Bewertung eines liegengebliebenen Artikels der Bundespresse:

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https://piratenpr.piratenpad.de/huawei

Müsste public readonly sein.
Ich hätte gern mal Meinungen dazu. Dem Vernehmen nach wird dieser Artikel nicht erscheinen. Trotzdem hat sich da jemand ™ Arbeit gemacht. Ich war’s nicht.
Also los - Feuer frei.

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Danke fürs öffentlich machen.

Antiamerikanismus. So weit sind wir schon. Ja nun, dass die Wahl mit dem aktuellen PolGef nicht die beste war, sollte sich spätestens mit diesem Veto beweisen lassen.

ich kehre das mal um: “Alles was die Sowjetunion tut ist gut und das machen wir ihr nach. Kritik ist nicht erlaubt, es lebe die Deutsch-Sowjetische Freundschaft”. (Hatte ich schon mal, brauche ich nicht wieder!)

Mit dem Artikel den Piraten Antiamerikanismus zu unterstellen ist schon ein starkes Stück. Wenn ich meinen Partner nicht kritisieren darf, weil er z.B. lügt - bewiesenermaßen - (und das nicht zum ersten mal) - was darf ich dann? Sind wir schon wieder so weit dass es heißt “Ich folge Dir, notfalls bis in den Tod!”?!

Woher diese ideologische Einstellung seitens unseres PolGef kommt sollte man eigentlich wissen. Belibt die Frage, ob diese indirekte Unterstellung von “Antiamerikanismus” nicht ein Fall für ein Schiedsgericht wäre.

Nachtrag, da ich das vergessen hatte.

Es ist schon interessant zu sehen, wie sehr das Verhalten von Trump mit seiner Wirtschaftspolitik und “America first” auf die ganze Welt seine Auswirkungen zeigt. Die Globalisierung zeigt ihre ersten negativen Früchte. Gestern noch las ich, dass die Telekom ihre Haltung zu Huawei ebenso überdenkt und die Beziehungen einstellen will. Das mag in erster Instanz nicht viel bedeuten, betrachtet man aber wo die Telekom ebenfalls aktiv ist - in den USA nämlich - bekommt das ganze ein ganz anderes Geschmäckle.

Wir reden hier nicht nur von Sanktionen in irgend einer Weise, wir reden hier über Geiselnahme. Das kanns nicht sein.

Ach ja, weils passt: “Auf Gott vertrauen wir, alle andere überwachen wir”. Na woher kommt das wohl?

Kann ich verstehen.

Alleine die Verwunderung, das ein amerikanischer Hersteller sich nach den Gesetzen verhält, in dem er zu Hause ist, zeigt hier nicht gerade eine saubere Recherche auf.
Und ja, man hätte eher wie eine DiePartei aufgreifen können, wenn jemand im Verdacht steht, den Amis das gleiche zu tun, das es aus dem Betrachtungswinkel der Amis natürlich nicht das gleiche ist…

Treu dem Motto: Wir dürfen Backdoors zum Ausspionieren einbauen, aber es könnte ja eventuell vielleicht Huawei auch tun (wir wissen es zwar nicht, aber der macht Cisco das Leben echt zur Hölle)

Warum nicht? Sind wir nicht in der Verantwortung, die Leute aufzuklären, was sie dann mit ihren Huaweis machen sollen (anderes OS), ob es sich lohnt neue Huaweis zu kaufen, etc?

Das ist auch der erste und weitaus wichtigere Teil des Artikels, der aber durchgestrichen ist? Was is da los?

Habe kein Problem mit einem gewissen Antiamerikanismus, schließlich müssen wir unsere unsägliche Abhängikeit von ihnen los werden, aber was mir fehlt ist der Antisinismus, denn die Chinesen sind im Beitrag ein Unschuldslamm und wir sind auch von den Chinesen unsäglich abhängig.

Der 5G Auftrag gehört an Nokia (Finnland) oder zumindest Sony-Ericsson (Japan-Schweden) gegeben, aber das ist meine persönliche Meinung.

