bGE Sinn oder Unsinn, Finanzierbarkeit, oder doch besser im 21. Jhr. "Grundsicherung für alle"

Wichtig für Gesellschaft, Wirtschaft, Europa und Deutschland, einfach für uns alle.

:slight_smile:

Fortsetzung der Diskussion von Schock! Piraten erreichen 5 ähm 0,5 Prozent nicht!:

Im oben genannten Thread haben @Kehmax @ukw @DerTypmitdemSchnaps @ChristianZ eigentlich zum Thema bGE gepostet,
im Thread ist die Diskussion in den Bereich “bGE” abgeruscht, weiß nicht wie das schreiben soll.
Die Beiträge fand ich sehr spannend und wichtig.

Das bGE ist ein fundamental wichtiges Thema, für die Gesellschaft im 21. Jahrhundert, für Deutschland, für Europa, und vor allem für die Partei der Piraten.

Ich persönlich glaube, dass die Piraten nicht ohne den politischen “Kampf” für die Einführung des bGE werden überleben können.
Es ist eine Riesenchance sich selbst (Piraten-Partei) aber auch die Gesellschaft, die Wirtschaft und das Land Deutschland/Europa erheblich voran zu bringen.

Aus diesem Grunde schlage ich vor die Diskussion in einem separaten Thread weiter zu führen und freue mich weitere interessante Beiträge dazu lesen zu dürfen.

Als kleinen Einwurf möchte ich hier einbringen, dass der Name bGE nicht zielführend ist,
und mein Vorschlag ist das Grundsicherung zu nennen, oder “Grundsicherung für alle”.
Wir haben in Deutschland schon eine Grundsicherung, gemäß SGB.
Wobei verteilt auf die 12 Bücher des SGB finden sich Regelungen zu der Grundsicherung.

Mein Vorschlag ist ein “Update” der Grundsicherung für das 21. Jahrhundert, sprich die Einzelregelungen des SBG zu vereinfachen, zusammenzufassen und für das 21. Jahrhundert fit zu machen.
Im Prinzip ist “Grundsicherung für alle” das bGE, aber nicht als etwas völlig Neues, sondern eben als Update für etwas dass wir schon lange haben und für das Funktionieren der Gesellschaft sehr wichtig ist.

Ich behaupte das bGE, schon alleine wegen dem Namen, wird es niemals geben, in keinem Staat dieser Erde.
Wohingegen eine Verbesserung der Grundsicherung, relativ einfach und schnell umgesetzt werden kann.
Gleiches Ergebnis am Ende, aber politisch machbar eben.
Denke ich so, was denkt ihr?

In Amerika war Bernie Sanders mit seinem Wahlslogan
“Medicare for all” recht erfolgreich. Obwohl Klassenkampf-Sozialisten überhaupt nicht wohl gelitten sind in den USA hätte er um ein Haar es geschafft die Nominierung vor Joe zu erhalten.
Er ist jetzt “Chairman of the Commitee on the Budget”, eine Art Finanzminister.
Lustig, ein Klassenkamp-Sozialist wird Finanzminister** in den USA, kannste dir nicht ausdenken.
**Ich weiß eigentlich Janet Yellen, aber der eigentliche defacto Chef über die Finanzen ist Bernie.
Egal.

Wie “Medicare for all” funktioniert hat, könnte

“Grundsicherung für alle”

funktionieren.

So als Wahlslogan für die Piraten meine ich.

Das SGB verwendet den Begriff “Grundsicherung” und “Teilhabe” und “Gesellschaft” usw.
Wenn die Piratenpartei diese Begriffe verwendet meinten die Menschen meist etwas anderes.

Die Grundsicherung im SGB ist nicht bedingungslos sondern entsetzlich. Diese Grundsicherung muss für den Bezieher ekelig sein, denn die Grundsicherung im SGB dient vornehmlich dazu die Menschen als Arbeitstiere nutzbar zu machen.

Du kannst die Exportleistung und die H4 Gesetze auf der Zeitschiene mal übereinander legen.

