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Frauen und Piraten

Re: Frauen und Piraten

Beitragvon schnuddel » 14.08.2009 22:03

Ute hat geschrieben:
  • Offenheit: Lasst jeder die Wahl ob, wo und wie sie sich engagieren will.
  • Angebote: Es schadet nicht ein Frauenforum, eine Frauenliste oder ähnliches anzubieten, ob es dann angenommen wird, wird sich zeigen.
  • Machosprüche: Reduziert Frauen nicht auf soziale und familiäre Themen. (Es gibt Frauen, die davon keine Ahnung haben und/oder die sich nicht damit befassen wollen.)
    Piratin ist besser als Piratenbraut (eine Braut klingt wie ein Anhängsel, an einen tollen Kerl)



besonders letzteres :wink:

also, ich sehe es als weibchen sehr nüchtern: gibt frauen,die sind in der it-branche die kracher und sozial vielleicht nicht der brüller und andersrum halt auch, also geschlechter irgendwie wo einzuordnen...

:mrgreen:

und was den anreiz betrifft: entweder ich hab da hoffnung in der partei, oder ich hab sie nicht. sicherlich fehlte bisher der soziale teil, denn der gehört nunmal dazu wie bildung etc. nicht nur internet etc. :wink:

so und eine extra frauengruppe...fänd ich bissel unübersichtlich. jeder hat so seine ideen und fähigkeiten und die bringt man an, männlein wie weiblein. wenn der anzug fertig ist, dann sieht man: ist es eine partei für mich oder nicht? und wenn die überzeugung mehr als nur die wahl ist, dann kann man sich halt noch mehr engagieren....

kommt mir jetzt nicht mit anreiz, dass man nu nen klöppelkurs startet, um die damenschaft anzulocken :wink: :wink: :wink:
schokolade ist besser :wink:


so,bleibt nur noch der k(r)ampf um die gleichberechtigung? (uff!)

was die sprecher betrifft: es sollte der oder die dran, die fähig sind und nicht nach geschlecht oder nach richtung. dann wäre es halt die zuviele sortierung wie beschrieben (raucher...etc.)

tja, der kindersprecher? garnicht so verkehrt :wink: die haben auch ihre wünsche und schon so einige sachen im kopf und die sind nicht zu schüchtern, das auch auszusprechen :lol:
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 13:03

vinci hat geschrieben:Habe jetzt aber langsam den Eindruck die Piratenpartei ist noch nix für Frauen. Da muss noch Erkenntnis reifen.
Vinci


Oh, da muß noch "Erkenntnis reifen"! Klingt ja fast wie eine Drohung. Am feministischen Wesen soll die Welt genesen?
Was soll denn zur Reifung der "Erkenntnis" dienen. Das Geschwafel und die Lügen aus dem Ministerium für alle außer Männer? Oder gar die "Erkenntnisse" aus der sogenannten Gender"forschung"?
Nein, danke!

Gleichberechtigung ist selbstverständlich. Erzwungene Gleichstellung pervertiert sämtliche Werte der Gleichberechtigung.
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 13:32

vinci hat geschrieben:Naja, das sind halt hier die klassischen Männereinstellungen zur Gleichberechtigung. Aus meiner Sicht würde ich sagen: Wenn man sich da nicht auf die Hälfte der Bevölkerung zubewegen will, dann braucht man sich auch nicht in Fußgängerzonen zu stellen um für die Partei zu werben.


Aber warum sollte eine Partei sich nur auf eine Hälfte der Bevölkerung zubewegen? Du erkennst vermutlich noch nicht mal ansatzweise das sexistische Element in deinen Forderungen.

vinci hat geschrieben:Das mit der Diskriminierung von Männern ist einfach blanker Unsinn. Es gibt auch andere gesellschaftliche Gruppen - und wer nicht erkennt das Frauen nachwievor benachteiligt sind, der ist entweder blind oder betrachtet das ganze zu sehr durch die Konkurrenzbrille.


