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Das Bankgeheimnis


#1

Ist es das Ziel der Piratenpartei “Politik zu gestalten”/machen?
Diese Politik muss dann “finanziert” werden.

Dann sollte jeder die Voraussetzungen für die Finanzierung kennen.
(Die Bundesbank hatte die Linkadresse verändert)
Deutsche Bundesbank zum Thema Geldschöpfung

Geldschöpfung

(1)Die Vermehrung der Geldmenge wird als Geldschöpfung bezeichnet. (2) Im Eurosystem können nur die Zentralbanken Zentralbankgeld schaffen, zum Beispiel indem eine Zentralbank einer Geschäftsbank einen Kredit gewährt oder ihr einen Vermögenswert abkauft, und ihr im Gegenzug den entsprechenden Betrag als Sichteinlage auf einem Konto bei der Zentralbank gutschreibt. (3) Die Geschäftsbanken können sich ihre Sichteinlagen in Zentralbankgeld in Banknoten und Münzen – den gesetzlichen Zahlungsmitteln – auszahlen lassen und das Bargeld dann ihrerseits an ihre Kunden auszahlen. (4) Zahlt die Geschäftsbank einen Kredit der Zentralbank zurück, wird ein entsprechender Betrag von der Sichteinlage auf ihrem Zentralbankkonto abgebucht; dieser Vorgang wird als Geldvernichtung bezeichnet. (5) Die Geschäftsbanken können nur Buchgeld schaffen, kein Zentralbankgeld und damit auch keine Banknoten und Münzen. (6)Geschäftsbanken-Buchgeld entsteht, wenn eine Geschäftsbank einer Nichtbank einen Kredit gewährt oder ihr einen Vermögenswert abkauft und der Nichtbank im Gegenzug den entsprechenden Betrag als Sichteinlage gutschreibt. (7) Durch Einsatz seiner geldpolitischen Instrumente kann das Eurosystem die Geldschöpfung der Geschäftsbanken beeinflussen und steuern. (8) Auch die Vorschriften der Bankenaufsicht setzen der Geldschöpfungen der Geschäftsbanken Grenzen.

Was für die Geldvernichtung des Zentralbankgeldes zutrifft , trifft auch für die Geldvernichtung des Buchgeldes zu.

Jeder von Euch erledigt seine persönlichen Geldgeschäfte ausschließlich mit/über Buchgeld.
Jede Finanzierung eines politischen Gedankens oder eines Staates erfolgt mit dem Buchgeld der (nationalen) Geschäftsbanken.


Inflation und BGE
Reform der Kapitalgesellschaften (Von 3 auf 1) und Verschmelzung von Crowdfounding und Aktienmarkt zu einer Plattform
Feedback: Mein erster Eindruck nach Parteiwechsel
#3

Nachfrage an die derzeit 46 Leser des o.a. Beitrags: Denkt ihr immer noch über die Frage der Geldschöpfung nach oder ignoriert ihr das Thema?

Edit: Link zur Bundesbank gefixt. Die Bundesbank verhindert jetzt einen direkten Link zum Beitrag “Geldschöpfung”.


Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE
Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE
#4

Keine Geschäftsbank kann gezwungen werden einer Nichtbank einen Kredit zu geben. Es liegt ausschließlich im Ermessen der Geschäftsbank in welcher Höhe dem Kreditnehmer Gebühren, Disagio und Zinsen für die Leistung der Geldschöpfung auferlegt werden.

Wann wurde das Privileg der Geldschöpfung auf die Geschäftsbanken übertragen?

Haben die Geschäftsbanken jemals eine Gegenleistung für das Monopol der Geldschöpfung geleistet?

Wann wurde die “Bank Deutscher Länder” gegründet? Die Deutsche Bundesbank war Rechtsnachfolger der Bank Deutscher Länder. Mittlerweile ist es die EZB.


Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE
Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE
#5

Der Fefe hat(te) auch keine Ahnung, aktuell wundert ihn die Praxis der EZB => hier Stellt euch mal vor,
schwadroniert aber in seinem "Alternativlos"Podcast Nr 16, Über Geld, Währungen, Geldpolitik, eCash + Bitcoin und Schrumpfgeld,
in Podcast 17 Über Aktien, Derivate und die Börse (und den Bankenstresstest).
und in Podcast 41 über Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Verantwortung und die Weltlage.

Da sagt der Fefe selber dazu:

Für uns gab es keine Alternative dazu, endlich einen Boulevard-Podcast zu machen. Der Fokus liegt auf Spaß und thematischer Breite, nicht so sehr auf Fakten, journalistischer Sorgfalt oder ähnlichen Unterhaltungsbremsen. Nachlesen und herausfinden, was wirklich passiert ist, sollt ihr schließlich selbst :slight_smile:


Der leise Tod der öffentlichen Debatte
#6

Das ist kein Privileg, man nennt es “Buchführung”

https://welt-der-bwl.de/Geldschöpfung

Wie in dem Beispiel, vollziehe es nach.
Einlage 100.000.
Kredit 100.000.
Einlage 100.000.
( Die Sicherheitsrücklage lasse ich der Einfachheit weg)

Ergibt scheinbar 100.000 aus dem “nichts”… die wunderbare Gelderschaffung.

