Bill Gates Baut Atomkraftwerke gegen Klimawandel

Der Bill Gates will jetzt mehr als 2 Milliarden $ in den Bau von AKW investieren um so den Strom ohne CO2 Austoß zu produzieren.

Sein Argument Solar und Windkraft seien zu unzuverlässig um alleine die Basis für die Energiewende zu bilden. Deshalb hält er die Kernkraft für unerlässlich um die Welt vor dem Klimakollaps zu retten. Bill Gates ist ja ein intelligenter, Naturwissenschaftlich gebildeter Mann, was denkt ihr. Hat der Gates Recht oder ist er da auf dem Irrweg ?

Na ja sein Informatikstudium hat er abgebrochen und Physik und Chemie sind da nicht unbedingt ein wesentlicher Teil des Studiums.

Für jedes komplexes Problem gibt es mindestens eine einfache, plausible Lösung die falsch ist.

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Nein, er möchte einen entwickeln.
Die erste Demonstrationsanlage soll in 7 Jahren fertig werden, sofern die derzeitigen Probleme gelöst werden können.
Außerdem kennt jeder Windows-Nutzer die Null-Error-Strategie von Microsoft. :smiling_face_with_three_hearts:

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Bill Gates hat mit Microsoft kaum noch etwas zu tun.

Gibt es da irgend eine Quelle dazu?

Gruß
Andi

Wie GG79 geschrieben hat: Das sind Papierreaktoren, die bisher nicht gezeigt haben, dass sie funktionieren.

Und selbst wenn die funktionieren, ist es mehr als fraglich, ob die Kosten auch nur ansatzweise erträglich sind. Die meisten Betriebskosten skalieren nicht, wenn man den Reaktor verkleinert. Man braucht z.B. weiterhin eine Bedienmannschaft und Bewachung rund um die Uhr und Kosten für Zertifizierung und Wartung werden auch nicht geringer, nur weil die Anlagen kleiner ist.

Richtig witzig wird es aber, wenn man sich ansieht welche Technologien da rein spielen. Das sind u.a. Brutreaktoren mit Natriumkühlung. Die scheitern seit Jahrzehnten am zuverlässigen Betrieb und sie erzeugen unangenehme Dinge wie Plutonium.

Noch besser ist der Laufwellenreaktor. Das ist so was ähnliches wie ein Brutreaktor, der die aktive Zone auf einen wenige Zentimeter dicken Abschnitt der Brennstäbe komprimiert. Die Brennstäbe werden dabei quasi abgebrannt, die aktive Zone wandert langsam durch den Stab und hinterlässt relativ kurzlebige Isotope. Doof dabei: Der Stab muss am Stück bleiben, aber die gesamte Energieabgabe des Reaktors konzentriert sich auch ein ganz kleines Volumen. Materialtechnisch ein wenig herausfordernd.

Wahrscheinlich sucht Gates grad wo er Unobtainium oder Vibranium her bekommt, um die Brennstäbe zu bauen. Vielleicht sollte er mal Scotty auf der Enterprise fragen, oder einen Geschäftsbesuch in Wakanda machen.

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@Enver:

Haaaja, ich stelle mir die neuen AKWs so vor, dass sie
mit lauter Windows überzogen sind - und wie kleine
Hexenhäuschen in der Landschaft stehen.

Was Bill Gates vergessen hat: Die Radioaktivität kann man
mit “Windows” nicht abschirmen! Kann ihm das mal
jemand sagen?

Bill Gates hat zweifellos die Welt verändert, denn noch nie
gab es soviele “Fenster” auf den Computermonitoren dieser
Erde. Allerdings hat er sein Informatikstudium nach nur 2
Jahren vorzeitig abgebrochen, um sich ganz Microsoft
zu widmen. D.h. von Naturwissenschaft hat er keine Ahnung!
Und genau das kommt auch in seinem neuerlichen Vorhaben,
in Atomkraft zu investieren, zum Ausdruck.

Wen interessiert das schon? Er hat das GELD und damit die MACHT, Blödsinn zu tun. Wie viele andere Superreiche auch. Dumm ist der (Geschäfts)-Mann dennoch nicht. Wer weiß, was er sich da in seinen Excel-Tabellen zusammenklabustert hat.

Da fallen mir noch zwei weitere Fragen ein: Wer bezahlt am Ende die Zeche und wer profitiert trotz der hohen Kosten? Ich fürchte, es könnte so ähnlich laufen wie bei den alten AKWs, die wir gerade abwickeln. Ich fürchte darüber hinaus, dass Atomkraft (nicht nur die Gate’schen Minireaktoren, sondern auch die neuen, weltweit in Planung begriffenen neuen) massiv subventioniert werden müssen - aus Steuergeldern. Das Argument der CO2-Neutralität der Atomkraft ist dafür doch die tollste Rechtfertigung, die es nur geben kann. Im besten Fall findet eine Verlagerung der immer noch bestehenden Kohlesubventionen in Richtung Atomkraft statt. Aber wer glaubt heutzutage noch an den “besten Fall”? Letztendlich ist Atomkraft sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch ein Irrweg. Nebenbei gesagt reichen die atomaren Brennstoffe der Erde auch nicht mehr übermäßig lange.
Na ja - immerhin ist DE ja 'raus aus dem Spielchen…also vielleicht, wenn der smarte Christian nicht doch noch die Sozen (wahlweise die Schwarzen) überzeugen kann, dass Atomkraft eigentlich 'ne geile Idee ist. Diese Ampel-Kopulationsverhandlungen dauern schon erschreckend lange und die Dissonanzen werden immer deutlicher hörbar. Da kommt noch 'was.

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Ist es zu unfein von “Scam” zu reden?

Investoren und staatliche Zuschüsse sorgen für ein finanziell gut ausgerüstetes Startup. Ob dann wirklich ein Produkt raus kommt ist eine andere Frage.

Wobei das zu erwartende Produkt wirtschaftlich nicht tragfähig sein wird. Aber das stört ja erst mal nicht.