Und was ist das gesamte Unterdrückungsgejammer der Frauen heutzutage? Es ist doch nichts anderes als ein durch die Konkurenzbrille erblickte "Benachteiligung" gegenüber Männern: "Frauen verdienen (angeblich) 23% weniger als Männer" (ganz dreiste Lügnerinnen fügen noch ein "bei gleicher Arbeit" hinzu), "Frauen bleiben an 'gläsernen Decken" hängen, die es (angeblich) für Männer nicht gibt", ...
Und blind bist leider Du. Nenne mir eine gesetzliche Diskriminierung für Frauen. Ich mach schon mal den Anfang und nenne Dir ein paar Diskriminierungen von denen ausschließlich Männer betroffen sind:

    - Einseitige Verpflichtung zu Zwangsdiensten
    - Ein international schon als menschenrechtswidrig verurteiltes Familien"recht", welches in Wort und Tat Männer (speziell Väter) diskriminiert
    - Schlechtere medizinische Leistungen für Männer (kostenlose Krebsvorsorge für Frauen viel früher als für Männer)

vinci hat geschrieben:Themenfokus ist ja ganz nette Idee - aber dennoch sollte man ja für alle wählbar sein. Das sind die Piraten mit DER Einstellung noch lange nicht.


Doch gerade weil die Piraten noch keinen gefährlichen und antidemokratischen Dreck wie das Frauenstatut der GRÜNEN haben (die LINKE hat das fast wortwörtlich übernommen) sind sie für mich und viele andere überhaupt wählbar.

vinci hat geschrieben: Wenn wir (als ominöse "Netzcommunity") den Anspruch an Parteien haben im Prinzip auch unsere Rechte zu schützen, warum sind dann Ansprüche zu Frauenrechten in der Piratenpartei fehl am Platz.


Weil es keine besonderen Frauenrechte geben sollte, sondern Rechte für Menschen?

vinci hat geschrieben:Eine Partei, die sich zur Wahl stellt sollte m.E. bemüht sein nicht sofort bei Frauen in ein "Nicht-wählbar"-Raster zu fallen.


Ich hoffe sehr und setzte mich auch gern dafür ein, daß die Piraten weiterhin bereit sind, auf die Frauen die eine Partei in das "Nicht-wählbar"-Register schieben nur weil keine Bevorzugung von Frauen in dieser Partei stattfindet, zu verzichten.
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 14:02

Ute hat geschrieben:@Lennstar dass sich Männer/Jungs mehr fürs Programmieren interessieren als Frauen/Mädchen ist nicht in allen Ländern so, siehe Artikel als PDF http://mod.iig.uni-freiburg.de/cms/file ... tional.pdf:
"In Kuweit sind nahezu 50% aller Studierenden der Informatik weiblich, in Mathematik und Informatik zusammen waren es 1993 sogar über 72%. In Saudiarabien, den Vereinigten arabischen Emiraten, Jordanien und Libanon stellen Frauen technisch orientierten höheren Schulen die Majorität. Auch in Iran und der Türkei ist die weibliche Beteiligung in technischen und Informatik-Studiengängen auf allen akademischen Stufen im Vergleich zu nordwestlichen Industrieländern und Japan vergleichsweise hoch. Einige mir zufällig bekannt gewordene Zahlen von ausgewählten Universitäten zeigen ebenfalls auffallend hohe Frauenbeteiligungen (Information des amerikanischen Informatikers Dr. Joel C. Adams, der 2001 in Mauritius lehrte): An der Universität von Mauritius waren 2001 40-50% Frauen in Informatik-Kursen. Er berichtet weiter von einem Frauenateil von 60% im Informatik-Studium an der National University of Samoa."


