BPT 19.1, SÄA002: Ehrenmitgliedschaft einführen

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Hier kann der für den BPT 19.1 eingereichte Satzungsänderungsantrag
SÄA002: Ehrenmitgliedschaft einführen diskutiert werden.

Update: Korrektur der Aussage unten

Wozu braucht die Partei ein Prozedere zur Ehrung von Mitgliedern? Was soll die Ehrung der Partei nutzen?

Mit der Einführung von Ehrungen die Mitglieder in zwei Klassen eingeordnet: normale und geehrte. Und innerhalb der geehrten Mitglieder gibt es dann ebenfalls nochmal die Klasse Bronze, Silber und Gold.

Ehrungen spalten. Sie fördern Neid und Missgunst.“Wie, du bist noch kein geehrtes Mitglied? Also ich schon.”

Wir sind nicht das Militär, bei dem die Moral über Ehrungen gefördert wird.
Wir sind Piraten, bei dem alle Mitglieder gleichwertig sind und jeder das tut, was er kann.

Ich lasse mich gerne für diesen Antrag überzeugen, aber aktuell bin ich es nicht.

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Eventuell hilft der Antragstext,

Satzungsänderungsantrag auf Einfügung eines § 3a Ehrenmitgliedschaft

§ 3a Ehrenmitgliedschaft

  1. Ehrenmitglieder können vom Bundesvorstand auf Antrag eines Landesverbandes oder aus eigenem Antrieb ernannt werden.

  2. Die Ehrenmitgliedschaft ist begrenzt auf verstorbene Mitglieder.

  3. Darüber hinausgehende Voraussetzungen für die Ehrenmitgliedschaft regeln die Landessatzungen.

  4. Ehrenmitglieder werden in geeigneter Form geehrt.

  5. Alle Ehrenmitglieder sind in der gleichen Form zu ehren.

  6. Bei Bekanntwerden grober Verfehlungen, die zu einem Ausschluss geführt hätten, kann eine Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft durch den ursprünglich beantragenden Landesverband eingeleitet werden. Über die Aberkennung entscheidet der Bundesvorstand. Von ihm selbst vorgeschlagenen Ehrenmitgliedern kann auf Antrag von mindestens der Hälfte der Landesverbände die Ehrenmitgliedschaft aberkannt werden.

Also Neid auf die Ehrenmitgliedschaft dürfte schwerlich aufkommen.

Antragsbegründung,

Wohl jeder von uns kennt wenigstens ein verdientes Parteimitglied, das uns ungewollt verlassen hat. Es ist an der Zeit, diesen Mitgliedern eine über das Gedenken hinaus zu schaffende Ehrung zukommen zu lassen.

Es werden absichtlich keine weiteren Vorgaben über die Form der Ehrung gemacht. Diese sollen in einem gemeinsamen Verfahren der Landesverbände mit dem Bundesvorstand erarbeitet und festgelegt werden.

Tatsächlich, ich präzisiere meine Aussage. Ich habe mich auf die Einführung der Ehrenordnung als Satzungsbeiordnung bezogen, ich bin da im Thread verrutscht.

Ich korrigiere das mal.

Korrektur:
Ich habe mich beim ersten Post auf den folgenden Antrag gestützt: Einführung der Ehrenordnung als Satzungsbeiordnung zu SÄA010

Der hier diskutierte Antrag bezieht sich ausdrücklich nur auf verstorbene Mitglieder.
Die Möglichkeit, verstorbene Mitglieder zu ehren, sehe ich unproblematisch, wenngleich ich trotzdem ein Konzept der Ehrung an sich für nicht notwendig halte. Ich möchte mich aber dem Wunsch trotzdem nicht entgegen stellen.

Ich kannte viele der in den letzten Jahren verstorbenen Piraten.
Ich fände es mehr als Schade wenn in Vergessenheit wenn sie und das was sie für die Piraten getan haben aus unsere Erinnerung verschwinden sollte.
Eine Ehrung im Sinne des halte ich für richtig und wichtig.

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Wir haben einen wichtigen Europawahlkampf.
Was tun die Piraten?
Sie beschäftigen sich mit sich selbst und verwalten sich wieder selbst.