Der Exportweltmeister wird zum Imperialisten, wenn die Troika Schulden eintreibt.
Eroberung ohne Pulverdampf - die Waffen sehen so gar nicht tödllich aus - wirken aber sicher und präzise.

bGE schreibst Du weil die Abk. für bedingungsloses Grund Einkommen steht.

den Begriff Existenzsicherung könnte man verwenden - ich empfinde den Begriff jedoch als zu hart.
Man könnte Lebensgeld, Freigeld oder ähnliche Begriffe verwenden.
Besser finde ich neue und unbelegte Begriffe - am besten ein völlig neues Wort erfinden was sich zumindest im Englisch sprachigen Raum verwenden lässt.

Nachtrag: Neue Begriffe, völlig neue Begriffe bzw völlig neue Worte erleichtern das Umdenken bzw das “Neu denken.” Mit alten Begriffen verbinden wir schon (zu) Vieles, was dann in das Neue einfließt . Das Alte haftet an dem Neuen an. Besonders ungeübte Denker haben es schwierig Gedanken & Begriffe - und damit verbundene Emotionen - zu trennen. Das ist, wie ein neu gestrichenes Haus, ein umlackiertes Auto oder eine gefärbte Hose - die veränderte Farbgebung macht daraus nicht gleich einen völlig neuen Gegenstand. Es macht aber keinen Sinn (automatisch) alte Emotionen in neue Gedanken durch Verwendung “gebrauchter” Worte einzuschleppen.

Neues Denken erfordert neue Begriffe.

Neue Begriffen sollte man jedoch nicht inflationär verwenden … also vorsichtig dabei.

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@ukw Danke für Deinen Beitrag

Nein, eben nicht ein Neues Wort. Das ist ja der Trick, um viele Menschen dazu zu bringen, sich neu mit dem Konzept zu beschäftigen und dafür zu stimmen.

Weil die Diskussion zu dem bGE festgefahren hat und offensichtlich nicht voran kommt.

Sondern etwas zu nehmen was schon da ist, derzeit katastrophal zusammengeschustertes Frankenstein-Gebilde mit 100 Paragraphen, wo selbst Fachleute nicht wirklich durchblicken können,
in etwas modernes, einfaches, welches funktioniert.

Mein Vorschlag ist “Grundsicherung für alle”

Dein besserer Vorschlag ist?`

Konnte das dem Text Deines Postings nicht entnehmen, deswegen frage ich.

ich würde “Lebensgeld” verwenden.

denn es ist die einzige Bedingung die ich stelle. Wenn Du das Geld haben möchtest musst Du Leben :smiley:

Erste Assoziation von mir,

muss ich auch noch dafür zahlen leben zu dürfen?
Und für wen?

Schreib nur wie es ist. Aber kann sein, wahrscheinlich, dass andere das anders sehen. Bin gespannt.

Lebensgeld klingt so ein bisschen wie Lösegeld.

Du bekommst Geld weil Du lebst.
Dieses Geld kann/soll Deine Lebensgrundlage sein.

so rum kann man es eher verstehen.

Wie wäre es mit

“Grundsicherung für alle”

Dein Lebensgeld von den Piraten.

der Begriff Versicherung ploppt bei mir hoch :wink:

Man muss solche Dinge in größeren Rahmen prüfen lassen (Assoziationsketten)

@ukw

soll auch genau so sein,

Menschen in Deutschland finden gerade die Sozialversicherung eher gut.

Und es soll eben “nur ein Update” der bestehenden Systeme sein.

Humanitärer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götz Werner (2010) in Darmstadt

Die grundsätzliche Begründung eines BGE wird darin gesehen, dass es jedem Menschen ermögliche, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Das BGE schaffe die Voraussetzung zur individuellen Freiheit zur Selbstverwirklichung auch mit Tätigkeiten, die nicht als Erwerbsarbeit entlohnt werden. In diesem Kontext wird diskutiert, ob das bedingungslose Grundeinkommen als Instrument der Freiheit den Liberalismus aus der Krise führen kann.[13]

Die gesellschaftliche Entwicklung habe dazu geführt, dass nur ein Teil der Tätigkeiten in der modernen, marktorientierten Gesellschaft als Erwerbsarbeit entlohnt werde. Tätigkeiten im sozialen Bereich wie beispielsweise in der Kindererziehung, in der Betreuung nicht selbstständiger Menschen (Alte, Behinderte) oder in der Jugendarbeit würden hingegen zumeist nicht finanziell vergütet, es sei denn, diese Tätigkeiten sind institutionalisiert. Das BGE sorge hier für einen Ausgleich.

