Alternativen zu Internetkonzernen - wie steht die PP dazu?

Einfach mal zum Nachhören.

Nachdem ich bestimmte Dienste der “Großen” aus Überzeugung noch nie benutzt habe, bin ich jetzt dabei, die “Restmengen” (googlemail-Adresse) in den Orkus zu spülen.
Der Thread knüpft an den mit dem Impfregister an.

Was soll man denn nachhören? Hinter deinem Link befindet sich nicht ein Beitrag sondern viele.

Gruß
Andi

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Ah - sorry. Vielleicht ist das nicht direkt verlinkbar.
Ich meinte Forschung aktuell vom 01.01.2022 - 16.30 Uhr.
Danke für den Hinweis.

Was nutzen Alternativen (Sozial Media, Messenger), wenn sie nicht genutzt werden.
Wir sollten da eher dafür plädieren, dass die Internetkonzerne gezwungen werden, den Datenschutz zu beachten.

Die Menschen von sicheren Programmen zu überzeugen ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Das schaffen wir ja noch nicht einmal intern. (Hauptkommunikationsplattform der Piraten: Twitter)

Gruß
Andi

Twitter und Telegram… Wenn man da nicht ist kriegt man von der Piratenpartei quasi nix mehr mit. Nach dem Ende der Mailinglisten hat sich ja irgendwie alles dahin verschoben.

Ursache → Wirkung?

Dann stellt doch mal einen Antrag auf einem BPT, der

a) zum Boykott der üblichen Verdächtigen aufruft (aus guten Gründen)
b) die Alternativen verpflichtend macht, solange sie wirklich i.S. des Datenschutzes alternativ sind.

Wäre zumindest mal interessant, wie darüber abgestimmt wird. Vielleicht gab’s so was ja schon mal.

MMn. passt das Etikett “Datenschutzpartei” nicht zu den PIRATEN, solange immer wieder die billige Rechtfertigung von @Pirat_Andi (s.o.) herhalten muss.

Das Problem ist nur, dass das, wofür die Piraten plädieren Facebook und Telegram eher peripher tangiert. Es ist zwar nicht besonders effizient, Leute einzeln zu überzeugen, aber da könnte die Partei wenigstens ein bisschen effektiv sein, auch wenn es dauert. Habe meiner Mutter Matrix installiert und sie hat es benutzt, um mit mir zu kommunzieren, als ich weiter weg gewohnt habe :slight_smile: Da musste ich nicht überzeugen, sondern einfach nur machen. Beiträge zu entsprechenden FOSS-Projekten zu leisten wäre eine etwas fortgeschrittenere Möglichkeit und gute Werbung für eine Partei, die sich für eine Digitalpartei hält. Eigentlich hätte ich in meiner Naivität vor über 10 Jahren sogar erwartet, dass die Piraten die Entwicklung zum Besseren hin (dezentral, sicher, einfach zu nutzen, …) selbst aktiv durch Innovation vorantreibt, aber da habe ich mich gehörig verschätzt, wie viele andere sicher auch…

Einfach machen, das war früher für mich der zentrale Ansatz der Piraten. So ging das Ganze ja los, siehe Pirate Bay. Das ist halt leider zu großen Teilen verloren gegangen, aber immer noch möglich.

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Die Mitglieder machen ja einfach…
Nur in die falsche Richtung… :wink:

Wir haben im LV vor der Landtagswahl bei einem Treffen der aktiven Piraten beschlossen Mattermost als Kommunikationstool zu nutzen.
Dann kam die AV, was glaubst du, auf welches Tool sich schnell zu erst die Kandidaten, dann nach und nach auch die meisten Piraten verzogen haben?
(Bei der BTW war es ähnlich)

Der größte Teil aller “Tastennutzungen in der PP” erfolgen zur Zeit in Telegram. Dort werden durchaus interessante Beiträge / Diskussionen getätigt. Nur sind diese, wie meist bei Gruppen in denen unsortiert viel geschrieben wird, morgen schon wieder Schnee von gestern. Nachlesen ist bei dreistelligen Beiträgen am Tag nur erschwert möglich.
Also der Output für die Partei geht bei diesen Gruppen (Socializing) eher gegen Null.

Woanders, siehe hier im Forum, oder Mattermost, passiert sehr wenig.
Somit sehen wir bei den Piraten genau das, was auch in der Gesellschaft “Lifestyle” ist.

Datenschutz oder das “Bezahlen mit den eigenen Daten” ist als Argument dafür, welchen Messenger wir nutzen sollten, so gut wie gar nicht vorhanden.
Wenn man z.B. in der eigenen Familie davon erzählt, wird wohlwollend genickt, während dessen aber schon das nächste Bild mit Kommentaren über WhatsApp oder Telegram gepostet…

Keine Ahnung ob es da für uns als Partei Sinn macht (Im Sinn von Prozenten bei Wahlen) hier mehr Arbeit als z.B. das Diagramm mit den Alternativen rein zu stecken.

Hier noch mal der deutsche “Lifestyle-Trend”.

