Brauchen wir auch noch Abtreibungswerbung? § 219a

Schweizer Präambel: “Am Schutz der Schwächsten zeigen sich Qualität und Charakter einer jeden Gesellschaft!”

Heute stimmt der Bundestag ab und die Ampel ist ganz heiß auf Abtreibungswerbung.

Abtreibungsdebatte: Lauterbach will Paragraf 219a abschaffen - ZDFheute

Wäre ja noch schöner wenn Ärzt*nnen ihre Patientinnen über ihre Leistungen aufhlären dürften.

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Das dürfen und müssen sie, aber nicht auf ihrer MarketingWebsite!! Information und Angebot für Abtreibung gibt es zu genüge. Hilfe zu Verhütung und Austragen fehlt aber noch.

Es gibt einen sehr schönen Beitrag einer Piratin zum Thema, es hilft dann auch nicht einen Popanz von agressiver Werbung für Abtreibung aufzubauen, wenn schon die einfache Information über die Leistung auf der eigenen webseite strafbar ist.:

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Wo ist es noch Information und wo ist es Anpreisung? Nun ist auch schlimmer Werbung für angeblich “schonende” Kindstötungsvarianten Tür und Tor geöffnet. Die nötige Hilfe für Verhütung und Austragen der Kinder wird umso mehr sabotiert.

Finde dieses Statement gegenüber den Schwächsten der Gesellschaft unerträglich und entsetzlich. Haben die Piraten sich hierzu positioniert?

Nach Meinung der CDU sind Frauen halt blöd.
Macht man Werbung für Abtreibung, treiben die alle ab. Ist doch logisch. Noch ne Insta-Story zur Abtreibung, paar abtreibende Influencer und dann werden Abtreibungen so cool. Vllt noch den Embryo konservieren und in einem Glas als modisches Accessoir an die Handtasche hängen - Werbung macht alles möglich!

Genau diese rechtliche Grauzone will man damit auflösen. Wenn Ärtzte informieren, setzten sie sich dem Risiko aus, nach § 219a verklagt zu werden. Damit ist jetzt gottseidank Schluss.

Also Informationen zu Abtreibungen haben o.g. Resultat? Nein.
Die Entscheidung, ob eine Frau ihr Kind austragen möchte oder nicht, geht niemanden etwas an.

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Geht die Strohmannorgie weiter?
https://www.profamilia.de/

Wer Abtreibungswerbung legalisiert, setzt widerliche Signale und das hat Auswirkungen auf die Menschen! Wir haben bereits 100.000 Abtreibungen jedes Jahr!

Bitte erläutern!

Und? Wo ist das Problem?

Dein Motto, wa…
Naja, wer keinen Sex hat, hat bei dem Thema leicht reden :joy:

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Wie oft denn noch, hier mit Gewalt den Begriff “Werbung” etablieren zu wollen ist reines framing.
Es geht darum, dass Ärzt*nnen über ihr Angebot informieren dütfen ohne dafür kriminalisiert zu werden.

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Sagt der, der hier keine Argumente ausser 1000 Jahre alter christlicher Sexualmoral vorbringen kann :smiley:

Wer von alten Weisheiten pauschal nichts hält, interessiert mich nicht!

Welche denn?

Natürlich hat es Auswirkungen, wenn sich Betroffene von fachlich Qualifizierten besser informieren und beraten lassen können.

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Wer sollte bitte achtzig Jahre alte “Weisheiten” anzweifeln?

Es gibt zu genüge Information und frei verfügbare Arztlisten dazu und vor allem im persönlichen Gespräch mit dem Arzt. MarketingWebsites sind nicht der richtige Ort!

Es erstaunt mich, wie schlecht man hier über Grundlegendes informiert ist.

Soviel dazu.
Ich sehe schon die Ströer-Plakate in der Stadt: “Kommen sie zu Doktor Böse: nächste Woche eine Abtreibung gratis beim Kauf von 3!”

Wie gesagt, du verkennst schlicht das Problem.

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Wir haben aber das Jahr 2022, die Menschen gehen immer weniger ins Reisebüro.

Welchen Sinn soll es ergeben, wenn Betroffene bei einem so einschneidenden Thema zu Ärzten gehen und diese beraten sollen, wenn diese sich nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt haben?

Betroffene brauchen das Gefühl, dass sie wirklich mit Qualifizierten reden.
Werbung ist in diesem Fall einzig der Hinweis auf Qualifizierung und Spezialisierung.

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Wie gesagt, es gibt massenhaft unabhängige Listen von Fachärzten. Und auch viele Ärzte werben unseriös.

Ansonsten ist das Problem Abtreibung zu einem erheblichen Teil auch gesellschaftliches Versagen.
Wer weniger Abtreibungen will und sich gegen Abtreibungen ausspricht, der sollte erst einmal die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen herstellen, damit zumindest aus ökonomischen Gründen keine Abtreibungen stattfinden.
Denn dieser Anteil wäre relativ einfach zu beheben.

Und für die macht man dann Werbung oder verteilt man solche Listen unter dem Tisch?
Jemand hat ein schwerwiegendes Problem und er möchte Qualifizierte finden.
Das Erstellen von solchen Listen wird doch schon aufgrund der persönlichen Einstellungen derer, die diese Listen erstellen und zur Verfügung stellen, manipuliert.

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