Quelle Wikipedia
vgl. auch
https://www.zeit.de/politik/2016-01/bedingungsloses-grundeinkommen-schweiz-liberalismus-krise-freiheit-finanzierung?utm_referrer=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2F


Das steht in Wikipedia.

Meine Meinung dazu ist, das ist Quatsch, zu mindestens in dieser Art zu argumentieren eben, offensichtlich, nicht zielführend.
Solange man/frau so argumentiert,
wird das nie was mit UBI.

Wobei ich UBI eher Universal Basic Insurance bezeichnen würde, und nicht als UB-Income.

Deswegen auch “Grundsicherung für alle.”

Warum, imo, das?
“Individuelle Freiheit zur Selbstverwirklichung”, diese Freiheit garantiert das GG in D auch so schon. Das kann man auch ohne UBI haben. Das UBI, unter heutigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mit den immer noch relativ begrenzten Ressourcen weltweit, kann nicht so hoch sein, als das man/frau wie im “Schlaraffenland” es schaffen könnte, das alle Menschen nicht mehr für Geld arbeiten müssen. Und nur den ganzen Tag damit verbringen “sich selbst zu verwirklichen”.
Im Übrigen ein ziemlich egoistischer Ansatz, nur auf das Individuum bezogen ohne Bezug zu der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.

Nein, alles argumentative Sackgassen.

Meiner Meinung richtig ist folgender argumentativer Lösungsweg, und zwar dass über viele Jahrzehnte, insbesondere nach dem 2.ten Weltkrieg, es eine stark ansteigende Wirtschaftsleistung gab. Der Staat hat, finanziert mit Verschuldung, z.B. durch Subventionen und vielen schlechten, vielen unsinnigen, Regelungen in das Wirtschaftsgeschehen eingegriffen, welches zu Verwerfungen in der Wirtschaft geführt hat.
Siehe massive Corona-Hilfszahlungen, die zu einer Neuverschuldung in 2020 von 189 Mrd.€ geführt hat, welche wir aber auch irgendwie zurückzahlen müssen.
Niemand weiß jedoch wie.

Auf der anderen Seite hat der Staat durch massive Besteuerung das Preisniveau gerade in entwickelten Ländern ansteigen lassen. Das Preisniveau in Deutschland ist wesentlich höher im Vergleich z.B. zu dem in China.
D.h. man/frau braucht in D einfach mehr Geld monatlich um die notwendigsten Dinge zum Leben zu bezahlen.

Drittens der Staat hat mehr und mehr Dinge verpflichtend eingeführt.
Zum Beispiel die Krankenversicherungspflicht (vgl. §5 SGB V), welche seit 01.09.2009 in D für alle gilt.
Dafür gibt es ohne jede Frage gute Gründe, warum das auch Pflicht sein sollte.
So weit so gut.
Aber wir, bzw. die Politiker*innen, können doch nicht etwas zur Pflicht machen, ohne gleichzeitig sicher zu stellen, dass jede und jeder zu jedem Zeitpunkt in der Lage ist das auch zu bezahlen.
(!)

Wenn wir sagen, jeder soll ein Dach über dem Kopf haben, jeder muss eine KV, PV, (AV für Angestellte), RV (Pflicht für alle Erwerbstätigen), UV haben, jeder soll Zugang zu Elektrizität haben und das Internet, jeder soll Zugang zur Nutzung des ÖPNV haben, jeder muss (Schulpflicht) oder soll Zugang zu höherer Bildung haben.

Was alles sicher sehr vernünftig ist zu fordern für alle Bürger*innen in einem modernen Staat, so kann es doch nicht sein, dass der Staat (und letztlich wir damit) “die Menschen im Regen stehen lassen, bei der Frage aber wie bitte sollen sie das bezahlen?”.

