Aufklärung

Wir leben in einer Welt der Technik. Alle unsere Maschinen, egal ob Motoren oder Supercomputer funktionieren nach wissenschaftlichen Prinzipien. Alle haben Smartphones deren Software den Gesetzen der Mathematik folgt.

Gleichzeitig aber glauben weite Teile der Bevölkerung an irgendwelchen Schwurbel, an Verschwörungstheorien, Homöphatie, an Gott, an Esotherik und allerlei anderen kram der wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann. Ich frage mich warum ist das so, in einer Welt in der sich die Technik immer mehr durchsetzt müssten doch auch die Menschen allmälich mal rationaler werden. Aber falls das geschiet dann doch nur sehr langsam.

Hat da jemand eine gute Erklärung warum das so ist ?

  • Förderung von Homöoathie (durch die Krankenkasse)
  • kinderfeindliches Klima an normalen Schulen hat die Esoterikschmiede Waldorfschule gefördert
  • kaputt gesparte Schulen haben zu erheblichen Bildungsdefiziten geführt
  • Verschulung des Studium hat Bildungsdefizite selbst bei Akademikern zur Folge
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Glauben ist weniger anstrengend als wissen, man muss nichts lernen um zu glauben.

Und wenn man gar nichts weiss, dann merkt man das nicht mal, weil ja alles gleichermaßen unverständlich und somit durch irgend eine geheimnisvolle Kraft gelenkt ist.

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Zusätzlich:

  • steuernde Wirkung bestimmter Medien (u.a. und besonders Springer Verlag), die ihre Legitimation seit langem aus der Angst ableiten, die die Politiker vor diesen Medien haben. Unser baldiger Kanzler Olaf-Cum-Ex-Wirecard-Scholz hat es sich nicht nehmen lassen, vor der BLÖD-Zeitung zu posieren (s. www.volksverpetzer.de)
  • zu wenig Gegengewicht derer, die das Denken noch nicht ganz aufgegeben haben. Funktioniert u.a. deshalb nicht, weil diese Leute zu wenig Zeit für gesellschaftliches Engagement haben bzw. sich diese nicht mehr nehmen wollen. Lieber noch ein bisschen leben als weitgehend sinnlose (und immer sinnloser erscheinende) Kämpfe ausfechten.
  • und ja - so ganz allgemein: Der GLAUBE hat über das WISSEN gesiegt. @TheBug hat ja auch einen entsprechenden Hinweis gegeben.

Also ganz ehrlich, ich habe mittlerweile damit angefangen Idioten direkt ins Gesicht zu sagen, dass sie Idioten sind. Meisten als nicht gerichtsverwertbare Formulierung verpackt, aber deutlich.

Es hat ja jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten. Und bei mir ist der Geduldsfaden überstrapaziert, wenn jemand mit ganz offensichtlichem Blödsinn daher kommt.

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Ein naheliegender erster Impuls. Nur kommt man damit genauso wenig weiter als würde man diese Idioten komplett ignorieren. Na ja - vielleicht ist das minimal besser, als totale Ignoranz, weil die immer damit verbunden ist, die Idioten einfach gewähren zu lassen.

Vielleicht liegt der Schlüssel darin, nicht die Idioten zu bekämpfen als vielmehr deren Idiotie. Und wer sagt uns, wer ein Idiot ist und wer nicht? Nur Menschen ohne Zweifel kriegen diese Unterscheidung mühelos hin.

Im Nachhinein betrachtet, muss ich für mich selbst konstatieren, mich in manchen Situationen wie ein Idiot aufgeführt zu haben.

Diese Aussage gehört, für sich gesehen, eingerahmt. Das Problem ist, dass viele Leute Fakten bestenfalls, weil noch reparierbar, mit Wahrnehmung verwechseln. Viel schlimmer, weil nicht mehr reparierbar und immer mehr um sich greifend, ist die Verwechslung der Fakten mit eigenen Überzeugungen und Meinungen. Wenn man nur fest genug an etwas GLAUBT, dann MUSS das wahr sein. Glaubt ihr DARAN?

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Alles unwidersprochen stehen zu lassen hat uns letztlich in die heutige Situation geführt. Es ist halt nicht politisch korrekt Dummheit als gleichwertige Meinung stehen zu lassen, sondern führt dazu, dass sich der Unsinn etabliert. Das ist so wie mit der Toleranz gegenüber der Intoleranz.

Darum benutze ich gerne z.B. die Formulierung “Ihrer Meinung würde etwas Ahnung gut tun”.