CO2-Äquivalent Ampel auf Lebensmittelverpackungen

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Wie diese Studie hier (Massachusetts General Hospitals | ‘Traffic-light’ labeling increases attention to nutritional quality of food choices) belegt, führt eine Lebensmittelampel auf Produktverpackungen, welche die “Gesundheit” von Produkten bewertet, tatsächlich zu einer besseren allgemeinen Ernährung der jeweiligen Bürger eines Landes. Was in meinen Augen aufzeigt, dass wenn man Menschen Informationen sichtbar vor die Nase setzt, sie diese Signifikant in ihre Entscheidungsfindung miteinbeziehen.

Da ist mir die Idee gekommen, dass man das ja auch auf den Ausstoß von CO2-Äquivalenten bei der Produktion eines Lebensmittels übertragen könnte. Sprich auf jedem Massenprodukt im Supermarkt prankt vorne auf der Verpackung eine Ampel, auf welcher ein Farbwert und eine Zahl die CO2-Äquivalente anzeigen, welche bei der Produktion jenes Lebensmittel in die Luft gelangt sind. Ich bin der Überzeugung, dass viele Bürger beim Einkauf, die “Klimafreundlichkeit” eines Produktes dann stärker in die Kaufentscheidung miteinbeziehen werden.

Das führt dann zu einer Verschiebung der Nachfrage-kurve von verschiedenen Produkten, mit dem schönen Nebeneffekt, dass nicht nur mehr von den “Klimafreundlichen” Produkten produziert und gekauft werden, sondern ebenso auch, dass die Hersteller, um die Nachfrage nach ihrem Produkt zu steigern, die angezeigte CO2-Äquivalent-Menge auf der Verpackung reduzieren wollen.

Das erreichen sie in zwei Fällen:

  • erstens durch tricksen, weshalb es ein sehr robustes Modell für diese CO2-Äquivalent Ampel benötigt, um das zu verhindern und
  • zweitens, indem der Ausstoß von CO2-Äquivalenten bei der Produktion verschiedener Produkte reduziert wird, um das Produkt für den Verbraucher attraktiver zu gestalten.

Ich erhoffe mir also die Effekte, dass

  1. umweltbewusste Bürger ihre Kaufentscheidung anpassen
  2. mehr Bürger umweltbewusst werden, weil ihnen im Alltag immer diese Ampel ins Gesicht glotzt und
  3. die Produzenten aufgrund der geänderten Kaufentscheidung der umweltbewussten Bürger, ihre Produkte anpassen, was dazu führt, dass auch nicht umweltbewusste Bürger bei ihrem Kauf weniger Ausstoß von CO2-Äquivalenten verantworten.

Natürlich ist die Idee noch in ihren Kinderschuhen und es steht das konkrete Modell und viele Umsetzungsfragen im Raum. Daher seid ihr jetzt gefragt:

  • Ist es tatsächlich so einfach möglich, die verursachten CO2-Äquivalent-Ausstöße pro Produkt zu berechnen/erschätzen, wie ich mir das vorstelle?
  • Anhand welcher Kriterien gewichtet man die einzelnen CO2-Äquivalente, aka wie viel Gramm Methan ist äquivalent zu wie viel Gramm CO2 usw.(Da haben sich sicher schon einige Gedanken gemacht)?
  • Nach welchem Kriterium weist man dem errechneten CO2-Äquivalent-Wert die Farbkodierung zu und welche Farben wären dafür geeignet?(Im Hinblick darauf, dass Rot-Gelb-Grün, mit der möglicherweise bald auch in Deutschland eingeführten Lebensmittelampel bereits bald vorne auf der Packung existieren.)
  • Wie leicht kann man diese Angabe kontrollieren/austricksen und was kann gemacht werden, um das zu verbessern?
  • Welche Produkte sollten in dieser Maßnahme sinnvollerweise mit-eingeschlossen/davon ausgenommen sein? – Zum Beispiel stell ich mir es als unverhältnismäßig vor, wenn der Kleinbauer auf dem Bauernmarkt oder der Dönerladen von nebenan das machen soll, hingegen bei Großproduzenten sollte das Anteilig an derem Umsatz ein Minimalaufwand sein.
  • Lässt sich das Konzept sinnvoll auch auf andere Produkte übertragen, z.B. IKEA-Möbel, Weingläßer und was es sonst noch so gibt?

