CO2 Ausstoß, Gefahren jenseits des Klimawandels? Teil 2

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Wir waren bei dem Thread: “CO2 Ausstoß, Gefahren jenseits des Klimawandels?” vom Thema abgewichen. Deshalb hier ein zweiter Thread zur gleichen Fragestellung. Ausgangspunkt war folgender Beitrag von @CraWler:
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Beim CO2 Ausstoß der Menschheit wird ja meist nur über den Faktor der Klimaerwärmung und deren potentiell negativen Folgen gesprochen.

Jedoch würden mit einer weiteren massiven Erhöhung des CO2 Anteils in der Atmosphäre noch ganz andere Probleme einher gehen welche auch direkt unsere Gesundheit betreffen würden:

Durch deutlich erhöhte CO2-Konzentrationen und/oder fehlende Ventilation bei Räumen mit vergleichsweise sauberer Umgebungsluft können laut Studien zu einer starken und vermeidbaren Beeinträchtigung der Gehirnleistung – vor allem bei Entscheidungsfindung und komplexem strategischem Denken – in Räumen wie etwa Klassenzimmern führen.[135][136]

Übermäßig erhöhte Konzentrationen sind jedoch auch für Pflanzen schädlich. Bei C3-Pflanzen liegt das Optimum meist zwischen 800 und 1000 ppm, bei C4-Pflanzen liegt es jedoch nur knapp über 400 ppm. Die C4-Pflanze Mais als Indikator-Pflanze zeigte bei 10.000 ppm CO2 nach einer sechstägigen Expositionsdauer Streifen auf ihren Blättern.[144] Bei Reis wurden Veränderungen in der Nährstoffzusammensetzung (Proteine, Mikronährstoffe und Vitamine) festgestellt. Eiweiß, Eisen, Zink, die Vitamine B1, B2, B5 und B9 nehmen mit übermäßig ansteigender CO2-Konzentration ab, Vitamin E dagegen nimmt zu. Eine so bedingte Verringerung der Qualität pflanzlicher Nahrungsmittel würde das Problem der weltweiten Unterernährung weiter verstärken.[145]

Ein zu hoher Anteil an Kohlendioxid in der Atemluft hat Schadwirkungen auf Tier und Mensch. Diese beruhen nicht nur auf der Verdrängung des Sauerstoffes in der Luft. Die DIN EN 13779 teilt die Raumluft je nach Kohlenstoffdioxid-Konzentration in vier Qualitätsstufen ein. Bei Werten unter 800 ppm gilt die Raumluftqualität als gut, Werte zwischen 800 und 1000 ppm (0,08 bis 0,1 Vol.-%) gelten als mittel, Werte von 1000 bis 1400 ppm als mäßige Qualität. Bei Werten über 1400 ppm gilt die Raumluftqualit…

Vielleicht sollte man in der Debatte auch diese Betrachtungen mal etwas mehr in den Vordergrund stellen um das Bewusstsein für einen notwendigen Wandel zu stärken. Wenn es um die eigene Gesundheit geht ist vielleicht auch so mancher voll-Egoist einsichtiger als wenn es nur um die Argumentation für Naturschutz geht.
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Zur Landwirtschaft habe ich noch das gefunden unter https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosphäre :

In Gewächshäusern wird der Kohlenstoffdioxidgehalt der Luft deshalb künstlich auf Werte von 600 ppm und mehr angehoben. …
Obwohl die Toleranz gegenüber höheren Temperaturen mit steigender CO2-Konzentration ebenfalls steigt,[16] ist zu erwarten, dass die mit der Erhöhung des CO2-Gehalts der Atmosphäre verbundene globale Erwärmung bei einigen Pflanzenarten zu einer abnehmenden Photosyntheserate und damit abnehmenden Primärproduktion führt.[18][19]
Dabei zeigten sich – je nach Pflanze – unterschiedliche Ergebnisse.[20]

Also in Deutschland würde das wohl bis zu einem bestimmten Grad positive Auswirkungen haben. In anderen Regionen der Erde aber nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erwärmung#Landwirtschaft

Zu gesundheitlichen Folgen:
Durch den Klimawandel deutlich erhöhte CO2-Konzentrationen und/oder fehlende Ventilation bei Räumen mit vergleichsweise sauberer Umgebungsluft können laut Studien zu einer starken und vermeidbaren Beeinträchtigung der Gehirnleistung – etwa bei grundlegender Entscheidungsfindung und komplexerem strategischem Denken – in Räumen wie etwa Klassenzimmern führen. In dem RCP8.5 Szenario könnten diese Denkleistungen bis Ende des Jahrhunderts um ~25% und ~50% − relativ zu Scores in speziellen Leistungstests − abnehmen.[182][183][184][185]
Gefunden in: https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erwärmung#Gesundheit

Sehr interessant. Sollten wir nicht vergessen.

Aus dem alten Thread von @GG79:
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Kohlenstoffspeicher Meer

Die Meere haben über die vergangenen 200 Jahre mehr als ein Viertel des vom Menschen verursachten atmosphärischen Kohlendioxids aufgenommen. Ohne diesen natürlichen Speicher wäre die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre weit höher und die Temperatur auf der Erde um einiges wärmer. Doch diese Speicherfunktion hat einen hohen Preis: Seit dem Beginn der industriellen Revolution sind die Meere um fast 30 Prozent saurer geworden.
https://www.awi.de/im-fokus/ozeanversauerung/fakten-zur-ozeanversauerung.html
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Aus dem alten Thread von @TheBug:
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Zum ursprünglichen Thema: Ein richtig gravierendes Problem wird die Übersäuerung der Meere, dadurch wird die Schalenbildung diverser Organismen gestört, die Kalkschalen haben. Das könnte einen Großteil der Nahrungskette auslöschen.
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Ansonsten braucht man natürlich einige Milliarden, um Straßen höherzulegen, Deiche zu schützen etc.
Meist sind völlig neue Konstruktionen nötig, da ein wenig erhöhen nicht reicht

https://www.miamiherald.com/news/local/environment/article247833150.html

Fast jede Fischart braucht Laichgründe die eine bestimmte Tiefe und Temperatur haben.
Mit der Erwärmung der Ozeane und dem Steigen des Meeresspiegels ändert sich die Position dieser Zonen. Vielfach so, dass an der Stelle mit den benötigten Bedingungen gar kein Grund mehr ist.
Ein Rückgang der Populationen dürfte die Folge sein, mit enormen Folgen für die Nahrungsketten.