Dies ist eine politische Partei, die politische Ziele verfolgt und dazu bald nicht mehr in der Lage ist, da sie sich nur selbst verwaltet und in Vorstandspositionen Selbstverwalter gewählt werden.

Mein Selbstverständnis der politischen Arbeit besteht darin, politische Ziele zu verfolgen, für andere etwas zu erreichen und mutmaßliche Fehler auszubügeln, so weit uns das möglich ist.
Es geht mir nicht um Ansehen, Ruhm und Anerkennung. Es zählt nur das Ergebnis.

Zur menschlichen Variante sei gesagt, daß ich in dieser Piratenpartei gelernt habe, daß Politik ein ganz brutales Geschäft ist. Fairness und Gerechtigkeit sind Fremdwörter in dieser Partei und es interessiert auch keinen, wer wo wen wegräumt und welchen Schaden dies dieser Partei zufügt.
Alles eine Frage der Macht. Wer die Macht hat entscheidet, ob dabei Satzung und Regelungen mißachtet werden oder nicht, interessiert niemanden.
Wer den Zugang kontrolliert, der kontrolliert den Zugang, völlig unabhängig, ob dies rechtens ist oder nicht.

Prinzipiell verstehe ich, daß ihr gerne bestimmte verstorbene Personen ehren wollt.
Mein Veto ist nicht gegen die zu ehrenden Personen gerichtet.

Mein Veto richtet sich gegen ein Satzungs- und damit auch Gesetzesverständnis, das keine grundsätzliche und faire Regelung möchte, sondern mit dem je nach Wind und Wetter Satzungs- und Gesetzesänderungen vorgenommen werden sollen, um das eigene Tun rechtfertigen zu können. Steht ja so in der Satzung, dem haben die Mitglieder ja so zugestimmt.

Weiteres Beispiel ist die Satzungsänderung zur Verteilung der Mitgliedsbeiträge.
Ist man Lndesvorstand in NRW braucht man eine andere Regelungen, als wenn man im Bundesvorstand ist.

Welchen Sinn hat eine politische Arbeit, die darauf zielt, den persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern, statt das Parteiinteresse bzw. das Interesse der Bürger im Auge zu haben?

Zur Ehrung an sich sei gesagt, daß man immer nur einen kleinen Ausschnitt von Personen im Auge hat, Eure Clique, es gibt aber mit Sicherheit viele verdiente Parteimitglieder, die jenseits eines Bundesvorstandes oder Landesvorstandes sich für diese Partei engagiert haben.

So wie ich die Piraten kenne, wird es am Ende keine Ehrung sein, sondern eher das Gegenteil, warum und wieso gerade dieser geehrt wurde und warum jener nicht.
Da sind einfach zuviele politische Lager.

Politik ist Streitkultur.

Hilf mir kurz, wo haben wir festgelegt, dass Dir ein Veto zukommt?

Nicht wir haben festgelegt, dass Mitglieder ihre Meinung schreiben dürfen, sondern es ist der Verdienst der anderen Parteien, sich für innerparteiliche Demokratie eingesetzt zu haben. Sollte man auch als Pirat respektieren und den Sinn dahinter verstehen.

# Innerparteiliche Demokratie

Bestimmung im Parteiengesetz, die verlangt, dass die Parteien in Deutschland nach demokratischen Prinzipien aufgebaut sein müssen. Das bedeutet, dass Parteiämter regelmäßig durch Wahlen von unten nach oben besetzt werden und alle Mitglieder die Möglichkeit haben, innerhalb der Partei ihre Meinung zu sagen und so den Kurs der Partei mitzubestimmen.

Quelle: Thurich, Eckart: pocket politik. Demokratie in Deutschland. überarb. Neuaufl. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2011.

Danke für diese Unterweisung, derer es nicht bedurfte. Warum?

Die von mir gestellte Frage “Hilf mir kurz, wo haben wir festgelegt, dass Dir ein Veto zukommt?” sollte keine Aufforderung sein, Deine Meinung nicht zu äußern. Vielmehr beziehe ich mich auf eine Passage aus deinem vorangegangenen Beitrag, in dem Du schreibst: “Mein Veto richtet sich gegen ein Satzungs- und damit auch Gesetzesverständnis, […]”. Indem Du beschreibst, wogegen sich Dein “Veto” richte, setzt Du die Annahme, es stünde Dir zu, anderen etwas zu verbieten (“veto” = ich verbiete). Ich bat Dich lediglich um Aufklärung, woher Du dieses Recht beziehst.

