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Aw: Fwd: WG: Aufruf zur Demonstration "Das ist der Gipfel! - Für das Ende der Gewalt" am Sa, 07. Juli, 14 Uhr, Opernplatz Hannover


#1

Moin,

zur Info, Flaggen wären verfügbar.

Ich selber kann allerdings nur eine Stunde dabei sein.

Sichtbar sein sollten wir unbedingt.

VG
Thomas

-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff:
Aufruf zur Demonstration “Das ist der Gipfel! - Für das Ende der Gewalt”
am 07. Juli in Hannover

Datum:
Sun, 01 Jul 2018 10:16:23 -0700

Von:
der-gipfel@riseup.net

An:
der-gipfel@riseup.net

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,
Wir sind wütend. Die aktuellen Entwicklungen deutscher und europäischer
Abschottungspolitik sind unerträglich. Wir wollen gemeinsam mit euch aus
der Schockstarre in die Offensive und zusammen auf die Straße gehen.
Wir rufen daher zu einer (spontanen) Demonstration am kommenden Samstag,
07. Juli, 14 Uhr in Hannover auf: “Das ist der Gipfel! - Elend.
Abschottung. Massensterben. - Für das Ende
der Gewalt”
Die Zeit ist knapp, wir wollen nicht in Apathie verfallen, sondern die
Dynamik nutzen und, gemeinsam mit weiteren Demonstrationen, wie der
Seebrücken-Demonstration in Berlin, Widerstand gegen die Politik der EU
und der CDU-CSU-SPD - Koalition in Deutschland formulieren. Die
Forderungen sind nicht weniger als eine andere Welt, eine Welt ohne
Folter, Armut, Hunger und Angst, die Forderung ist das Ende der Gewalt.
Die Spontanität und die kurze Zeit bis zum Samstag stellen diese Aktion
vor gewisse Herausforderungen und so sind wir auf eure Unterstützung
angewiesen: Besonders wichtig durch die kurze Zeit ist die Mobilisierung
und Bewerbung. Leitet diese Mail weiter, teilt die Demonstration
digital, erzählt weiteren Menschen davon. Den Aufruf findet ihr ganz
unten oder auf dem Blog. Dort finden sich alle Informationen auch
nochmals gesammelt.
Wer bei einer der Kundgebungen einen Redebeitrag halten möchte, kann uns
per E-Mail kontaktieren. Die Demonstration wird auf dem Opernplatz
beginnen. Kundgebungen sind
beim Kröpcke, am Steintor und an der Marktkirche vorgesehen; bei der
Marktkirche wird die Demonstration dann auch beendet. (Angaben unter
Vorbehalt der Genehmigung) Es gibt einen Blog unter
www.dergipfel.blogsport.eu Es gibt eine Facebookseite unter
fb.me/dasistdergipfel ; dort findet
sich auch eine Veranstaltung dazu.
Die Mailadresse lautet: der-gipfel(at)riseup.net
Aufruf:
“Mit den neuesten Beschlüssen und Abkommen zur Asyl- und
Migrationspolitik der EU wird deutlich: Europa lässt nun endgültig alle
Zurückhaltung fahren. Die Staats- und Regierungschefs der EU zementieren
den gesamteuropäischen Rechtsruck durch multilaterale Abkommen. Die hier
beschlossenen Maßnahmen einer gefeierten ‘europäischen Lösung’, deuten
nicht etwa auf ein Ende des Massensterbens an den militarisierten
Außengrenzen. Im Gegenteil: sie kriminalisieren Flucht und verschärfen
so die andauernden Zustände. Der Maßnahmenkatalog bedeutet: Elend,
Abschottung, Massensterben. Das macht uns wütend!
Seit die Mission Mare Nostrum der italienischen Küstenwache eingestellt
wurde, betreiben offizielle Organe der EU keine gezielte Seenotrettung
mehr im Mittelmeer. Diese Tätigkeit wurde an libysche Foltermilizen
delegiert, deren offizieller Auftrag es ist, noch bestehende
Fluchtrouten zu schließen und unerwünschte Migration von Afrika nach
Europa möglichst vollständig zu unterbinden. Finanziert, ausgebildet
und logistisch unterstützt, werden die Milizen
von der EU. Bevor sie dann auf dem Mittelmeer schwer bewaffnete
Treibjagden auf Menschen in Schlauchbooten veranstalten und - wenn
möglich - an Land alle Flüchtenden in Lager sperren, derer sie habhaft
werden können. In diesen Lagern herrscht die blanke Barbarei. Statt
Zuflucht und Versorgung wenigstens mit dem Nötigsten, erwarten die
Menschen dort: Hunger, Durst, Vergewaltigung, Folter, Verkauf in die
Sklaverei, Mord. Im Mittelmeer ertrunken sind erst in der letzten Woche