Na dann sollten wir uns doch die Frauenpolitik von Kuweit, Saudiarabien, den Verinigten arabischen Emiraten, Jordanien oder Libanon zum Vorbild nehmen! Dann klappts auch mit den Frauen bei den Piraten!?
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 14:08

vinci hat geschrieben:
Wo soll der Unterschied sein? Natürlich geht es nicht darum ein Frauenforum hier zu gründen, damit sich Frauen hier besser unterhalten können, sondern darum Themen wie Gleichbehandlung zu diskutieren...


Ach! Um ein Thema wie Gleichbehandlung zu diskutieren bedarf es eines Frauenforums. Einige sind gleicher als andere? Oder in anderen Worten: Bist du ein Sexist?
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 14:25

elli-0815 hat geschrieben:Moin,
ich habe in dem Alter, in dem die meisten hier sich schätzungsweise befinden ;-) feministische (politische) Arbeit gemacht. Heute freue ich mich immer beim Lesen der Texte von Autonomen - die benutzen konsequent frauenfreundliche bzw. gleichberechtigte Sprache. In diesem Sinne: PiratInnen, Pirat_innen, bringt hier weibliche Sprache mit rein, es gibt uns doch! Lassen wir uns nicht durch ausschließlich männlichen Sprachgebrauch (aus dem öffentlichen Bewusstsein) ausschließen. Die Öffentlichkeitswirkung solches Sprachgebrauchs ist nämlich wirklich schlecht. Wer sich als Frau je mit diskriminierender Sprache beschäftigt hat (und das sind sehr viele unter den "Andersdenkenden") fühlt durch ausschließlich männlichen Sprachgebrauch abgestoßen. Da helfen keine Gummibärchen noch Schokolade noch Sonderrabatte. Arrrrhh. Das sollte auch für die Pressearbeit gelten.


Ein netter Beitrag. Führt er (oh welch pöses Unwort! sollten wir den Beitrag nicht lieber in die Beiträgin umbenennen?) uns doch klar ins Bewußtsein was für ein Niveau mit expliziten "Frauen"themen hervorgerufen wird.
Nicht mal in der Lage zwischen Genus und Sexus zu unterscheiden, sich aber mal wieder unterdrückt fühlen. :lol:
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 14:41

vinci hat geschrieben:
Ich glaube das ist alles totaler Blödsinn.


Schön, das du glaubst. Aber geh dazu doch in die Kirche oder sonst einen Ort.

vinci hat geschrieben:Die Situation ist doch meist die, dass z.B. am Ende einer Partnerschaft es zu 95% die Frauen sind, die die ganze Verantwortung tragen - und die Männer die Verantwortung nich tragen wollen.


Aufgrund dieser Aussage ziehe ich meine Frage, ob du ein Sexist bist zurück. Du bist ein Sexist.
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 23.08.2009 14:57

vinci hat geschrieben:Wie wäre es wenn wir uns bei Diskrimierung mal an die Wikipedia halten: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskriminierung - was ich meinte war Strukturelle Diskriminierung: http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturel ... iminierung - die kannst Du ausschliesslich statistisch nachweisen. Das Einzelschicksal kann auch sehr eindrucksvoller Beleg dessen sein, aber sagt niemals etwas über die gesamte Gesellschaft aus.


Warum überrascht es mich, daß ausgerechnet Du auf die Artikel des wikipedia-Gender-Blockwartes "Schwarze Feder" verlinkst?
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Re: Frauenanteil und Die Linke

Beitragvon chrima » 23.08.2009 15:07

vinci hat geschrieben:Hier auch mal ganz interessant:
http://die-linke.de/partei/fakten/frauenanteil/


Ja, wirklich interessant. Bei gerade mal 39,2 %-gen weiblichem Mitgliederanteil rühmt sich die LINKE damit, daß "in den gewählten Vorständen [...] über 50 Prozent Frauen" sind. Das nennt sich dann sicher "positive" Diskriminierung.
Die Piraten sollten tunlichst davon Abstand nehmen, den gleichen feministische diskriminierenden Quatsch wie die SPDCxUGRÜNENLINE zu übernehmen. Dies sind nämlich für viele aufgrund solchen Blödsinns nicht mehr wählbar. Und dieser Quatsch fängt nicht erst bei Quoten an.
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon Maskulist » 23.08.2009 18:46

Die Piraten sind die einzige Partei ohne Frauenbevorzugung.