… dieser Auftrag geht vor allem an die Netzanbieter Telekom, Vodafone und co und diese Firmen entscheiden dann, wer der Ausrüster wird.

Noch ist die Mobilfunkinfrastruktur nicht verstaatlicht.

Ach, gabs nicht letztens ne Diskussion um Verstaatlichung? Ich glaube das öffentliche Interesse würde es gebieten, dass der Staat da einschreitet und das Richtige tut, denn die Zustände sind ja erbärmlich. Aber natürlich kompetente Piraten und nicht die CDU (oder überhaupt sonstwer eigtl).

Gibt doch diese Stories, wie ein Dorf in der Nähe von Karlsruhe, die selbst Glasfaser verlegt haben. Ne Woche später kam dann die Telekom, hat die Gehwege wieder aufgerissen und eigene Glasfaserleitungen eingebaut, weil sie ja sonst Kunden verlieren, statt die woanders zu verlegen, wo es nichts gibt, etc. Sowas geht halt gar nicht und ist ein Beispiel für’s gelegentliche Scheitern der Marktwirtschaft, wo der Staat eingreifen müsste.

Und ist ja nicht so, als müsste man das Rad neu erfinden, sondern sich einfach ein schlaues Land suchen und dessen Konzept copypasten…

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Kannst Du diesen Satz bitte etwas näher erläutern? Ich werde da gerade nicht ganz schlau draus.

“Verstaatlichung” hatte ich aus

abgeleitet - denn sonst kann man sich viel wünschen aber die Entscheidung trägt dann eben das Unternehmen.

Und JA, ich halte es wie in unserem Programm steht: NETZE IN NUTZERHAND.
Heisst:
Nicht nur Straßen, sondern auch Gleise, Wasser, Stromnetze (nicht Hersteller), Mobilfunk gehören in Staatshände, um sicherzustellen, das PROFIT nicht die maxime zur Bereitstellung dieser Infrastruktur ist.

Damit wäre dann auch das Glasfaserproblem gelöst…
Und ja, was die Telekom da spielt, ist echt … absurd.

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Da stand noch was davor:

“Treu dem Motto”

Meine Interpretation von der aktuellen amrikanischen Handlungsweise gegenüber dem Hersteller Huawei.

Die Absicht hinter dem Artikel war folgende:
“Der amerikanische Präsident hat die IT-Monopole als Druckmittel/Waffe entdeckt. Er hat jetzt die Möglichkeit, in jedem Land der Welt, also auch hier, das Computer- und Mobilfunkzeitalter zu beenden. Wenn wir nicht zügig auf freie Open Source Software oder wenigstens was eigenes umsteigen, dann sind wir erpressbar.”

Das ist neu, war bis vor kurzem undenkbar.

Überwachung, Menschrechtsverletzungen, unsichere Hardware ja gibt es alles ist aber nicht neu.

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Jo freilich, ich bezog mich auf die Verstaatlichungsdiskussion aus den Medien letztens, Leute haben ja herausgefunden, dass es einen Verstaatlichungsparagraphen im Grundgesetz gibt. z.B. Palmer erwägt es in Tübingen, brach liegende Flächen zu verstaatlichen, aber hat erst mal die Besitzer vorsichtig gewarnt, dass sie doch was bauen sollen.

Nun völlig dann offtopic aber drauf geantwortet:

Im Baugesetzbuch gibt es für den Staat eine Möglichkeit, die Bebauung anzuordnen…
… unter bestimmten Bedingungen. :slight_smile:

Das ist doch Quatsch. Trump ist doch offensichtlich Geschäftsmann und will Profit für Amerika. Außer bei Israelsachen und so konservativen Dingen für seine Wähler (Abtreibungsgeschichten den Gliedstaaten überlassen) ist er nicht ideologisch. Würde hier auf keinen Fall den Teufel an die Wand malen und Leute verunsichern, weil ich es für absolut unrealistisch halte.