Nee… so führt man Buch, liegt mit der Steuer zusammen. De fakto hat die Bank 100.000 € mehr Geld zur Verfügung, aber es gehört nicht ihr.
Was passiert wenn man so Buch führt wie du unterstellst, sieht man bei den Leeman Brothers


#7

Hast du dich jemals gefragt, warum die Banken Panik schieben wenn jeder sein Geld abheben will ? Sollte doch nach deiner Interpretation der Geldschöpfung keine Problem sein.
Wenn ne Bank nicht genug Geld hat, dann "erschafft " sie es eben.

Nee, genau so läuft es nicht. Eine Bank handelt mit Geld, vergibt Kredite, bekommt Kredite ( jeder der Geld auf dem Girokonto hat, gibt der Bank Kredit)

Das ist ein stetiges ein und auszahlen. Es muss aber sicher sein, dass die Summe der Verpflichtungen der Bank gedeckt sind, also du deine Ersparnisse abholen kannst.
Aufgrund der Kreditvergabe ist das nicht mehr sicher, krepiert eine Bank, ziehen es andere Banken oft mit in den Tot.

Giralgeld ist der Rahmen in der eine Bank Kredite vergeben kann, weil diese gedeckt sind durch Forderungen welche die Bank an andere hat .


#8

Das ist Vergangenheit.
Als Gegenleistung zu den staatlichen Bürgschaften sollen die Banken in Deutschland “eine solide und umsichtige Geschäftspolitik” gewähren. Zudem kann die Bundesregierung Auflagen bei der Vergütung von Vorständen, Aufsichtsräten und den übrigen Angestellten verhängen. Die Finanzierung des Rettungspakets soll über höhere Schulden erfolgen. Als weitere vertrauensfördernde Maßnahme fungieren die Einlagensicherungs- und Garantiesysteme für private Spareinlagen. Eine Reihe europäischer Länder, darunter auch die Bundesrepublik, hat in den vergangenen Wochen bereits Staatsgarantien für die Einlagen ausgesprochen. Damit soll verhindert werden, dass Privatkunden ihr Geld von den Konten abziehen und so eine der letzten sicheren Finanzierungsquellen der Banken riskieren. Schon heute sind Spareinlagen durch gesetzliche Vorgaben bis zu 20.000 Euro geschützt. Für Summen darüber garantiert zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken.

Der Anlass liegt nun mehr als 10 Jahre zurück - hast Du Angela Merkels Worte vergessen?
“… Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.”

Sonntag, 05.10.2008 18:23 Uhr
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Sonntag angesichts der Krise um die Hypo Real Estate versichert, dass die Spareinlagen der Bürger nicht gefährdet sind. Die Aussagen der Kanzlerin im Wortlaut: (siehe Link)


#9

Ich weiß nicht was Meldungen von 2008 beweisen sollen ? Stand heute kann in Deutschland jeder sein Geld abheben, nur bitte nicht alle auf einmal :slight_smile:

Vielleicht “hängst” zu sehr an der “Geldschöpfung” fest.

Es gibt noch ein einfacheres Beispiel.

Eine Bank hat 100.000 €.

Jemand will 100.000 € Kredit. Dazu muss er bei der Bank ein Kreditkonto eröffnen. Darauf überweist die Bank die 100.000 €.

Wieviel Geld hat nun die Bank ?

Richtig, 200.000 € warum ? Die Buchhaltung ist schuld. Es ist im Besitz dieses Geldes, auch wenn das nicht zwingend Eigentum bedeutet.

  1. Die Bank hat auf einem ihrer Konten 100.000 €

  2. Die Bank hat Forderungen in Höhe von 100.000€ plus Zinsen.

1 und 2 werden in der Buchhaltung als Aktivposten gesehen. Forderungen und vorhandenes Geld ( Kreditkonto ) werden wie Guthaben verbucht.

Bei Unternehmer ist es genauso, was an Geld auf dem Firmenkonto ist kommt als Aktiva in die Bilanz, selbst wenn dieses Geld aus einem Kredit kommt, und nicht erwirtschaftet wurde.

Offene Forderungen an Gläubiger kommen auch als Aktiva in die Bilanz, selbst wenn sie nicgt bezahlt werden.


#10

Oh - ich hatte ich falsch verstanden.
Deine Logik - Wenn ne Bank nicht genug Geld hat, dann "erschafft " sie es eben. - spricht für sich.

Du hast das Problem weder erkannt noch verstanden.

Eine Bank hat 100.000.
diese Bank vergibt Kredite in Höhe von 10.000.000. an ihre Kunden.
Die Kunden kaufen am selben Tag für diese 10.000.000. Waren.