Ich weis, es gibt viele verschiedene Maßnahmen, mit denen die Reduktion des Ausstoßes von CO2-Äquivalenten angegangen werden kann, ich würde mir allerdings wünschen, dass der Thread hier nicht in eine allgemeine Diskussion über Steuern, Verbote, Sozialsysteme usw. ausartet, sondern ihr mir tatsächlich helft diese Idee auszuarbeiten, bzw. die Diskussion sich um diesen konkreten Vorschlag dreht.

Ich bin auf eure Beiträge gespannt!

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ein gute Thema für die neue/neu erweckte AG Umwelt. Diese trifft sich regelmäßig Mittwochs um 21:00 Uhr. Komm doch mal vorbei und stelle diese Idee vor.

Ach 21.00 Uhr. Na gut, dann weiß ich warum ich 20.00 Uhr zu früh war.
@jona_bab: Klingt ein Plan, den man verfolgen könnte.

Dies ist eine sehr gute Idee. Halte ich neben anderen Maßnahmen durchaus diskutierbar. Leider ist es meiner Meinung eigentlich 10 Jahre zu spät, inwieweit wir noch auf diesen Ansatz zurückgreifen können, sprich ob er noch ausreichend ist um effektive Ziele zu erreichen, kann ich nicht beurteilen, sondern müssen Klimawissenschaftler und Soziologen beurteilen.

Eine interessante Idee, die wie schon gesagt unter einem “Maßnahmenpaket” unter dem Begriff “Anreize” aufgenommen werden könnte.
Es gibt natürlich schon das Gütesiegel “blauer Engel” für viele Bereiche. Keine Ahnung in wie weit es bei einem Kauf Einfluss hat.
(Bei mir zugegeben bisher weniger…) :frowning:

Umsetzen für Lebensmittel müsste möglich sein.
Poste hiermal einen längeren Text, da Diektlink nicht machbar:

WIE WERDEN DIE CO2-WERTE VON LEBENSMITTELN BERECHNET?

Die CO2-Werte im Rechner wurden vom IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg berechnet (IFEU, Heidelberg, 2016). Es wird darauf hingewiesen, dass die Werte nur für die unten aufgeführten Randbedingungen verwendet werden sollten, um Fehlinterpretation zu vermeiden. Einzelne Werte können unter anderen Rahmenbedingungen wie saisonaler / regionaler Anbau oder Flugtransporte teilweise deutlich anders ausfallen und um ein Mehrfaches höher bzw. niedriger liegen. Im Einzelnen gelten für die Berechnung der CO2-Werte folgende Randbedingungen / Vorgehensweisen: 1. Die Lebensmittel wurden jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie sie in Deutschland verkauft werden: Produktion im In- und Ausland (gewichtet), zusätzlich gewichtet über unterschiedliche Produktionsmethoden wie z. B. Freiland oder Gewächshaus, über alle Monate eines Jahres (saisonaler / nicht-saisonaler Anbau) sowie über alle damit verbundenen Transporte wie z. B. anteilig See- und Lufttransport. 2. Betrachtet wurde der gesamte Lebensweg der Lebensmittel bis zur Haustür des Konsumenten. Damit beinhaltet er die landwirtschaftliche Produktion einschließlich der vorgelagerten Prozesse (z. B. Düngemittelproduktion), die Verarbeitung (u. a. Waschen, Sortieren und ggf. Konservieren), die Verpackung (anteilig handelsüblichen Größen unabhängig von der im Rechner ausgewählten Menge des Lebensmittels) sowie den Verkauf im Supermarkt und schließt sämtliche Lagerungs-, Kühl- und Transportprozesse sowie eine typische Einkaufsfahrt des Verbrauchers ein. Die Lagerung beim Konsumenten sowie die Zubereitung sind damit explizit nicht enthalten. 3. Landnutzungsänderungen, die durch den Anbau von Lebensmitteln sowie Futtermittel für die Produktion von Tieren (Fleisch und Milchprodukte) ausgelöst werden können, wurden aus systematischen Gründen nicht eingerechnet. Diese können zu teils erheblichen Zusatzemissionen an Treibhausgasen führen. 4. Als methodischer Rahmen dienten die ISO-Normen 14040 & 14044 für Produkt-Ökobilanzen sowie die Technische Regel ISO/TS 14067 zum Carbon Footprint von Produkten. 5. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird nur von CO2 gesprochen (CO2-Rechner etc.), obwohl stets CO2-Äquivalente und damit alle Treibhausgase gemeint sind. Kontakt: guido.reinhardt@ifeu.de, www.ifeu.de