wieder mehr als 300 Menschen. Zehntausende in den letzten Jahren! Die EU
hat am Wochenende beschlossen, diese bewährte Zusammenarbeit weiter
voranzutreiben.
Zugleich werden jene, die dem Sterben nicht tatenlos zuschauen,
kriminalisiert und durch wahnartige Verzerrungen für das Sterben direkt
verantwortlich gemacht. Zusätzlich wird ihnen die Rettung inzwischen
beinahe völlig verunmöglicht. Das ist eine Schande!
Fluchtursachen sollen bekämpft werden, indem Menschen gewaltsam von der
Flucht abgehalten, Fluchtkorridore geschlossen und Grenzen effizient
überwacht werden sollen. Dafür investiert die EU mittelfristig weitere
Milliarden in despotische Regime. Dafür sollen (nord)afrikanische
Staaten Flüchtende während ihres Transits stoppen, festsetzen und
gesammelt in deren Heimatländer abschieben. Algerien beispielsweise,
hat im vergangenen Jahr mindestens 13.000
Menschen ohne Orientierung, Geld, Kommunikationsmittel, Wasser und
Verpflegung in der Wüste ausgesetzt. Auf sich allein gestellt, sollten
sie den Weg zurück nach Niger finden. „Die Internationale Organisation
für Migration schätzt, dass für jeden Migranten, dessen Tod im
Mittelmeer registriert wird, bis zu zwei ihr Leben in der Wüste
verlieren. Potentiell 30.000 Menschen oder mehr seit 2014.“ Die EU
arbeitet nicht erst seit dem Gipfel der Abschottung mit Hochdruck daran,
dass es mehr Tote werden.
Weiter plant die EU die Einrichtung von „Konzentrierten Zentren“, in
denen künftig all jene interniert, isoliert, selektiert und möglichst
alsbald wieder ins Elend deportiert werden sollen, die es noch irgendwie
schaffen könnten, in Europa einen Antrag auf Asyl zu stellen. Zustände
in bereits bestehenden Einrichtungen und die Umstände, unter
denen Flüchtende in Südeuropa leiden, lassen die humanitäre Krise
vorausahnen, die entstehen wird, wenn künftig Zehntausende auf engstem
Raum eingesperrt und, nur mit dem Notwendigsten versorgt, ihrem
Schicksal harren sollen. Von Seehofers innerdeutschen Zentren zur
Abschottung der Angekommenen von der Außenwelt, ist dabei noch gar nicht
gesprochen.
Die Unverfrorenheit, mit der inzwischen wieder von der Einrichtung
derartiger Lager gesprochen wird, ist ein deutlicher Hinweis darauf, wie
weit die allgemeine Verrohung bereits vorangeschritten ist. Diskutiert
wird inzwischen nicht mehr, ob und wie man eine humanitäre
Migrationspolitik organisieren könnte. Sondern lediglich, wie jedwede
Migration gewaltsam zu unterbinden ist. Das Problem sind dabei längst
nicht mehr nur die faschistischen Bewegungen, die sich allerorten im
Aufwind befinden. Zuerst wurde deren Vokabular und dann schrittweise
deren Politik durch Konservative, Sozialdemokraten und Liberale
übernommen. Wir nehmen das nicht länger hin! Wir rufen daher dazu auf,
am 07. Juli gegen die unerträglichen
Entwicklungen deutscher und europäischer Abschottungspolitik auf die
Straße zu gehen. Wir laden all Diejenigen ein mit uns zu demonstrieren,
die das grassierende Elend, die voranschreitende Abschottung und das
daraus resultierende Massensterben nicht länger stillschweigend
hinnehmen wollen. Am kommenden Samstag alle gemeinsam auf den Straßen
Hannovers für das Ende der Gewalt!
Nationalismus, Rassismus – Abschottung und Ausgrenzung sind keine
Alternativen!
Für eine Welt ohne Folter, Armut, Hunger und Angst! Demonstration
Samstag, 07. Juli 2018
14 Uhr, Opernplatz
Hannover”
Viele Grüße und bis Samstag!
P.S. Ein Mailverteiler für Kommunikation bis Samstag und evtl. darüber
hinaus folgt in den kommenden Tagen.

_______________________________________________ flucht mailing list
flucht@asyl.org http://www.asyl.org/mailman/listinfo/flucht


#2

Rassismus ist bei der SPD-und-CDU-Politik nun wirklich das kleinste Problem.


#3

Rassismus ist bei der SPD-und-CDU-Politik nun wirklich nicht das kleinste Problem.


#4

Also zumindest waren wir sichtbar - und wurden gesehen. Danke an alle Beteiligten.

Und unser Stadtrat Adam Wolf hat auch noch reden dürfen. Über seine persönlichen Erfahrungen. Sehr gut.