Angeblicher Stromengpass - Verband fordert mehr PV

Er appelliert an die Bundesregierung, in der Sitzung des Klimakabinetts am nächsten Donnerstag “entsprechende Beschlüsse” zu fassen.

Es wird Geld verteilt, Interessensvertreter bitte melden.

Warten wir doch erst mal ab,

  • welche Maßnahmen das Klimakabinett beschließt

  • welche Auswirkung der Angriff auf die Saudis für den Ölpreis hat

  • welche Auswirkungen Brexit hat

  • welche Maßnahmen die Zentralbanken vorhaben

  • wie sich die Konjunktur entwickelt

und rechnen dann neu.

Denn

Solarstrom sei unter den Erneuerbaren Energien die einzige Technologie, die “kurzfristig in größerer Menge” zugebaut werden könne.

Die Elektrifizierung gelingt nur, wenn die Strompreise im Schach gehalten werden und die EEG-Umlage nicht aus dem Ruder läuft.
Wenn 2023 durch die Abschaltung der Atomkraftwerke tatsächlich eine Lücke entstehen sollte, was derzeit nicht erkennbar ist, dann kann man 2022 immer noch eine zusätzliche Förderung einführen und zu den dann niedrigeren Preisen installieren.
Gleiches, falls Elektromobilität schlagartig anspringen sollte.
Alles derzeit noch nicht erkennbar, da der derzeitige PV-Zubau trotz erheblicher Kürzunger der Einspeisevergütungen relativ gut läuft.

Die EEG-Umlage läuft aus dem Ruder, weil das politisch so gewollt ist, nicht weil die EE so viel kosten, im Gegenteil, die sind günstiger als konventionell.

Die eMobility wird nur etwa so viel Strom benötigen, wie die Raffinerien momentan bei der Erzeugung von Benzin und Diesel verbrauchen. Das Problem liegt hier im fehlenden Netzausbau auf der Ebene der Verteilnetze. Statt dessen werden Stromtrassen gebaut, die nur das Einkommen der Investoren sichern.

PV wird momentan auch ausserhalb des EEG zugebaut, der Aufwand für die Einspeisevergütung rechnet sich nicht mehr, aber der Eigenverbrauch ist wirtschaftlich sehr interessant.