Anonymous "Hackt" Querdenker Partei "DieBasis"

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Anonymous hat die Quedernker Partei DieBasis gehackt und dabei die gesamte Mitgliederdatenbank samt einer Unmenge an Dokumenten abgegriffen. Details daraus werden nun nach und nach an die Öffentlichkeit geleaked.

Mehr dazu siehe:

Auch interessant ist dieser Artikel zum Thema. Offenbar war es gar kein richtiger Hack da DieBasis die gesamten Daten unverschlüsselt auf einem öffentlich zugänglichen Webspace abgelegt hat. Auf dem Webspace war dann wohl auch das DirectoryListing aktiv so das alle Ordner, Unterordner etc direkt angezeigt werden. Also der Freifahrtscheint für alle sich diese Daten runterzuladen.

Ironisch ist es ja das sich diese DieBasis Leute teils als Nachfolgepartei der Piratenpartei abgefeiert haben. Von wegen Digitale Mitmachpartei, Schwarmintelligenz und so. Nuja, der Fall zeigt wohl das es mit der Digitalen Kompetenz bei denen nicht ganz so weit her ist.

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Typisch Anonymous.

Das mag ja sein, aber von Piraten wäre an dieser Stelle doch zu erwarten, dass sie sich entschieden gegen die Veröffentlichung personenbezogener Daten (hier: Geburtstage) von Privatpersonen aussprechen.

Tja, das ist so ein kleiner Interessenskonflikt wenn man als Partei einerseits Datenschutz will aber andererseits auch Whistleblower unterstützt die antidemokratische Aktivitäten offenlegen.

Welches Interesse soll denn da am Ende höher wiegen ? Da dürften die Antworten unter Piraten vermutlich höchst unterschiedlich ausfallen.

Die Piratenpartei unterstützt das Offenlegen von staatlichen Geheimnissen durch Whistleblower. Der besondere Schutz persönlicher Daten ist im Parteiprogramm an mehreren Stellen deutlich gefordert. Da gibt es gar keinen Interpretationsspielraum: Wer diese Veröffentlichungen gut findet, hat bei der Piratenpartei nichts (mehr) verloren.

Von einer Begrenzung auf “Staatlich” lese ich da im Grundsatzprogramm aber nichts:

Whistleblowerschutz

Präambel

Die Gesellschaft muss aufgeklärt werden, dass Whistleblowing eine Form der Zivilcourage ist, die unbedingt unterstützt und geschützt werden muss. Journalistische Quellen werden heute schon als wertvoll erachtet und sind in Deutschland bereits gut geschützt.

Der Begriff “Whistleblower” hat keine exakte deutsche Entsprechung. Ein “Whistleblower” ist für uns jemand der Missstände und illegales Handeln, wie beispielsweise Korruption, Insiderhandel oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz, bei medizinischen Behandlungen oder bei anderen Gelegenheiten erfährt, an die Öffentlichkeit bringt.
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Schutz von Whistleblowern

Die Piratenpartei Deutschland erachtet Whistleblower als wichtiges Korrektiv in jeder freien und demokratischen Gesellschaft. Dazu ist einerseits erforderlich, eine allgemeine gesetzliche Regelung zum Schutz von Whistleblower zu finden. Andererseits muss die Gesellschaft darüber aufgeklärt werden, dass Whistleblower einen gesellschaftlichen Wert haben, wie dies für Presseinformanten schon etabliert ist.

Die Piratenpartei Deutschland wendet sich außerdem gegen die Einteilung in gute und schlechte Whistleblower. Die Einschätzung von Whistleblowing kann und darf nicht von der eigenen Interessenlage abhängen.

Die Piratenpartei Deutschland setzt für eine allgemeine gesetzliche Regelung zum Whistleblowerschutz ein, da diese dringend notwendig ist. Die durch das Bundesverfassungsgericht und durch das Bundesarbeitsgericht gesetzte Rechtsprechung in Bezug auf Whistleblowing ist für den juristischen Laien nicht verständlich und stellt somit eine nicht hinzunehmende Rechtsunsicherheit dar. Jeder Whistleblower begibt sich dadurch in straf- und zivilrechtliche Unwägbarkeiten. Dazu ist es notwendig, dass der Gesetzgeber das bisherige Vorgehen, einzelne begrenzte Rechtsbereiche unter Schutz zu stellen, aufgibt und stattdessen einen generellen und umfassenden Schutz für Whistleblower mit notwendigen Ausnahmen festschreibt.

Stimmt, aber eben auch das Recht das Whistleblower gewisse Daten veröffentlichen dürfen wenn diese von besonderem öffentlichen Interesse sind. Also, was nun ?

Das Recht auf Meinungsfreiheit wird wohl kaum durch ein Parteiprogramm außer kraft gesetzt. Gerade wenn es um solche Interessenskonflikte geht die nicht eindeutig sind.

Zum Glück hast du das nicht zu entscheiden.

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Mir ist vor ein paar Monaten aufgefallen, dass es eine Serie von solchen Hacks/Leaks gibt, aber ziemlich präzise erst seitdem sicher war, dass Trump nicht wiedergewählt wurde. Entsprechend finde ich die Aktionen ganz gut ekelerregend, da es gezielte Aktionen gegen politische Minderheiten sind.

Wen stört denn so eine Kleinpartei voller Clowns? Was wird denn durch den Hack erreicht? Sind Querdenker verfassungsfeindlich und der Verfassungsschutz komprommitiert, sodass die Bürger selbst eintreten müssen? Ich glaube ja, dass das klassisches Mobbing ist, was moralinsauer da ausgelebt wird.

Man sollte ja bedenken, dass Anonymous früher Ziele hatte wie Scientology. Ein ziemlich eindeutig und bewiesenermaßen räudiger Verein, der seine Mitglieder ausbeutet und einschüchtert, aber nicht vom Staat behelligt wird, was die Taten Anonymous’ legitimiert hat. Davon hat sich Anonymous anscheinend weit entfernt.

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Ähnliches hatten Mitglieder des CCC vor einigen Jahren veranstaltet, als sie die persönlichen Daten von „Rechten“ auf irgendwelchen „Plattformen“ eingesammelt hatten. Der CCC sah sich damals dazu veranlasst, sich von dieser Missachtung des Rechts auf Datenschutz zu distanzieren. Das nannte man Anstand.

Auch ein verlorenes Gut, wie mir scheint.

Vor welchen Gefahren schützt dich die Verbreitung der Geburtsdaten von Mitgliedern einer Zwergpartei? Das ist kein Whistleblowing, nicht mal nach dieser sehr schwammigen Definition.

Inwiefern hältst du die Geburtsdaten von Mitgliedern einer Zwergpartei für etwas, woran die Öffentlichkeit ein besonderes Interesse hätte?

Wenn ich deine persönlichen Daten in einem Blog herumtröte, betrachtest du das dann als Meinungsfreiheit oder als Eingriff in dein Recht auf informationelle Selbstbestimmung?

Stimmt, das entscheidet die Satzung: Wer den gemeinsamen Zielen (die zumeist im gemeinsam beschlossenen Programm stehen und unter anderem das Recht auf informationelle Selbstbestimmung umfasst) zuwiderhandelt, dem mag eine Ordnungsmaßnahme angetragen werden. Da bin ich fein raus, ich muss das gar nicht entscheiden - die Partei hat das schon entschieden.