CO2-Steuer

Tags: #<Tag:0x00007f4acb087f60> #<Tag:0x00007f4acb087e20> #<Tag:0x00007f4acb087cb8>

Und was ist mit den einfachen Leuten, die einfach mal Urlaub in Amerika, Asien oder sonst wo machen wollen?

1 Like

Die können doch immernoch fliegen, das kostet dann eben nur mehr? Oder kennst du einfache Handwerker, die jedes Jahr in den USA oder Ostasien Urlaub machen und es sich dann nicht mehr leisten können?

Kann ich mir nicht vorstellen. Es mĂŒssen ja nur Zertifikate aus dem Markt entfernt und keine mehr verschenkt werden, dann steigt der Preis recht schnell. Das klingt sogar einfacher, als eine Steuer zu erhöhen.

Ja keine Ahnung, ich bin Sozialliberal genug, um das als GefĂ€hr fĂŒr Ă€rmere Schichten zu sehen, was durchaus Probleme bereiten könnte. Die Leute, die Geld haben, werden so oder so motzen und nichts tun und der Staat freut sich immer ĂŒber Geld.

MobilitÀt sollte kein Privileg Wohlhabender sein.

In einigen LĂ€ndern ist die Höhe der Steuer direkt an bestimmte Klimaziele gebunden, das greift dann automatisch. Also “if CO2 Menge > x: Steuersatz = Steuersatz + 0.01”

Ich denke wie gesagt, dass es eine Mischung braucht (oder anders gesagt die Steuer als zusÀtzlichen Motivator). Hier wird so ein Modell vorgestellt:
https://www.pik-potsdam.de/news/press-releases/files/eckpunkte-einer-co2-preisreform-fur-deutschland

Ja aber genau die Vielflieger musst du doch packen. Bei einer Pauschalabgabe zahlt man doch egal wie lang der Flug ist gleich viel. Das ist doch irrsinnig und komplett am Ziel vorbei. Wie gesagt, gerne eine Pauschale + einen Steuerbetrag, aber nur die Pauschale verpufft doch. FĂŒr den Ă€rmeren Menschen verteuert sich genau eine Reise um einen Beitrag, der ihn wohl etwas trifft, aber der nich annĂ€hernd existenzbedrohend ist. Der Reichere interessiert sich doch nicht dafĂŒr, ob sein Tokyoflug 10 € teurer geworden ist.

Nun nimm doch mal den Vorschlag der GrĂŒnen.

Man fĂŒhrt eine CO2-Steuer ein und gibt jedem BĂŒrger 100 EUR.

FĂŒhrt jetzt genau zu welcher VerhaltensĂ€nderung und zu welchen Einsparungen?

Der BĂŒrger merkt nur, dass manches teurer wird und anderes genauso teuer bleibt. Seine 100EUR bleiben immer gleich, den einen trifft es hĂ€rter als den anderen und im Laufe der Zeit alle immer stĂ€rker.

Der Zusammenhang, bitte CO2-neutraler leben, ist gar nicht erkennbar.
FĂŒhrt nur zur Ablehnung notwendiger Maßnahmen.

Die Menschen sind aber bereit etwas fĂŒr das Klima zu tun und sie sind es vor allem dann, wenn ihnen gezeigt wird, wie sie das tun können und welche alternative Verhaltensweisen der Schritt in die richtige Richtung ist.

Nur alles irgendwie teurer machen fĂŒr das Klima und Betrag x zurĂŒck funktioniert nicht, weil man alles doppelt so teuer machen muß, anstatt das eingenommene Geld gleich wieder zu nutzen um in die zukĂŒnftige Technologie zu investieren oder der Nutzung zu verbilligen.

Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema veschoben: Schienenverkehr

Man wird wohl fast niemand davon abhalten nach Tokio zu fliegen, sofern Fliegen noch erlaubt ist.
Zudem sind solche FernflĂŒge auch erwĂŒnscht und machen Sinn.

Mal 2 oder 3 Tage nach Mallorca zu fliegen ist aber unsinnig.

Die Idee ist doch, dass man sagt: Jeder Deutsche darf nur x CO2 erzeugen. Wir geben als Maß einer bestimmten Masse CO2 einen bestimmten Geldbetrag. Dadurch können wir sagen. Jeder Deutsche darf ein bestimmtes Euro-Äquivalent an CO2 erzeugen. Am Ende des Jahres kriegt man das ausgezahlt. Menschen, die weniger CO2 erzeugt haben, haben weniger bezahlt - und haben somit Geld gewonnen. Menschen, die mehr CO2 erzeugt haben, zahlen dementsprechend drauf.