aus: https://www.klimatarier.com/de/CO2_Rechner

Also dürfte eine Umsetzung machbar sein und im gerade erwachten Umweltbewusstsein vieler eine Lenkungswirkung haben. Vielleicht.

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ich hatte das gestern kurz mal mit Jonathan andiskutiert und wir sind dabei über ne deutliche Schwachstelle gestolpert …
Beim CO2-Äquivalent geht natürlich auch immer der Transport des Lebensmittels mit ein. Dazu gehört natürlich nicht nur der der Rohstoffe sondern auch der des fertigen Produktes. Und da wird es jetzt schwierig: Ein Produkt, das zB in Hamburg produziert wird hat beim Verkauf an den Endverbraucher in HH einen deutlich besseren CO2-Wert als beim Verkauf in zB. München. Entweder müsste jetzt der Discounter am Verkaufsort labeln (was nicht leistbar ist) oder man liesse diese letzten XX km aus der Berechnung raus, was dann den Unterschied zwischen regionalen Produkten und “Import aus Fernost” (um das Extrem mal zu bennenen) nicht darstellen würde und den Vorzug regionaler Produkte nicht darstellt.

Darüber hinaus: über die Inhaltsstoffe lassen sich Werte für ne Gesundheitsampel relativ leicht errechnen, zur Not im Labor auch ermitteln/kontrollieren.
Wie aber wollen wir das beim CO2-Äquivalent machen?
Hier entstehen je nach Produktions- und Transportkette so unterschiedliche Werte, das Angaben hier nur mit großem Aufwand überprüfbar, der Weg zum “Optimieren der Werte” sehr einfach wäre und somit kaum nachvollziehbar. Das würde mE dazu führen, das die Ampelwerte wenig Vertrauen aufbauen würden und sich Anbieter mit tatsächlich besserem CO2-Äquivalent damit vermutlich kaum Marktvorteile verschaffen könnten.

Den blauen Engel sieht man in den letzten Jahren kaum noch, vermutlich kennen den nicht mehr viele. Daher scheidet er als Beurteilungskriterium auch weitgehend aus.

Müssen wir’s wirklich so genau auseinanderklamüsern? Reicht nicht z.B. die einfache Feststellung, dass der CO2 Footprint von 1 kg deutschem Rindfleisch deutlich größer ist als der einer aus Costa Rica importierten Ananas, die auch ein Kilo wiegt?

Ich habe nur nach kurzer Befragung des Orakels folgende Quelle gefunden, die die riesigen Unterschiede zwischen tierischer und pflanzlicher Ernährung deutlich macht. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob bei dem tierischen Produkten tatsächlich die Vernichtung von CO2-Senken (Soja statt Regenwälder) schon mit eingepreist ist.