Aber wir müssen Leute auf jeden Fall aufklären, was sie mit ihren Huaweis machen sollen, sowie sachlich die IT Abhängikeit Europas von USA und China erläutern und Aufzeigen, dass es höchste Zeit ist hier etwas europäisches zu machen.

Ich habs mir von jemandem anderen erklären lassen, ich saß da grad auf dem Schlauch.

Also sind Backdoors von den guten gut und Backdoors von den schlechten schlecht? Auch wenn es keinerlei Beweise für letzteres gibt? Denn das Huawei Backdoors verbaut hätte ist ja schlicht nur eine Behauptung, denn Beweise fehlen bis heute. Während wir aber auch wissen, dass Britische und Amerikanische Geheimdienste Backdoors in Cisco-Routern schon seit Jahren benutzen. Egal ob es zufällige Softwarefehler sind oder extra eingebaute.

Wie man hier Grenzen ziehen kann erschließt sich mir nicht. Wie man hier auf keine neuen Ideen kommt aber auch nicht. Wir sehen mal wieder, Airbus war benötigte Konkurrenz zu Amerika, Computer Hardware und Software eher nicht. Ich meine, das wäre eine logische Schlussfolgerung, eigentlich.

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Das größte Problem meiner Meinung nach ist, dass selbst, wenn jetzt keine verbaut sind, falls die Chinesen eine Monopolstellung erhalten, sie das durchaus machen würden. Dass sie sich einen Dreck um Menschenrechte scheren, sieht man ja in Uyghurstan, wo sie Musulmane in tatsächliche Umerziehungslager schicken. Man kann auch per Satelitaufnahmen sehen, wie die Lager ausgebaut werden. Und da im Indochinesischen Meer, wo sie Korallenriffe zu Militärbasen aufschütten (wo ist hier der Aufschrei der Umweltleute?), sieht man auch, dass sie außenpolitisch absolut ruchlos sind und nur ihre Interessen durchsetzen.

Ich will ja keinem Angst machen oder Leute aufhetzen, aber die Chinesen waren tausende Jahre eine Hochkultur, haben Amerika nur nicht kolonisiert, weil sie sich für die Mitte der Welt hielten. Der Westen hat sie vor 200 Jahren eines besseren belehrt. Und das haben sie bis heute nicht vergessen, auch nicht verziehen, schließlich sind 200 Jahre in der chinesischen Geschichte nicht so viel…

Trump hat Deutschland mit Sanktionen gedroht, wenn sie Huawei 5G Technologie kaufen und benutzen.
Er hat sich jetzt dazu entschlossen, Huawei direkt mit Handelssanktionen zu belegen.
Dazu hat er amerikanischen Unternehmen und Unternehmen die irgend was in den USA herstellen, gezwungen keine Geschäfte mehr mit Huawei zu machen.
Also Stellen jetzt Google, Microsoft, Apple, Facebook/WhatsApp/Instagramm, Twitter, Infinon ARM, IEEE … ihre Geschäfte ein.

Würden diese Sanktionen gegen Deutschland verhängt, könnten Windows, iOS, Android, Google-Dienste … sofort ihren Dienst einstellen.

Ist das wahrscheinlich? Ich denke nicht, aber unmöglich ist es eben auch nicht. Die Abhängigkeit macht erpressbar.

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Man befürchtet also eine quasi Monopolstellung. Man möge mir meinen Seitenhieb verzeihen, ich dachte ja der Markt regelt alles. ja gut. Eine Quasi Monopolstellung bei Chips die nur ein Produzent baut und die in nahezu allen Computern verbaut wird ist eben auch nur dann gut, wenn sie auf “der richtigen Seite” stehen. Also ist “Monopol” nicht gleich “Monopol”, denn es gibt ja gute und schlechte “Monopole”. Um nun das richtige “Monopol” zu erhalten, legt man weitere Maßstäbe an wie Menschenrechte. Gut, die einen sind keine großen Menschenrechtler wenn es darum geht im eigenen Land diese Rechte durchzusetzen. Das ist natürlich weit schlimmer als Menschenrechte außerhalb des eigenen Landes mit Füßen zu treten. Da sieht man es ja nicht gleich so sehr, zudem lässt sich das auf “andere” schieben, wenn es notwendig wird.