Wenn man CO2 sehr teuer macht, dann sind die Einsparungen grĂ¶ĂŸer fĂŒr die CO2-Sparer und die Kosten höher fĂŒr die CO2-“Verschwender”. Und so wird ein Anreiz geschaffen.

Wieso doppelt so teuer? Kann doch auch 1 % teurer sein.

Wieso ist ein Flug nach Tokio weniger unsinnig als ein Flug nach Mallorca? Wo macht ein Fernflug nach Tokio “Sinn”?

Wie gesagt, in einer globalisierten Welt darf MobilitĂ€t nicht vom Geldbeutel abhĂ€ngen. Das wĂŒrde die Freiheit einschrĂ€nken.

1 Like

Tut es aber schon immer, weil es viel Energie braucht, die eben irgendwoher kommen muss. Daran Ă€ndert ein paar Prozent CO2-Aufschlag kaum etwas. Wer hat denn vor 40 Jahren FernflĂŒge gemacht? So einfach und gĂŒnstig war das noch nie.

Ja, deswegen sollte es auch einfach und gĂŒnstig bleiben. Eine Pauschale von kA, €20 ist ja okay, weil es ja vor allem absurd billige FlĂŒge treffen soll. Bei einer vierköpfigen Familie, die nach Übersee fliegt, merkt man Prozente schon, und es wird ja zukĂŒnftig garantiert nicht weniger.

1 Like

Deswegen Emissionshandel oder eine CO2-Steuer; fĂŒr alle Bereiche gleich. Dan muss man nicht ewig diskutieren, welche AktivitĂ€ten denn jetzt “wichtig”, “unwichtig” oder sonstwas sind. Irgendwer findet fĂŒr jede Art von CO2-Ausstoß ein Argument, warum genau das nicht teurer werden darf. So kommen wir nicht weiter.

2 Likes

Gut, also zumindest Benzin muss gemĂ€ĂŸ deiner obigen Berechnung besteuert werden und nicht zusĂ€tzlich noch mit einer CO2-Steuer, das Fliegen ist mir jetzt keine Herzensangelegenheit und etwas anderes hatte ich auch nicht im Kopf.

1 Like

Wie wird eigentlich das CO2 besteuert, das bei Produktion im Ausland anfÀllt?

1 Like

Kann man ja mal ĂŒberlegen wie die CO2 Steuer in Schweden (?) funktioniert udn dann mal schauen wie das mit dem Emissionshandel funktioniert

Und Bonus: Wer wird dann wie motiviert, wirklich zugunsten fĂŒr weniger CO2 Produktion etwas zu tun 


Könnte man ĂŒber Zölle oder eine Importsteuer machen. Ist aber natĂŒrlich knifflig.
Hier mal ein kurzer Artikel zu Schweden:

Die Piratenpartei ist Teil einer internationalen Bewegung, weltoffen und möchte auch global agieren.
Dies unterscheidet uns deutlich von den GrĂŒnen und anderen Parteien.

Das Beispiel war daher mit Absicht von mir gewÀhlt, um darauf hinzuweisen.

Der Großteil der Klimaleugner sind doch diejenigen, deren persönliches Umfeld im Radius von 30 km liegt und die sich freuen, dass es heute etwas wĂ€rmer ist.

Es hilft auch nichts die CO2-NeutralitĂ€t in Deutschland zu erreichen, wenn aufgrund weltweiten Entwicklungen der CO2-Gehalt ĂŒber D weiter zunimmt.
Dann war das einfach die falsche Strategie und ist keine Zielerreichung.

Es ist auch der falsche Vorwurf an Wissenschaftler mit dem Flugzeug zu Konferenzen anzureisen.
You missed the point.
Es geht darum den CO2-Gehalt in der Summe weltweit zu reduzieren.

Man muß als Deutscher auch sehen, wie einem der PlastikmĂŒll an den asiatischen StrĂ€nden entgegenkommt und die Weltmetropolen im Abgasdreck der deutschen Autos ersticken, um die Katastrophe mit eigenen Augen wahrzunehmen.

Mit der Methode, wir verbieten Flugreisen und sehen dann nicht, was weltweit geschieht, wird man kein VerstÀndnis gewinnen.
Der MĂŒll auf dem PC-Bildschirm ist klinisch rein und stinkt nicht und ĂŒberschwemmte Gebiete haben auch etwas malerisches.

