Agrophotovoltaik Sinnvoll oder nicht?

Voll Interessantes Forschungsprojekt des [Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE]. Solaranlagen über Äcker bauen. Reduziert den Ernte Ertrag der Nutzfplanzen zwar etwas produziert aber Öko-Energie.

können sie so bis zu 25 Prozent Mehrertrag erzielen und den Energieertrag der Fläche zusätzlich erhöhen. Aus energetischer Sicht ist diese Doppelnutzung einer Ackerfläche ohnehin deutlich effizienter als der reine Anbau von Energiepflanzen, der in Deutschland immerhin 18 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ausmacht.

25% mehr Umsatz, sollte sich für Landwirte doch Lohnen. Anschaffungskosten könnte man ja als Zinsfreie Kredite durch den Staat fördern lassen. Allgemeinheit würde ja dann durch günstige Energie auch was von haben.

Also, was denkt ihr ? Macht es Sinn das was da jetzt so als Forschungsprojekt gemacht wird großflächig einzuführen oder gibt es gute Argumente dagegen ?

Bevor Äcker und Wiesen mit Solaraufbauten überdacht werden wäre es doch Sinnvoller erstmal Autobahnen und Bahntrassen damit zu überbauen. Da könnte man die Panele auch viel dichter Staffeln ohne das es zu Rückgängen bei der Ernte kommt.

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Es kommt durch AgriPhotovoltaik zu keinen Rückgängen bei der Ernte, im Gegenteil. Die Pflanzen bekommen genug Licht, sind aber je nach Bauart der PV gegen Witterungseinflüsse geschützt und die Verdunstung wird reduziert. Die Erträge sind bei der richtigen Kombination sogar besser.

Problem sind die EU-Förderregeln. Wenn auch Strom auf dem Acker geerntet wird, fallen ggf. Gelder für die Landwirte weg.

Da muss im Regelwerk aufgeräumt werden.

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Kann man machen, wäre aber teurer, weil dann Autobahnen gesperrt werden müssen, zu mindestens zeitweise.

Agrivoltaik hat aber weitere Vorteile. Die Panelen helfen dabei die Wasserversorgung (Kondenswasser) zu verbessern.
Sie bieten Schutz vor Austrockung und Hagelschutz und…

Aber, aber, die Landwirte sind Bauern :wink:

Wenn die nur ahnen, dass möglicherweise der Ertrag sinken könnte, auch wenn das meistens nicht stimmt. Und wenn, dann nur bei bestimmten Fruchtarten (z.B. Weizen) in bestimmten Konstellationen (wie heiß der Sommer ausfällt usw.).
Dann stellen sie auf stur. Nicht so einfach die Jungs und Mädels mit ins Boot zu bekommen.

Einfacher wird sein, ca. 60% der Brachflächen mit Photovoltaik-Anlagen (am besten bifaziale Panele)
auszustatten.
Da ist “nur” die völlig bekloppte EU-Agrar-Subventionspolitik im Weg.

Agrivoltaik ist die Lösung, keine Frage. 1% der weltweiten landwirtschaftlich, genutzten Fläche mit Photovoltaik ausgestattet würde reichen, die gesamte Energieversorgung der Menschheit abzudecken.

Es ist kein technisches Problem.
Es ist mehr ein menschliches Problem, die Landwirte davon zu begeistern, dass sie nicht nur Nahrungs- und Futtermittelversorger sind, sondern eigentlich Energieversorger.
Und es ist ein politisches Problem, dass es Subventionen für die Landwirtschaft in völlig falscher Form gibt, und dann noch, dass die EU (mit entsprechenden Interessen) auch noch da voll mit drin hängt.

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Na ein weiteres Problem sind die Ausschreibungen für PV-Anlagen ab 100 kWp.

Letztlich muss das EEG weg, also auslaufen. Neue Anlagen sollten einfach in den Strommarkt gehen. Dazu muss aber EEG, Strommarktgesetz und Energiewirtschaftsgesetz renoviert werden und nicht von den Kohledrohnen im Wirtschaftsministerium.

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