Ich weiß nicht, das hört sich alles wenig sachlich an. Am Ende offenbart es diese tiefe Sprachlosigkeit, vor der wir immer wieder aufs neue stehen. Denn genau das führt letztlich dazu, dass davon gesprochen wird nicht auf zwei Hochzeiten tanzen gehen zu können. Man müsse sich schon entscheiden - “für wen man ist” - obwohl ich eigentlich nur das bessere Produkt benutzen möchte.

Wenn es nach diesen Kriterien ginge … ja diese Binäre Sichtweise wird offensichtlich immer größer. Schade, keiner sieht wie sehr genau das ins verderben führt. Beispiele lassen sich diesbezüglich aus allen Ecken finden.

Das ist korrekt, damit hat die Geschichte im März oder so angefangen. Die Amerikaner sind halt wirtschaftlich viel liberaler, der Staat hat nicht so viel Einfluss und Kontrolle. Dann haben aber die Amerikaner anfang April das deutsche System tatsächlich unter die Lupe genommen, mit folgendem Ergebnis:

> Amerika verlangt von Deutschland keinen Huawei-Bann mehr, stattdessen zeigen sich ranghohe amerikanischen Beamte offenbar „hochzufrieden“ mit dem Sicherheitskonzept der Bundesnetzagentur. Berlin mache es „perfekt“.

So, einen Monat später hat Trump in den USA Huawei sanktioniert, als Teil seines Handelskriegs mit China. Um konsequent zu sein, muss er die anderen Weststaaten zwingen, mitzuziehen. Das kann man natürlich kritisieren.

Ich halte es aber für extrem kurzsichtig, deswegen BILD-mäßige Konsequenzen zu ziehen: Sanktionen treffen auch deutsche Kunden: Warum kann Trump mir mein Huawei-Handy verbieten? Stattdessen sollten wir - genau wie bei der NATO-Geschichte vor ein paar Jahren, als Twitterpolitiker und -journalisten sich in die Hose machten, dass die Amerikaner sich aus der NATO verabschieden (als ob!), es als Signal nutzen, unsere scheiß Abhängigkeit zu verringern, dass solche Aktionen uns einfach so wenig wie möglich treffen. Wenn wir eine starke europäische Armee gehabt hätten, wäre diese NATO-Geschichte nie passiert. Wenn wir eine starke europäische IT hätten, würde uns dieses Theater auch viel weniger treffen.

Es ist meiner Meinung nach eine Chance, endlich etwas in Richtung unabhängige, europäische IT zu machen, denn wir haben ja das know-how, wir haben sogar mittlerweile solche Automatisierungstechnologie, dass Adidas quasi eine Roboterschuhfabrik in Deutschland gebaut hat. Dann sollten wir es doch auch hinbekommen, möglichst vollautomatiserte IT Fabriken zu bauen. Wenn das Telefon dann €30 mehr kostet (bloßes Raten), aber dafür in Zukunft garantiert läuft und das Betriebssystem (europäisches FOSS android!) lange supported wird, dann wär es doch episch. Muss man aber halt auch wollen.

Ich verstehe nicht, warum du diesen Satz schreibst… Es geht doch darum, ein Chinesisches Monopol zu verhindern und europäische Alternativen zu kreieren, damit wir weder von den Amerikanern, noch von den Chinesen gegängelt werden können.

Etwas länger wiedergegeben und vor allem den wirtschaftlichen Punkt: CISCO Konkurrent als Netzwerkausstatter, weggelassen aber im Priznip: Ja, das schrieb ich :wink:

Ja eben. Würde man heute Airbus gründen wollen, wäre das Antiamerikanismus, nach neuester Lesart. Also ist all das was man heute in Konkurrenz aufbauen will, Antiamerikanisch und gehört somit verboten.

Ich meine, ich will das jetzt gar nicht zu Ende denken. Wo wir dann hin kommen, au weia …