Leider konnte Deine Entgegnung nicht explizit zu einem Erkenntnisgewinn bei mir beitragen, was ich sehr bedauere. Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir die ersehnte Aufklärung zuteil werden ließest.

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Dann bemühe ich mich mal um Aufklärung.

Zunächst scheint es zwischen Dir und mir einen grundsätzlichen Unterschied zu geben, wie sinnvolle Entscheidungen getroffen werden können.
Aus Deiner Sicht trifft eine Person die Entscheidung, während ich mich als Teil einer Gruppe sehe, hier Mitglieder der Piratenpartei Deutschland, die durch Mehrheitsentscheidung, hier konkret durch Einflußnahme und/oder Abstimmung auf einem Bundesparteitag, einen Antrag ablehnen können und damit der Personengruppe, die den Antrag gestellt hat, die konkrete Umsetzung des Vorschlags verbieten können.

Da sind unsere Denkmuster völlig unterschiedlich, da ich mich erst gar in die Späre bewege zu glauben, ich könne mich nicht irren und die nötige Lebenserfahrung habe, um zu wissen, daß Entscheidungen stets mit einer prozentualen Wahrscheinlichkeit richtig oder falsch sein können.
Durch Äußern meiner Meinung und restriktionsfreies Einholen anderer Meinungen meine ich am Ende qualitativ hochwertigere Entscheidungen treffen zu können, als es möglich wäre, wenn ich anderen einfach eine Frage hinwerfen würde, damit diese zukünftig ihre Meinung nicht mehr äußern, ohne meine eigene Meinung zum Ausdruck gebracht zu haben.

Deine Denkweise setzt voraus, es gäbe unterschiedliche Stimmgewichte, während ich sogar in der Lage bin, Minderheitsmeinungen in meine eigene Entscheidung einzubeziehen.

Wenn man mehr als einen Twittersatz schreibt, steigt die Chance auf einen Erkenntnisgewinn deutlich an.

Jenseits Deines kleinteiligen und formalistischen Kleinhacks interessiert mich aber Deine persönliche Meinung zu dem Thema deutlich mehr, denn auch ich möchte einen Erkenntnisgewinn erzielen.
Glaubst Du, dass die Motivation sich in einer Partei, wie der Piratenpartei zu engagieren aus der Erlangung einer Urkunde/ Plakatte/ Anstecknade/l Nachrufs geschieht, oder geht es doch mehr um die Inhalte?

Ok, dann zum Thema: Wenn Du den Antrag liest (was ich, sofern noch nicht geschehen, dringend empfehle), wirst Du erkennen, dass dieser ausschließlich eine Ehrenmitgliedschaft zum ehrenden Andenken an verstorbene Mitglieder vorsieht. Ich persönlich könnte auf diese Möglichkeit verzichten, verstehe aber nach Gesprächen mit anderen Piraten die Motivation. Daher würde ich diesem Antrag im Zweifel sogar zustimmen (ich bin aus $Gründen diesmal nicht auf dem BPT). Ich hoffe, Deinen Wissensdurst hier angemessen gestillt zu haben.

Zum etwas ganz anderem - einer Bitte: ändere Deine Art der Kommunikation, falls Du im Diskurs von jemandem Anderen als Dir selbst ernst genommen werden möchtest. Konzentrierte Äußerungen zum Thema werden üblicherweise gelesen, verstanden und in einer Diskussion dankbar aufgegriffen.

Das was ich bisher von Dir lesen durfte, war inhaltlich ausufernd, mit impliziten Annahmen und expliziten Unterstellungen gespickt und in der Tonalität extrem raumgreifend. Dinge, wie ein “Veto” stehen Dir hier in einer Diskussion unter Gleichen nicht zu. Bis dahin, werde ich - und mit mir vermutlich auch andere - Zweifel an Deiner intellektuellen Satisfaktionsfähigkeit hegen. Und diese Zweifel könntest Du so einfach ausräumen.

selbsterklärend

nicht behandelt wegen Konkurrenz