Natürlich spielt der Transport eine Rolle; zur Not findet man eine Näherungsformel nach Tonnenkilometern, die dann halt auch die neuseeländischen Äpfel tangiert; sie werden trotzdem nicht die 13 kg CO2 pro kg erzeugter Menge erreichen, die das Rindfleisch “vorzuweisen” hat.
Also BITTE: Fangt nicht an, eure gute Idee durch mathematisch nicht nachvollziehbaren Skeptizismus SELBST zu zerreden. Das werden schon die “anderen” tun.

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Dein Beispiel zeigt doch sehr deutlich, dass bei der Kennzeichnungspflicht Rindfleisch nicht mit Ananas verglichen werden sollte.

Es gibt einige einfache Grundregeln, wie der Ausstoß von CO2 beim Essen vermindert werden kann.

Weniger Fleisch,
mehr Gemüse,
mehr regional.

Der Kunde überlegt sich doch nicht, ob er Rindfleisch oder Ananas kaufen soll.

Er kann aber entscheiden, ob er argentinisches Rindfleisch will oder Rindfleisch vom regionalen Produzenten.

Er kann aber entscheiden, ob er in München Milch aus Meck-Pomm kauft oder Milch aus BY.

Dann die Tiefkühlkost, die immer schlecht abschneidet, da der Bundesstrommix zugrundegelegt wird.

Nicht bedacht wird dabei, dass immer mehr Supermärkte eigene PV-Anlagen auf dem Dach haben, ebenso die Kunden.

Wenn ein Braunkohlekraftwerk ausgeschaltet wird, schlägt das auf alle Lebensmittel durch.

Der Kunde möge doch bitte in dem Laden kaufen, der eine PV-Anlage auf dem Dach hat oder seine Waren regional bezieht und/oder seine Filialen mit E-Transportern beliefert.

Persönlich tendiere ich eher dazu, stärker zu kennzeichnen, aus welcher Region die Waren kommen, um unnötige Transporte zu vermeiden und über Grundregeln, wie weniger Fleischkonsum, aufzuklären.

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Warum nicht? Machen wir halt digitale Preistafeln, auf denen der konkrete CO2 Wert des Transportwegs des Produkts im Regal angezeigt wird. Die Informationen existieren, die Technologie existiert, man muesste nur ein wenig tuefteln und voila.

Tut mir leid, wenn du das nicht nachvollziehen kannst, liegt dabei aber weniger an der Mathematik

Wenn ich sprichwörtlich Äpfel mit Birnen vergleichen will magst du mit deinem Beispiel ja recht haben …
Wenn ich aber die Bodensee-Äpfel mit nem Apfel aus nem neuseeländischen Anbau vergleichen will ??

…dann würden Tonnenkilometer helfen. Aber wie gesagt - der Transport mag eine Rolle spielen, ist aber in grober Abschätzung nicht kriegsentscheidend.

@GG79 hat einen guten allgemeineren Ansatz schon formuliert.
Ananas mit Rindfleisch zu vergleichen war das gewollte Holzhammerbeispiel. Ob es so zulässig ist - darüber könnte man in der Tat streiten.

Was wollen wir? Eine CO2-Ampel für Lebensmittel.
Wie organisieren wir die?
Variante a) ganz allgemein: Dann ist deutsches Rindfleisch tiefrot und der Ananas aus Mittelamerika höchstens gelb (wahrscheinlich aber grün).
Variante b) gestaffelt nach Produktensorten; hier als Beispiel Obst
Die Ananas tiefrot, der Apfel aus Höhnstedt (20 von Halle entfernt) für mich grün, grüner geht’s nicht.
Variante c) gestaffelt nach Produkten; nehmen wir wieder Äpfel
Pink Lady aus NZ vs. Spartan (ich freu’ mich `drauf) aus Höhnstedt.

Mit welcher Variante lässt sich der größte Effekt erzielen?

Wie mieten eine Cloud bei Amazon oder Google an und lassen dann die Bananen, bei deren Transport der LKW 3 Stunden im Stau stand, vergammeln, da 2gr mehr CO2.

Womit wir bei einem wichtigen Punkt wären, den ich oben vergessen habe.
1/3 der Lebensmittel werden weggeworfen, da zuviel eingekauft, falsch gelagert.

