

Sicherlich ist es nicht mehr ganz so einfach wie in den Hypezeiten an ein Vorstandsamt zu kommen ohne bereits Erfahrungen in “unteren” Gliederungen zu haben, aber ich unterstelle es ist doch deutlich einfacher als in anderen Parteien, wo man sich über gefühlte Jahrzehnte hoch dienen muss.
Und, was spricht dagegen, jene zu wählen, die bereit sind weiter zu machen, die bereits Erfahrung haben? wäre es zB nicht besser für junge & unerfahrene Mitglieder erstmal als Beisitzer in die Arbeit reinzuschnuppern bevor Verantwortung in größerem Maße übernommen wird? Häufig ist für “Neue” nämlich garnicht absehbar mit welcher Arbeit & Verantwortung wie auch zeitlichem Aufwand solche Ämter verbunden sind.
Es sind nämlich häufig auch genau jene “Junge & Neue” (auch die oben beispielhaft Beschriebenen), die dann in der Amtszeit auf der Strecke bleiben, die übernommenen Aufgaben nicht ausfüllen und dann den anderen Vorständen “auflasten”.

Und letztlich kommt es eben auch immer auf die Konkurrenz an, ich kenne viel zu viele Vorstände, die einen (irgendwann mal) übernommenen Job weiterführen, weil keine möglichen Nachfolger in Sicht sind :frowning: (Auch hier spreche ich aus bitterer Erfahrung)

3 Likes

Äh, nein, ist es nicht.

Aber ob es nun der Klassensprecher in der Schule oder Vorstandsmitglied in einer Parteienorganisation ist, man muß halt demokratisch gewählt werden. Und die Wähler müssen einen dafür kennen.

Im Gegensatz zu anderen Parteien, kann man sich aber bei den Piraten sehr schnell und auf verschiedene Art und Weise bekannt machen, Und das bis in die höchste Ebene, da wir kein Deligiertensystem haben.

Ich kann deine persönliche Geschichte nicht beurteilen, weil ich dich nicht kenne, aber ich habe es schon oft erlebt, dass neue Mitglieder sehr schnell Verantwortung übernommen haben und auch Verantwortung übertragen bekommen haben.

Bei manchen ging es so schnell, dass ich mir eher gewünscht hätte, der Kandidat würde sich erst einmal mehr einbringen, bevor man ihn wählt. Aber kein System ohne Schwächen.

Gruß
Andi

2 Likes

Ihr habt jetzt meiner Meinung nach das Thema verpeilt.

Es ging um eine Mail-Adresse mit der Endung @piratenpartei-nrw.de

Da so eine Adresse einen offiziellen Charakter hat, kann man das positiv und negativ sehen.
Das eigentliche Problem, das man aufgrund der Verwaltungsvereinfachung und Zentralisierung erzeugt hat - keine Untergliederungen mehr - tritt nunmal immer mehr zu Tage.

Es war nunmal eine historische Fehlentscheidung in dieser Piratenpartei alles zentralisieren zu wollen und die Arbeit der Untergliederungen zu beenden, da wenige Schlaumeier einzig die Parteimeinung vertreten wollten.

Eine Adresse @dorfverband-piratenpartei.de kann man nunmal leichter vergeben als eine mit einem Landesverband.

zumindest im Tet ging es darum nur am Rande ^^

und “Zentralisierung”, mal abgesehen von deinen persönlichen Erfahrungen, es gibt leider auf der Fläche immer weniger Piraten, bei mir im KV gerade noch 15, davon wirklich aktiv? Nun, der schreibt gerade ^^

Das es da zu Zusammenfassungen oder Auflösungen von Giederungen kommt ist leider eine natürliche Folge …

(Ja, außer natürlich, das hätten auch die pösen Zentralisten verschuldet :stuck_out_tongue:)

Das ist keine natürliche Folge, sondern die logische Folge von früheren Fehlentscheidungen.

Im Prinzip geht es doch darum, dass jemand eine Partei-Email-Adresse für den Kommunalwahlkampf in NRW haven möchte.
Das Neumitglied trifft jetzt auf nicht vorhandene Regelungen, wie Partei-Email-Adressen vergeben werden.
In der Regel hat man es dann mit einem Partei-Moloch zu tun, bei dem die Verwaltung

  • vertröstet,
  • eine falsche Auskunft gibt,
  • sich nicht zuständig fühlt,
  • nicht mag,
  • nicht kann
    -etc.

Das Neumitglied hat sich ja hier gemeldet, da es nicht funktioniert und dem Neumitglied auch nicht bekannt ist, warum es nicht funktionieren könnte.

Die nicht vorhandenen und nicht mehr aktiven Mitglieder sind nicht vom Himmel gefallen.

Wenn man in BaWü ein Wahlrecht hat, bei der der Landesverband zur Landagswahll nur in den Stimmkreisen antreten kann, in denen er einen Direktkandidaten im Stimmkreis hat, muß man den Landesverband entsprechend auch so aufstellen.

Und wenn NRW ein Wahlrecht hat, bei dem die Hürden der Kommunalwahl nicht so hoch liegen, dann muß das dann dort auch so organisiert werden, dass sich Piraten-Kommunalpolitiker auch kommunal engagieren können und nicht der Landesverband die Bremse ist.

Die Folge des Zentralismus der Piratenpartei ist auch, dass sich dann Leute, ohne die geringste Ahnung zu haben, für den Landes- und Bundesvorstand kandidieren und die Mitglieder die dann auch noch wählen.

Stimmt, der Urfrust kreist um die @piratenpartei Endung und das sich keiner zuständig zeigt oder reagiert.
Auch kann ich gut verstehen und akzeptieren, das erfahrene Piraten die ersten Plätze belegen - sofern man diese hat.Doch gebe ich mal zu überlegen das auch diese “Erfahrung” erst gelernt werden musste.Wenn jemand 2/3 politische Tätigkeiten hat, darüber stöhnt,wieviel Arbeit das doch ist, dann frag ich mich halt: Ist es jammern auf hohem Niveau oder sollte derjenige nicht nach “Entlastung” schauen, zB. einem neuen mit Elan und Zeit eine Chance geben, dann aber im Team helfend dabei bleiben.Quasi ein Buddysystem :-)…
Da ich nicht der Ämter wegen oder wegen der Misslichkeiten einer normalen Mail Adresse gleich flüchte, schaue ich mir die Kommunalwahl NRW an und was danach kommt.
Am End ist es wichtig, das WIR überall in Land und Bund,EU, vertreten sind und uns gegenseitig stützen um unsere Themen ans Wahlvolk, zum nutzen der Bürger zu bringen.
Was auf jedenfall mehr passieren muss ist die öffendliche Präsenz, damit ich immer weniger den Satz: “Wie, die Piraten gibt es noch??” hören muss. :slight_smile:

2 Likes