Z.B. in jüngster Zeit wurde eine deutliche Verbesserung für die Entlohnung der Pflegekräfte beschlossen. Alles schön und gut, kann ich gut verstehen, dass die in Pflegeberufen tätigen Menschen für ihre schwere, auch körperlich schwere, Arbeit besser entlohnt werden wollen.

Nur wie wird das finanziert? Einfach mal den Pflegeversicherungsbeitrag erhöhen.
Ich muss jeden Monat als Selbständiger 66,08€ dafür bezahlen.
Die Strafen und Konsequenzen, wenn man die PV nicht bezahlt, sind heftig.

Deswegen zahle ich auch regelmäßig, wohlwissend,
dass ich selbst höchstwahrscheinlich,
weil wie der Staat sich finanziert z.Z. sehr bald die Pleite kommen wird,
niemals Leistungen daraus erhalten werde.

Niemand fragt, ob ich das bezahlen kann, oder auch möchte (das leider sowieso nicht).

Aber es gibt eben auch Menschen in D, die das nicht können, zu mindestens nicht immer.
Das kann nicht richtig sein.

Deswegen brauchen wir, eigentlich auch schon seit mehr als 20 Jahren, spätestens seit 2002 China in die WTO eingetreten ist, eine “Grundsicherung für alle”, ein UBI.

Damit komme was wolle, für alle, sicher gestellt ist, dass das Dach über dem Kopf bezahlt ist (auch wenn es nur eine kleine Wohnung irgendwo im Irgendwo in dem DG ist), alle Pflichtversicherungen (KV,PV,RV, AV, UV), die Stromrechnung, die Internetrechnung, die Karte für den ÖPNV, das Schulgeld oder der Beitrag für die Universität, bzw. weitere Fortbildungen.

Aus diesem Grunde schlage ich vor, ein UBI einzuführen,
“Grundsicherung für alle”
im Umfang von 900,- € monatlich für Erwachsene
und 600,- € monatlich für Kinder unter 18 Jahren (anstelle dem Kindergeld).

Kostet 857 Mrd. jährlich

Die Finanzierung soll durch eine VermögenAbgabe im Umfang von 4 Promille monatlich auf das Gesamtnettovermögen erfolgen mit einer Freigrenze von 50.000€.

In 2020 hat der deutsche Staat 405,8 Mrd. nebst 27,2 Mrd. € aus Erträgen verbundener Unternehmen, also rund 432 Mrd.€ für den Bereich Soziales ausgegeben.

In 2020 hat der deutsche Staat mit
Lohnsteuer (209,3 Mrd.€), Einkommensteuer (80,5 Mrd.€), Abgeltungsteuer (6,8 Mrd.€) (richtig Kapitalertragsteuer, selbst das Bundes-Finanzministerium weiß nicht, wie die Steuer richtig heißt lol :wink: s.u.), Körperschaftsteuer (24,3 Mrd.€), Versicherungsteuer (14,6 Mrd.€), "Soli"daritätsbeitrag (18,7 Mrd.€), Erbschaftsteuer (8,6 Mrd.€), Grunderwerbsteuer (16,1 Mrd. €), Rennwett-Lotteriesteuer (2,0 Mrd.€), Feuerschutzsteuer (0,5 Mrd.€), Gewerbesteuer (45,3 Mrd.€), Zölle (4,7 Mrd.€)
insgesamt also 431,4 Mrd.€
Vgl. oben die Ausgaben für den Bereich Soziales mit 432,0 Mrd.€
Entspricht das ca. dieser Summe.

vgl. Bundesfinanzministerium - Kassenmäßige Steuereinnahmen nach Steuerarten und Gebietskörperschaften (aktuelle Ergebnisse)

Mein Vorschlag ist,
einfach machen und einfach machen.

  • “Grundsicherung für alle”
  • Alle Steuern abschaffen
    (außer die MwSt (später ;)) und die “Drogen”-Steuern, Tabak-Kaffee-Bier-Schaumwein-etc, nebst Energiesteuern (diese sind später auch abzuschaffen))
  • VermögenAbgabe 4 Promille mtl.

Darüber hinaus schlage ich vor,
ein Institut für Grundsicherung einzuführen, welches das Geld erhebt und verteilt.
Analog der Deutschen Rentenversicherung,
bzw. als Ergänzung dazu.