Kein Geldtransporter fährt und die Bank ist nicht pleite oder zahlungsunfähig.
Alle Kunden haben die Ware bezahlt.

Nach Deiner Interpretation der Geldschöpfung dürfte das nicht möglich sein.


#11

Das was du beschreibst gibt es wirklich

Nennt sich “Bad Banks”

Nebenbei war das deine Logik zur “Geldschöpfung”. Nicht meine.

Und nein, ist nicht möglich. Glaub es oder lass es. Wie Geldschöpfung Funktion habe ich erklärt.
Ist kein Hexenwerk.

Hattest du mal einen Bankkredit ? Ich mein kein Dispo, sondern einen richtigen ?
Du siehst von dem Geld kein Cent. Die Bank überweist direkt an das Autohaus, bzw. An die Baufirma.


#12

. * kopfkratz *

:grin: … ich würde es anders formulieren: ich teile in Fragen der Geldschöpfung die Auffassung der EZB. (Siehe ersten Beitrag)


#13

Du meinst das ?

“Geschäftsbanken-Buchgeld entsteht, wenn eine Geschäftsbank einer Nichtbank einen Kredit gewährt oder ihr einen Vermögenswert abkauft und der Nichtbank im Gegenzug den entsprechenden Betrag als Sichteinlage gutschreibt.”

Q.E.D


#14

Das funktioniert sogar ohne Kredit - oder meinst Du eine Bank nimmt einen Kredit bei einer anderen Bank auf um sich in Hamburg, Berlin oder Frankfurt einen Glitzerturm zu bauen?

Sonst frag doch Jens Weidmann oder Franz Josef Benedikt was sie mit diesem Satz ausdrücken wollen - aber setz den Alu Hut auf, damit Du Dich nicht am Kopf verletzt wenn Dein kindliches Weltbild einstürzt.


#15

Gut zitiert. Jetzt musst des nur noch verstehen.

E.O.D


#16

nee - Treffer versenkt, oder: Vor dem Bildschirm von Antares ist eine kleine Blase geplatzt.
Geldschöpfung aktueller Link


#17

Na gut nochmal Nachhilfe in Buchhaltung.
Seufz

Bank kauft Vermögenswert (Gold ) im Wert von 10.000 € von kunde. Kunde erhält Geld
auf Konto 10.000 €

Für Bank ändert sich da nichts, da die 10.000 € nur innerhalb der Bank umgebucht wurden auf das Konto des Kunden
Trotzdem hat sich das Vermögen der Bank um 10.000 € erhöht, da es nun im Besitz von Gold ist.
Die 10.000 € haben die Bank nie verlassen, bleiben also bei den Aktiva + das Gold zusätzlich.
Edit :

Das Gutschreiben auf dem Konto ist die “Sichteinlage”.
Nimmt der Kunde das Geld allerdings in Bar mit, hat keine Geldschöpfung statt gefunden, weil sich bei der Bank Aktiva und Passiva ausgleichen.
Das Geld ist in dem Fall für die Bank “weg”
Mensch UKW, so ein Aufstand zu machen nur weil einige da nicht durchblicken.

Du zitierst es, verstehst es aber nicht .

Und nun echt EOD, weil langweilig ist mir nicht. Hab besseres zu tun.


#18

Der Kunde hatte das Gold irgendwo. Die Bank hatte 10.000 ? Eigenkapital oder was?

Das Konto des Kunden (Sichteinlage) erhöht sich um 10.000
die Bank hat jetzt das Gold im Wert von 10.000

Aus dem “Eigenkapital” der Bank sind 10.000 Verbindlichkeiten dem Kunden gegenüber geworden.


#19

Kunde = Nichtbank
Nichtbank = Privatkunde oder Unternehmen, aber keine Bank.

Gehe mal auf die VHS und nimm Unterricht in Buchführung.
:


#20

Vielleicht solltest Du diesen wundersamen Vorgang mal mit dem Lehrer an der Volkshochschule besprechen.

Aus Guthaben wurden Verbindlichkeiten - so verändert sich Plus zu Minus (Passiv Aktiv Tausch)


#21

Was ? Welche Verbindlichkeiten ? Du kapierst es nicht. Oder ? Das Geld blieb auf der Bank und wurde nur innerhalb der Bank umgebucht auf das Konto des Verkäufers. :smile:

Das Geld blieb auf der Bank, genau das ist der Punkt… ( ich fasse es nicht)

Zusätzlich hat die Bank aber das Gold.

Anders sieht es aus wenn Kunde geld in Bar mitnimmt.

Ich habe es weiter oben erklärt, alles Geld was auf Privat oder Geschäftskonten lagert, sowie das Eigenkapital der Bank sind aktiva der Bank. Das was du machst sind typische Buchungsfehler eines Anfängers.

Wenn nun ein ein Aktivposten auf einen anderen Aktivposten gebucht wird, wo ist dann eine Verbindlichkeit ?