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Wird ja immer noch gemacht. Rarbg und Piratebay gibts ja noch. Dazu dann TOR oder Anonymes Ende zu Ende Verschlüsseltes Sharing über Tribler, Matrix, Briar, zig Tools die aktiv entwickelt werden. Aber die Leute die das machen, die findet man halt nicht (mehr) bei den Piratenparteien.

In der Piraten, FOSS, Hacker Szene usw. finden sich halt viele Leute die das einfach machen wollen ohne viel Zeit mit Endlos Diskussionen und Parteiarbeit zu verlieren. Ist jedenfalls mein Eindruck. Wobei das eben aber auch nur eine relativ kleine Szene ist die mittlerweile anscheinend kaum mehr Kontakt mit den Piratenparteien hat.

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Und genau das sorgt wieder für eine enorme Verflachung der Diskussion, wenn es eh untergeht muss man sich ja kaum mühe machen viel Arbeit zu investieren in das was man schreibt. Die Folge ist das das Telegram Gelaber dann zu 99% furchtbar oberflächliche Zeitverschwendung ist ohne jeden Gewinn an Wissen oder Struktur.

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Kurzfristig kommt schon für die einzelnen Personen etwas heraus. Für die Partei aber nahe Null!

Die verzweigte, unübersichtliche Kommunikation ist seit Jahren das größte Problem der Piratenpartei!

Diese kommerziellen Plattformen sind ja alle als Werbemedien konzipiert, auf denen möglichst paßgenaue Werbeplätze meistbietend versteigert werden, und auf denen die Nutzer möglichst lange interagierend gehalten werden sollen. Ohne die Möglichkeit dazu hätten die Konzerne kaum mehr Interesse an deren Weiterbetrieb. Allerdings wäre das auch der Wegfall ihres Marktwertes und ihrer Existenzgrundlage, und somit werden sie sich auch weiterhin erfolgreich dagegen wehren, indem sie weiterhin supranational agieren, um möglichst wenig eingeschränkt zu werden.

Gut, dann könnte man es dennoch EU Weit verbieten, ohne die personalisierten Algos hätten wir wohl auch sicher nicht solche Probleme mit irgendwelchen Filterblasten Ideologien und Querdenker VTs die durch die Personalisierung des Contents massiv gefördert werden.

Ich frage mich manchmal ob es wirklich ein Verlust für die Demokratie und das “freie” Internet wäre wenn es Facebook in der Form nicht mehr geben würde, vermutlich eher nicht…

Nein, für die Nutzer wäre das kein Verlust; da gäbe es genügend bessere Alternativen, die nur nicht so bequem handhabbar sind. Aber die Konzerne werden sich wehren, daß ihre Einnahmen mit den Nutzern beschränkt werden. Ohne die Personalisierung funktioniert ihr Geschäftsmodell nämlich nicht mehr.

Alternativen zu Facebook? Welche denn?
Ist eigentlich allen, die hier so auf Facebook rumschlagen klar, wie viele normale Gruppen es in Facebook gibt? Die alle mit normalen Foren abzubilden, wäre überhaupt nicht möglich.

Für viele ist Facebook ein Ort bei dem sie sich mit Gleichgesinnten einfach vernetzen können, sei es am eigenen Ort, sei es mit Menschen mit dem gleichen Hobby oder Interessen.
Facebook ist eben nicht nur ein Hort von Spinnern, sondern eben auch ein Ort der virtuellen Begegnung.

Lasst uns lieber Facebook an die Kandarre nehmen. Zum Geld verdienen, muß man seine Kunden nicht tracken. Nur weil es einfacher zu automatisieren ist, heißt es nicht, dass man nicht auch anders Werbung verkaufen kann.

Gruß
Andi

Das sage ich ja:

Der einzige Grund, Facebook zu nutzen, ist Bequemlichkeit; einfach das erstschlechteste Tool nehmen, weil es XY auch schon nutzt. Kostenlos ist es dabei auch nicht, denn FB hat dafür unwiderruflich, unkontrollierbar und unbegrenzt lange sehr wertvolle Daten über seine Nutzer,

Und ansonsten nur Nachteile:

  • FB trackt schon alles selbst, das braucht ein Firmenkunde gar nicht zu mehr zu machen
  • Für Benutzer unzumutbare, rechtswidrige AGB. Widerspruch ist für Normalbürger nicht einklagbar. Man sieht ja bei Max Schrems, wie lange das dauert, selbst wenn es bei ihm erfolgreich ist.
  • Es besteht seitens FB auch kein Änderungsbedarf: Seime zahlenden Kunden sind die Anzeigenkunden; die Nutzer sind Handelsware. Es wäre naiv zu glauben, als “Ware” an diesem Prinzip etwas ändern zu können. Und warum sollten die Anzeigenkunden etwas ändern wollen?

Google, Facebook und andere haben das Internet zerstört.
Es ist schlichtweg eine Fehlentwicklung, mit der Milliarden verdient werden.

Nur wenn alle verstehen, dass deren Verhalten auf unethischem Geschäftsgebaren beruht wird das Internet wieder ein sinnvolles Instrument.
In der jetzige Weise ist es aber nicht reformierbar, denn das Grundprinzip beruht auf arglistige Täuschung der Nutzer.