Was haltet ihr davon?

Wie würde sich die Wirtschaft entwickeln, wenn wir die Steuern abschaffen?

**Wie geil wäre es für die Menschen in Deutschland,
wenn alle wüssten, dass komme was wolle **
**Krise, Naturkatastrophe, Staatspleite, Alters-/erwerbsunfähigkeit, **
die Grundsicherung ist da, genauso wie das Kindergeld heute da ist, für jeden, ohne wenn und aber, ohne Antrag, ohne Papierkram-Formular-Scheiße, ohne Nachweise erbringen,
weil man sich einfach darauf jetzt und auch noch in 50 Jahren verlassen kann.

Sorry aber der Name ist völlig wurscht und immer neue Namen führen in der Debatte nicht weiter sondern verwirren nur.

Das Ziel des BGE ist es den Rechtsanspruch auf ein, für jede Person, antragslos zu gewährendes, arbeitsfreies (d.h. es wird ausdrücklich auf jede Gegenleistung verzichtet), existenzsicherndes, monatliches Einkommen das von der Gemeinschaft zu finanzieren ist, durchzusetzen Punkt.

Ob Sie das Grundsicherung oder Käsegeld nennen ändert an der Sache selber nichts.

Mit anderen Worten Sie wollen zur Finanzierung Ihres #Käsegeldes eine Vermögenssteuer von 4,8% /Jahr einführen?
Konträr zu allen anderen Konzepten, die zu Finanzierung i.d.R. das Nationaleinkommen heranziehen, wollen Sie den Bestand also die Basis auf der das Nationaleinkommen basiert abbauen!
Das ist in der Tat ein lustiges Finanzierungskonzept.
Nach ca. 15 Jahren haben sich die Vermögen halbiert und damit auch die Einnahmen die Sie zur Finanzierung Ihres Konzeptes benötigen.
In Ihrem Konzept müsste also die monatliche Zahlung reduziert oder die Vermögenssteuer periodisch angehoben werden.

Ich halte das Bge für Unsinn, weil das keine dauerhafte Lösung darstellt.
Mit steigenden Kosten für Miete, Strom, Wasser, etc, wird man immer wieder neu verhandeln müssen, was auch wieder unnötig Bürokratieaufwand bedeutet.

Es wäre deutlich einfacher, den Menschen ein Dach überm Kopf zur Verfügung zu stellen, sofern das monatliche Einkommen nicht reichen würde und die Menschen keine großen Ansprüche an der Einrichtung stellen.
Und genauso sollte der Staat auch alles andere lebensnotwendige zur Verfügung stellen.

Andererseits müssen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern entweder eine Wohnung in Aussicht stellen oder das Gehalt der Arbeitnehmer dementsprechend so gestalten, daß sie nicht auf der Straße leben müssen.

Ein Bge ist natürlich viel einfacher zu gestalten, als darüber nachzudenken, wie man das anders lösen kann.

Wenn ein Staat immer Geld gibt, besteht ja auch die Gefahr, daß man lieber bequem die Gelder bezieht, als sich mal an die Arbeit zu machen.

Diese Befürchtung kommt immer als Gegenargument, ist aber auch beim xten Male nicht richtig.
Eine Grundsicherung, ein BGE, ist das was es heißt, eine Grundsicherung.
Man kann damit leben…aber möchte man das auch, wenn man eine andere Möglichkeit hat?

Alle Untersuchungen zeigen, die Menschen wollen etwas leisten. Die Frage ist nur, wollen sie um jeden Preis einen beliebigen Job annehmen müssen?
Und da ist die Antwort klar, nein.

Gruß
Andi

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@Pirat_Andi
Stimme zu.
Grundsicherung gibt heute schon, H4, Sozialhilfe.
und Kindergeld.

Grundsicherung für alle
wäre praktisch ein Art Kindergeld für alle.

Weil die Eltern Kindergeld bekommen, hören sie deswegen nicht auf zu arbeiten.

Und wenn doch, dann um mehr Zeit für die Kinder zu haben oder sich um die pflegebedürftige Mutter zu kümmern, oder um sich weiter fortzubilden oder ähnliches.
Was für mich sind das alles Dinge, die ich sehr begrüße.

