Bodycams bei Polizisten?

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Es gibt ja immer wieder Zusammenstöße von Demonstranten bzw. Aktivisten mit der Polizei und entsprechende Anschuldigungen die jeweils anderen seien für die Eskalation verantwortlich gewesen. Oftmals lässt sich das dann nicht mehr richtig aufklären.

Wenn Polizisten im Einsatz Body Cams mit sich führen die alles auf Ton und Bild aufnehmen dann würde das im Konflikt Fall Transparenz schaffen. Letztendlich könnte so auch Polizeigewalt verhindert werden, wenn die Beamten wissen das ihr handeln archiviert wird und immer nachvollziehbar ist.

Der Nachteil ist hier natürlich aus Datenschutz Sicht das auch völlig unbeteiligte auf dem Videomaterial mit aufgezeichnet werden. Also ein Fall wo die Piratenthemen Datenschutz und Transparenz im Widerspruch zueinander stehen.

Was ist eure Meinung dazu ? Sollten Bodycams vermehrt zum Einsatz kommen oder besser gar nicht ?

im Zweifel traue ich denen zu, dass belastendes Material verschwunden ist oder die Kamera durch den Einsatz einen Defekt hatte. Außerdem werden extra Lehrgänge gemacht, wie man die Kamera im entscheidenden Augenblick verdeckt.
Lieber das Filmen von Presse und Privatpersonen erlauben. Dann jat man wenigstens zwei Quellen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Hier mal was von mir dazu aus 2019.

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War nicht ein zusätzlicher Kritikpunkt, dass die Daten der Kameras bei Amazon gespeichert werden müssten, da es keinen ausreichend leistungsfähigen, womöglich sogar staatlichen Dienstleister in Deutschland/Europa gibt?

Natürlich ein daramtisches Versagen des Staates da unfähig zu sein entsprechende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Aber das passt ins Bild der rückständigen Digitalisierung in Deutschland. Schon jetzt dürften viele Behörden ihre Daten in die Clouds der großen US Konzerne auslagern da eigene Kapazitäten/Kompetenzen fehlen.

Was die Kameras angeht. Die könnte man ja theorethisch so einrichten das die Videodaten verschlüsselt gespeichert werden. Die entsprechenden Schlüssel zum Entschlüsseln dann jedoch nur einem unabhängigen Gericht am besten Offline vorliegen und nur im Falle einer richterlichen Anordnung entschlüsselt und das Material verwendet werden kann. So könnte man dann doch zumindest theorethisch ein etwas höheres Datenschutzniveau erreichen bzw. Mißbrauch erschweren.

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Filme einfach mal Polizisten bei ihrer Arbeit.
Dann merkst Du, wie empfindlich sie sind und warum man das nicht darf.

Ja, genauso könnte man auch biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke ausschließlich lokal auf dem Ausweis speichern. Bei einer Kontrolle kann dann der Vergleich mit den tatsächlich vorliegenden Abdrücken erfolgen, auch dann im Erfolgsfall ohne Speicherung. So etwas funktioniert natürlich nur dann, wenn, statt des Betreibens zentraler Speicherungs- und Kontrollinstanzen, lediglich der eigentliche Zweck des Ausweises, sprich die Legitimation, beabsichtigt wird. Das ist im heutigen Hochsicherheitstheater schon lange nicht mehr der Fall.