Armut in Deutschland

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Nein denn es wäre nur eine Gesetzes Anpassung notwendig um BGE + Hartz4 zu bekommen.
Wobei man hier halt überlegen muss: können die 600 € die 4xx Euro Hatz4 Satz ersetzen plus halt Mietkosten etc. Solche Überlegungen müssen halt angesprochen werden damit man eine vernünftige Lösung findet für alle. Sind wir mal ehrlich 600 € als BGE würden meiner Meinung nach vielen reichen. Wenn das Sanktionsfrei ist kann es halt den Lebenssicherungsbetrag von Hart4 ersetzen. Für die Leute die arbeiten gehen reicht es auch, vorallem die welche 2 oder 3 Jobs haben können dann einen 400€ Job zum Beispiel streichen was wiederrum zu einem bessern Lebensgfühl führt.

Könnte jetzt noch weiter ins Detail gehen aber dazu fehlt mir im Moment die Zeit und ich wollte eigentlich nur mal Punkte ansprechen die bei einem Konzept mit berücksichtigt werden müssen.

Als leidenschaftlicher Verfechter der Entbürokratisierung und Freund der Idee des BGE muss ich hier anmerken, dass das BGE auf jeden Fall sämtliche “generische” Sozialleistungen ersetzen sollte. Und statt konkreter Werte, die man ja irgendwie manuell regelmäßig anpassen müsste, schlage ich einen Prozentsatz des Medianeinkommens vor, mit dem man noch gut leben könnte, z.B. 60%.

Aber das sind alles Theorien und Spekulationen, so lange kein solides Finanzierungskonzept existiert.

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Da könnte man doch dann auch einfach Hartz IV auf ein sozialverträgliches Niveau anheben und das BGE weglassen, oder?

Dann wären wir bei etwas über 800 € würde in Berlin nicht reichen um sich ne kleine 2 Raum Wohnung und Lebensunterhalt zu sichern

Damit man das aufstellen kann muss man aber erstmal die Rahmenbedingungen diskutieren.

Nein, denn das BGE würde auch Menschen helfen die arbeiten gehen und auch wollen aber wenig verdienen. Oder denen die halt 2 oder 3 400 € Jobs haben um halt nicht auf Hartz 4 angewiesen zu sein, weil sie das nicht wollen.

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Es gibt kein Recht auf eine Wohnung in der Stadt.

Und wofür möchtest du dann Hartz IV behalten?

Ah ja, ich vergaß. Eine Lösung wäre 60% des regionalen Medianeinkommens, d.h. die Höhe des BGE wird kommunal berechnet oder so. Die Bundesregierung betrachtet 60% des Medianeinkommens als untere Grenze der “Mittelschicht”.

Meiner Vorstellung nach haben wirtschaftliche Berechnungen hier ein absolutes Primat. Ob €500 oder €1000 BGE ist dann nachrangig, weil es ja nur eine Variable in einer komplexen Rechnung wäre. Die Rahmenbedingungen sind für mich auch denkbar simpel: genug Geld zum Leben und für die Krankenversicherung.

Sollen Münchener dann also mehr “BGE” bekommen als Einwohner eines Dorfs im Harz?

Ja. Es geht für mich um “genug Geld zum Leben” und deswegen sehe ich keinen Grund, warum die Höhe des BGE nicht flexibel sein könnte, um das gute Leben vor Ort garantieren zu können.

Spannende Frage übrigens auch: Wie sollen Obdach- und Arbeitslose ohne Bankkonto (soll’s geben) eigentlich ein “BGE” erhalten? Die bräuchten es ja am dringendsten.

Kontopflicht für alle?

Ist am “B” noch irgendwas unklar?

Inwiefern würde man unter meinem Modell nicht bedingungslos Kohle bekommen? Das “B” steht nicht für “egalitär”.

Menschen mit unterschiedlich teurer Wohnsituation würden “unter deinem Modell” also entsprechend ihrem Lebensstil ein “BGE” erhalten. Damit wären Investoren, Hotelkettenbesitzer, Grüne und sonstige Menschen mit zu viel Geld, die in großen Villen oder eh im Flugzeug wohnen, diejenigen, die das meiste “BGE” erhalten?

Was ist mit gesellschaftlicher Teilhabe? Das ist ebenfalls eine Grundforderung der PIRATEN (zumindest öffentlich kommuniziert).

Finde ich nicht spannend: In jeder Kommune kann es eine Abholstelle für Bargeldauszahlung geben. Ist wegen Schuldner sowieso eine sinnvolle Angelegenheit.

@Thema:
BGE sollte alle Sozialgelder ersetzen, ansonsten macht es meines Erachtens keinen Sinn. Ausnahmen kann es für aktuelle Ausnahmezahlungen (etwa wegen kostenintensiven Krankheiten und Ähnliches) geben.

Und zu Steuern: kann man das Grundeinkommen nicht unversteuert lassen und stattdessen die Einkommenssteuer als Drehregler nutzen? Ab einen gewissen Wert bringt die Einkommenssteuer sowieso mehr Einnahmen als das BGE für selbige Person dem Staat kostet.

Ich persönlich finde das BGE sollte aufjedenfall Steuerfrei sei.

Reiche für ihren Kontostand zu bestrafen war schon immer eine tolle Idee.

Auf welche Weise kannst du solche Schlüsse aus meiner Prämisse ziehen, dass man das Medianeinkommen des jeweiligen z.B. Kreises dem BGE zu Grunde legen soll? :thinking:

Würde das hohe BGE der paar überdurchschnittlich reichen Kreise, in denen es nach deiner Polemik keine armen Menschen gibt, rechtfertigen, dass arme Berliner und Münchner nicht zurecht kommen? Willst du eine zusätzliche Sozialhilfe zum BGE, die dann doch aushelfen muss, wenn das BGE nach nationalem Wert nicht ausreicht?

Du stellst Gegenfragen, die an meiner Frage vorbeiziehen. Das Medianeinkommen war gar nicht Teil meines Arguments. Es geht um Individual-“BGE”. Du hast vor elf Minuten geschrieben, “genug Geld zum Leben” richte sich nach der individuellen Wohnsituation. Damit bekommen Menschen, die vor dem “BGE” genug Geld hatten, um teuer zu wohnen, automatisch noch mehr “BGE”, oder?

Jap ist es, aber davon mal ab:
Stell dir vor, Einkommenssteuer liegt bei 10%, BGE ist 1000€ und der Reiche verdient 10.000€ im Monat. Damit ist der Fall eingetreten, den ich beschrieb.

Und ja, Reiche stärker zu besteuern ist eine gute Idee. Wärend für jemand, der ~1000€ im Monat verdient kaum über die Runden kommt und weitere 100€ quasi seinen Lebensstandard verdoppeln ist für jemand der 2000€ Netto erhält 100 weitere Euro schon fast nur noch ein “Nice to have” (ja das ist etwas übertrieben formuliert, die Tendenz sollte aber klar sein).

Auf dass harte Arbeit endlich angemessen bestraft werde!

(Nicht jeder Reiche ist Bankvorstand.)

Ich habe nie “individuell” erwähnt, sondern “vor Ort”, wie in: eine willkürlich kleine oder große Gliederung der Bundesrepublik, statt dem durchschnitt/median der gesamten Bundesrepublik. :wink: