Amerikanerin schickt "kill yourself" Textnachrichten an ihren Freund, er bringt sich um, sie wird wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

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https://www.youtube.com/watch?v=Pkivo30pIB8

Es ist das erste mal in den USA, dass jemand wegen Textnachrichten wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde. Was haltet ihr davon?

Sie war damals 17 und ich halte davon überhaupt nichts. Es gab und gibt doch bestimmt ähnliche Fälle, in denen sowas über das Echtleben geschehen ist, und dann ist es quasi legal? Trotz der komplizierten Situation wegen Jugendlichkeit und Beziehung wäre doch der richtige Schritt gewesen, dass der junge Mann die Beziehung beendet und sie ignoriert.

Es scheint mir, als gäbe es heutzutage quasi keinerlei Medienkompetenz mehr und der Staat doktort mit solchen Urteilen, aber auch mit den ganzen hatespeech Geschichten an Symptomen einer unsäglichen Kultur von völlig aufgeblasenen Ego-Befindlichkeiten rum. Es ist wohl höchste Zeit, Social Media Kompetenz an den Schulen zu lehren, denn es dreht sich hier um ziemlich simple, psychologische Mechanismen, die durch Aufklärung ihre Wirkmächtigkeit verlieren. Sowohl des Trollens, aber - viel wichtiger - des “baiten lassen”, sonst würde ja Trolling gar nicht erst funktionieren.

Persönlich halte ich gegenüber aller Negativität, die man zwangsweise früher oder später im Internet erfährt, mit diesem Tweet:

Amerika ist in unserem Sinne kein Rechtsstaat.

Dies ist wieder mal ein Beispiel.
Genau wie die schwangere Frau der in den Bauch geschossen wurde, die dann wegen Kindstötung verhaftet wurde.

Ich sehe seit zehn Jahren die Tendenz, dass amerikanische Perspektiven in den deutschen Diskurs drängen. Gott sei Dank fasst das Wenigste davon Fuss, aber ich sehe viel mehr als noch vor ein paar Jahren die Gefahr, dass Gesetze geändert werden, um solche Internet-Urteile kopieren zu können.

Es scheint kaum Widerstand dagegen zu geben, weil man ja kein “Unmensch” sein will. Und wenn zukünftig eine kritische Masse “amerikanisiert” sein wird, dann wird es ziemlich schlecht aussehen mMn…

Als konkretes Beispiel dient mir auch der derzeitige Zustand dieser Partei. Es geht auf keine Kuhhaut, wie oft ich gehört habe, dass diese oder jene Aktion wegen einer völlig übertriebenen Angst vor “twitter shitstorms” nicht zu tätigen sei. Es ist eine Mischung von Vorauseilendem Gehorsam und Paranoia, die eine fast völlige Lähmung zur Folge hat.