Artikel zu Abiturnoten

Tags: #<Tag:0x00007f442e5ad290> #<Tag:0x00007f442e5ad1c8>

Angleichung zwischen den Bundesländern?

1 Like

Ich schließe nicht aus, dass einige ihr 1er Abitur hart erarbeitet und es sich verdient haben, allerdings bin ich der Überzeugung, dass bei einem Großteil mehr Schein als sein ist.

Soweit ich durch Lehrkräfte informiert bin, haben wir es (zumindest in NRW) mit unglücklichen Kombination von abnehmenden Anforderungen, mit gleichzeitiger Abnahme von einem nachhaltigen kontinuierlichen Lernen auf Seiten der Schüler zu tun, einhergehend mit einer von der Politik gewollten starken Reduktion der Bewertung von ungenügenden und mangelnden Leistungen. Es soll zwar der Schüler gefördert werden, dass es aber auch eine Bring- und Hohlschuld auf Seiten der Schüler gibt, soll nicht zu laut erwähnt werden.

Anders lässt sich zumindest für mich auch nicht erklären, warum sich immer mehr Universitäten gezwungen sehen die Anzahl und die Länge der Brückenkurse zu erhöhen, und zugleich auch die Tiefe anzupassen, da großteils nicht einmal die einfachsten Grundkenntnis vorliegen, u.a. die Vorstellungen von Mengen und Zahlenwerte. Ein ähnliches Trauerspiel haben wir aber auch bei Besetzung von Ausbildungsplätzen und Stellen, dass z.B. die Stellenanzeige zurückgezogen und neu eingestellt werden und dann Anforderungen bzgl. „Rechnen“ getilgt werden. Oder dass Unternehmen auf eigene Kosten Nachhilfe geben, um Defizite versuchen auszugleichen, damit der Lehrling u.a. die schulische Versetzung schafft.

1 Like

Das sehe ich auch so.

Etwas fehlt da noch. Inzwischen ist viel mehr auswendig zu lernen. Eine Folge der PISA-Studien, da Schüler eine Marktwirtschaftliche Ware darstellen und damit untereinander vergleichbar sein müssen. Wer den Satz jetzt zu drastisch fand, der sollte mal überlegen weswegen es insbesondere im Westen so viel Streit um die “Kopfnoten” gab oder weswegen nicht das Ergebnis zensiert wird sondern der Weg, wie der Schüler zum Ergebnis gefunden hat?

Das das Schulsystem kaputt ist, darüber gibt es wohl keinen Zweifel. Das Problem ist das System in dem wir alle stecken. Wirtschaftlichkeit ist eben nicht alles. Kreativität und selbstständiges denken lassen sich nun mal schwerer benoten. Nur dazu braucht es letztlich auch Fachkräfte die diese Mühen nicht scheuen und selbst verschiedene Wege (er-) kennen.

2 Likes