Wenn Obst und Gemüse gekühlt und mit Feuchtigkeit bedampft werden, vergammeln sie langsamer, ebenso wenn bestimmte Produkte nicht neben anderen Produkten gelagert werden.
Wir benötigen ein wenig mehr CO2, die Produkte halten aber länger.
Bei der vorgeschlagenen Live-Ampel schneiden die Produkte schlechter ab, die gekühlt werden.

Und die Datenerhebung ist keineswegs so einfach, wie unterschiedliche Berechnungssystem bei Fluggesellschaften zur Kompensation des CO2 zeigen.
Als Richtwert ist das ok, aber kein tatsächlicher Wert.

Wenn wir nach Produkten kennzeichnen, muß auch das Putenfleisch einen Rot-Ton bekommen.
Ob man da die Farbskale auf jedes Produkt bekommt finde ich schwierig.
Aber beim Metzger wäre auf jeden Fall Rotlicht-Stimmung.

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Ein “gerne” vergessener und nicht ganz unwichtiger Fakt. Dazu wollten wir demnächst sowieso `was schreiben. Bist du dabei?

Ja gerne…

Das wird ein ganzs chwieriger, ganz ekliger Rattenschwanz. Es gibt auch Forshcungsergebnisse, die der Weidehaltung von Tieren klimapositive Effekte zurechnen, weil man quasi guten, kompakten Boden erzeugt, der wiederum mehr “Luft aufnehmen” kann (vereinfacht gesprochen). Wo zieht man die Grenze bei dem Schwanz? (Damit sage ich nicht, dass viel Viehhaltung gut sei - nur, dass die Berechnung je nach Detailgrad sehr schwer werden kann).

Völlig korrekt. Zu viel Vieh auf der Weide ist schlecht, zu wenig auch.
Die Umwandlung von Regenwald in Weide würde ich trotzdem nicht als günstig für das Klima einstufen, weil Regenwald einfach viel mehr CO2 absorbieren kann als jede Weide, selbst wenn sie “genau richtig” genutzt wird.
Standard bei den Viehweiden ist aber heute gnadenlose Überbeanspruchung mit fatalen Folgen. In Afrika entstehen dadurch Steppen und Wüsten. https://www.br.de/themen/wissen/wueste-ausbreitung-desertifikation-verwuestung-100.html
Außerdem habe ich mich vornehmlich auf den Anbau von Soda und Mais bezogen, die sehr gerne an die intensiv gehaltenen Stall-Viecher, die von Geburt bis zum Schlächter niemals eine Weide sehen, verfüttert werden.Soda statt Regenwald ist aus ökologischer Sicht die totale Katastrophe, während der in Deutschland zur Fütterung und als Energiepflanze für die Biogasproduktion angebaute Mais “nur” die Biodiversität massiv schädigt.
Summa summarum wage ich die Abschätzung, dass Viehhaltung, so wie sie heute betrieben wird, sehr viel schädlicher ist als sie Nutzen bringt. Der Nutzen ließe sich natürlich steigern, wenn wir ökologischen Landbau betreiben. Betrachten wir Deutschland, wird dieser mit 230 Mio Euro jährlich subventioniert. Unsere Weinkönigin ist da mächtig stolz `drauf, vielleicht weil sie es nicht so mit Zahlen hat? Sonst müsste sie die 55 Mrd. Agrarsubventionen für alle EU-Länder auch erwähnen. Vielleicht weiß sie aber auch genau Bescheid und baut darauf, dass der Großteil des Publikums definitiv Schwierigkeiten damit hat, Mio. und Mrd. zu unterscheiden.
Bei Bedarf liefere ich die entsprechenden Quellen gerne nach.
Ach ja - Werbung für die AG - Landwirtschaft. Morgen 20.00 Uhr NRW-Mumble. Da kann man die Angelegenheit mit Fachleuten (Annette Berndt) diskutieren.

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