Jede und jeder H4 Empfänger, die oder den ich bisher getroffen habe (sicher mehr als 40), arbeitet nebenbei “Schwarz” und verdient sich etwas dazu (manchmal mehr 10.000€ mtl.).

Was sich ändern würde ist, sie würden es offiziell machen, weil sie es jetzt ohne Abzüge und Steuern zu zahlen machen dürfen.
Das würde vieles für die Menschen und den Staat vereinfachen und im Ergebnis die Menschen motivieren mehr zu machen, sicher nicht weniger.

Und 900€ ist bewusst kein die Gesamtkosten deckender Betrag. Soll es auch nicht sein.
Damit genau nicht dieser befürchtete Effekt entsteht.

Klar ist auch, das bei Menschen mit körperlicher, geistiger Behinderung (4,1 Mio. Menschen) oder die pflegebedürftig ( 3,9 Mio Menschen derzeit) sind oder schwer erkrankt sind, weitere Hilfen notwendig sind.
Das Sozialamt soll es weiter geben und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls weitere Hilfen gewähren können.

@schokolade

IMO ist eine Partei = Vermarktungsplattform für Ideen/Visionen

Zu behaupten, beim Marketing spielt der Name überhaupt keine Rolle…?!?
Lol.

Sag ich besser nichts zu, soll der geneigte Leser entscheiden.

Und bzgl. der Wirtschaft. Nun es ist ein hochgradig dynamisches System, mit Inflation und Wertveränderungen und Änderungen der Beziehungsgrößen.

In Ihrer Argumentation gehen sie davon aus, dass das Vermögen der Menschen sich nicht verändern würde und immer ein konstante Größe darstellt.

Auch diese Aussage, soll der geneigte Leser beurteilen.
Ich lass das lieber unkommentiert, ich möchte sie nicht beleidigen.

Das ist Deine Meinung ok.

Genau das sehe ich als großen Vorteil, das es “zukunftsfester” oder mittelfristig sicherer ist, den sozialen Ausgleich auf Basis von Vermögen (Bilanz) zu machen, als auf Basis von Einkommen (GuV).
Einkommen schwanken stärker und sind Zyklen unterworfen. Vermögen sind da stabiler.

Müsste man z.B. über die Höhe der Leistungen und Höhe der Abgaben regelmäßig (1x jährlich z.B.) in der Gesellschaft miteinander reden, sowohl mit denen die die VermögenAbgabe zahlen und denen die Leistungen erhalten.
Ja klar.

Das passiert auch schon, dass Werte regelmäßig angepasst werden müssen.
Da dieses System jedoch wesentlich einfacher aufgebaut ist, z.B. auch beinhaltet dass die Steuern abgeschafft* werden, erwarte eine erhebliche Einsparung in den Kosten für die Bürokratie.

  • siehe Ausführungen im obigen Post

Also auch bei diesem Argument, sehe ich genau das Andersherum wie Du.

Mit Betriebswohnungen von Firmen, gab es schon in Teilen früher.
Hat aber mehr “so Mittel” funktioniert.

Das Du schreibst “müssen”, macht das Ganze nicht besser.
Viel Spass bei der praktischen Umsetzung dieses “Müssens” bei den Unternehmern,
wird nicht so einfach werden denke ich.

Thema hat aber wenn überhaupt nur mittelbar mit der “Grundsicherung für alle” (UBI) zu tun.

Einerseits mehr Aufwand am Anfang des Post, und am Ende doch einfacher, übersetzt weniger Bürokratiekosten ?!?

Ist das bGE, oder eben “Grundsicherung für alle”, vielleicht doch nicht Unsinn?

:blush:

Falsch.
Grundsicherung ist, wenn das Einkommen nicht zum Leben reicht. Man kann auch arm trotz Arbeit sein.