Wenn ich 1 Euro zusÀtzlich verlange und den dann wieder in die Reduzierungen stecke, habe ich den doppelten Effekt.

Wenn man es macht wie die GrĂŒnen, die Fahrt zum McDonald zu besteuern und ihm dann im Laden wieder 1 EUR zu geben (siehe BĂŒrgergeld 100 EUR), er sich dafĂŒr einen Rindfleischburger kauft, ist der Effekt Null.

Genau dies findet jetzt in Schweden mit ihrer CO2-Steuer statt.
Die Diskussion verlagert sich dann nur, was ist sinnvoll und was nicht, auf Lobbygruppen und wirtschaftliche Interessen.
Ist ja bei uns das Gleiche: Wir nehmen die Kohleindustrie heraus, um ArbeitsplÀtze zu sichern.
Der richtige Ansatz wĂ€re, wir schließen die Kohlekraftwerke, da es die geringsten Kosten selbst unter BerĂŒcksichtigung von sozialen Abfederungen, verursacht,

Ein Argument gegen einen nationalen CO2-Preis: Die Treibhausgasemissionen wĂŒrden sich lediglich ins Ausland verlagern. Schweden hat das Problem adressiert, indem seine großen, im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen einen geringeren CO2-Steuersatz zahlen – teilweise bis zu 60 Prozent weniger, etwa auf verwendete Energie in Produktionsprozessen. Industrieanlagen, die Teil des EuropĂ€ischen Emissionshandels sind, sind ganz von der Steuer ausgenommen. „Es gibt natĂŒrlich Druck von allen möglichen Lobbygruppen, von der Steuer ausgenommen zu werden“, sagt Sterner. Dazu gehörten Fischereien, GewĂ€chshĂ€user, Bauern, Computerfirmen.

Mit einer Querbeet-CO2-Steuer wird das eigentliche Ziel verfehlt, da man völlig unabhĂ€ngig von den Auswirkungen beharrlich die CO2-Steuer bei Zielverfehlung anheben mĂŒĂŸte.
Da das Ziel am Ende Null ist, kann am Ende nur ein astronomischer Preis fĂŒr CO2 stehen, zumal es Bereiche geben wird, in denen der Politik am Ende die BrutalitĂ€t fehlt, das umzusetzen.

Nein, du hast gesagt, nach Mallorca zu fliegen ergibt keinen Sinn. Nach Tokio hingegen schon. Das verstehe ich nicht, selbst nachh deinen AusfĂŒhrungen. Und dass andere Parteien sich nicht als Teil einer internationalen Bewegung verstehen, halte ich fĂŒr falsch. Insbesodnere wenn ander epolitische Strömungen (auf dem Papier wenigstens) eine internationale SolidaritĂ€t fordern, oder die GrĂŒnen sich jetzt als Teil der FFF-Bewegung sehen.

Das ist doch ein Unsinnsargument. NatĂŒrlich brĂ€chte das nichts. Genauso brĂ€chte es aber nichts, wenn Deutschland nicht neutral wird und die weltweiten Emissionen steigen. Oder wenn die weltweiten Emissionen sinken, aber in Deutschland steigen - oder wĂ€re das deiner Logik nach erstrebenswert? FĂŒr mich muss Deutschland auch eine Modellwirkung auf andere LĂ€nder haben. Zumal ich nicht sehe, welches Land, das zu den Hauptemittern gehört, sonst anfĂ€ngt, CO2 zu reduzieren.

Verstehe ich nicht. Wenn wir die Fahrt nicht besteuern und der BĂŒrger sich den Burger kauft, ist der Effekt negativ. Wenn wir es besteuern und er sich den Burger kauft, ist der Effekt netto-Null (oder: weniger negativ). Was ist denn jetzt schlechter? Und wie du auf “doppelt so teuer” kommst, verstehe ich immer noch nicht.

Wobei es da ja oft eher darum geht, ob man eine Firma doppelt belasten möchte, wenn sie gleichzeitig Emissionshandel UND Steuer zahlen soll.

Das Ziel ist nicht Null, sondern Netto-Null. Man könnte ja auch Kohlenstoffsenken zur Reduktion der Steuer einsetzen (wenn eine Firma soundsoviel in die Wiederaufforstung investiert, erlĂ€sst man die Steuer). Und klar mĂŒssten Steuern angepasst werden, ich verstehe aber das Problem nicht?