@Pirat_Andi
Ich bekomme durch meine Arbeit bei einer WfbM 233 € im Monat und aufgrund anderer Einkommen kann ich damit leben, aber auch nur weil ich keine Miete zahlen muss. Ich hatte vor mir eine eigene Wohnung zu suchen, aber jetzt gibt es zum einen keine Angebote mit “Haustiere erlaubt” und die Mieten sind zu hoch. Ich werde keine Wohnung finden mit 30% meines Einkommens. Ich hätte also kein Problem damit, Grundsicherung zu beantragen, aber Coronabedingt kommt ein weiteres Problem hinzu: die meisten Verwaltungen sind nur telefonisch erreichbar.

Ob man das möchte, wenn man eine andere Möglichkeit hat, liegt an jedem selbst. Leute, die in einer WfbM arbeiten, werden definitiv keine andere Wahl haben, weil die Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt eine deutlich andere ist. Zur Zeit ist es mein Ziel, wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren.

Die Menschen wollen Arbeiten, kann ich zustimmen, auch wenn es in einer WfbM oft anders aussehen mag. Klar gibt es auch die Jobs, die keiner machen will, aber auch gemacht werden müssen. Wenn ich zb von dem Druck bei Amazon, DHL, Netto, etc höre.
Sollte sich jeder Geld vom Staat beziehen können, besteht doch theoretisch wirklich die Gefahr, dass sich keiner dazu verleiten lässt, auch Jobs fürs kleine Geld anzunehmen.

Dazu kommt das Problem mit den Leuten, die andere Leute abzocken. Die Wohnungen vieler Hartz IV Bezieher sind noch teurer geworden.

Du wirst den sozial schwachen Menschen kein besseres Leben geben können, alleine dadurch, dass man ihnen mehr Geld gibt. Egal ob BGE, Grundsicherung, Mindestlohn, etc, weil es halt komplizierter ist.

Im Sommer wurde die Bahn bestreikt. Vor kurzem wurde wieder erwähnt, bahnfahren müsste wieder teurer werden. Dann sehe ich also auch bei einem Mindestlohn von 12 € die Gefahr, dass meine alltäglichen Einkäufe auch wieder teurer werden. Dankeschön an die SPD dafür!

Die SPD hat noch nie so richtig etwas von Wirtschaft verstanden. Hast Du Recht.

Aber Thomas, alles was ich vorschlage und wie ich die soziale Sicherung im 21. Jahrhundert, in Deutschland und baldmöglichst auch in Europa, um eine Größenordnung besser gestalten möchte,
ist darauf ausgelegt
Menschen wie Dir massivst zu helfen das Leben besser gestalten zu können.

Du bist ein Paradebeispiel für Menschen, die mir am Herzen liegen, die für mich wichtig sind, die jeden Respekt verdienen, denen ich helfen möchte Rahmenbedingungen in einer Gesellschaft vorzufinden, damit sie besser leben und sich in der Gesellschaft einbringen können.

Das ist auch der wesentliche Baustein, der Paradigmenwechsel, der überfällig ist imo, der sich im Denkansatz ändern muss.
Nach dem “lift all boats”-Prinzip, den Menschen zu ermöglichen, oder zu mindestens vereinfachen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich in die Gesellschaft einzubringen.

Eben ohne die Initiative der Menschen zu sanktionieren und zu unterdrücken, wie das jetzt der Fall ist.

Und diejenigen Mitbürger*innen, die aufgrund besonderer Umstände, eben nicht so viel beitragen können, sich aber redlich bemühen, haben den Respekt verdient und gehören gefördert.

Auf der anderen Seite beschreibst Du sehr gut, was das Problem ist.
Es gibt eine Reihe von festen Kosten, Miete, Krankenversicherung u.v.m., die in Deutschland hoch sind, und immer teurer werden.
Gerade Menschen, die nicht so eine hohe Produktivität, meine das nicht wertend, haben, kommen da einfach nicht mehr mit, können sich einfach nicht mehr über Wasser halten.
Du startest den Monat am Monatsersten eigentlich im Minus, und versuchst bis zum Monatsende irgendwie ins Plus zu kommen.

Wir dürfen, in einer sozialen Marktwirtschaft, diese Menschen nicht fallen lassen, nicht unter gehen lassen, nur darum geht es bei dieser Geschichte.

Das ist der Grund, warum ich mir diese Mühe mache, warum ich etwas verändern möchte und gerade für Menschen wie Dich, kämpfe ich.