Das habt sie positiv von allen anderen Pareien ab. Wenn ich als Frau Frauenförderung will, kann ich doch heute von Links bis Rechts (ja, bis zur CSU!) den Grad der Frauenbevorzugung wählen.

Die etablierte Frauenlobby in den Altparteien kämpft aber gegen Probleme, die vor 30 Jahren längst gelöst waren. Heute ist das Pendel längst in die andere Richtung ausgeschlagen, und zwar zu weit.

Aber zuzugeben, daß Frauen heute nicht benachteiligt sondern bevorzugt sind - das würde ja bedeuten, daß die Lobby (u.A. 40.000 Gleichstellungsbeauftragte) ihre Quotenposten aufgeben müßten. Also werden immer absurdere "Benachteiligungen" erfunden, wie die Lohnschere.

Es gibt zwar auf den cent genau exakt den gleichen Stundenlohn für Männlein wie Weiblein, aber aus der Tatsache, daß Frauen eher leichtere Jobs - auch für halbtags wählen und Männer eher riskantere, besser bezahlte (zur Familienversorgung), wird eine "Lohndiskriminierung" gedreht.

Niemand hält Frauen ab, Ingenieur zu studieren, Berufssoldat zu werden oder bei den Piraten einzutreten. Überall wo sie eintreten, sind sie herzlich willkommen. Aber sie müssen sich dem gleichen Konkurrenzkampf stellen, den Männer durchstehen müssen. Erfolg kann nicht per Geschlecht quotiert werden, entweder man leistet etwas oder man läßt es bleiben.


Viele Männer haben gerade wegen der Frauenbevorzugung keinen Bock mehr überhaupt zu wählen. Wer nimmt sich der seit 1996 bekannten Jungenkrise an? Jungen werden systematisch für gleiche Leistung schlechter benotet, in mehreren Studien nachgewiesen, der Anteil an männlichen Abiturienten ist bei nur noch 40%. Als er in den 70ern umgekehrt bei 60% lag, schrie man "Mädchenbenachteiligung", heute feiert Zensursula das offen als Erfolg. Was mögen die Eltern mit Söhnen darüber denken?

Der Erfolg der feministischen Zurückdrängung von Jungen bei der Hochschulreife: Von 1995 bis 2005 ging die Zahl der Ingenieur-Studenten um 30% zurück. Die Wirtschaft wird einen hohen Preis für die Ideologie zahlen.

Man kann Interesse für bestimmte Berufe oder Politik nicht "gendern"! Auch nicht bei den Piraten. Wir sollten eher aus der Not eine Tugend machen und anerkennen, daß die meisten Piraten und Piratenwähler Männer sind, und ihre männerspezifischen Probleme politisch bearbeiten.


Wehrpflicht, Sorgerecht, Jungenkrise, Gesundheit...das wäre ein absolutes Freistellungsmerkmal, das uns keine Partei wegnehmen kann - denn alle Anderen haben ja ihre Frauenstrukturen, die bei jedem Männerthema seit Jahren sofort "veto" sagen...
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon arcade » 25.08.2009 13:23

Wäre es nicht konsequent, sich dann im Gegenzug auch von sog. Jungen-/Männerthemen zu lösen und schlichtweg auf eine absolute Gleichstellung hinzuarbeiten?

Ich kann gut verstehen, dass spezielle Frauenpolitik noch immer eine große Rolle spielt, es ist schließlich noch nicht wirklich lange her, dass Diskriminierung im großen Umfang stattfand. Was aber noch eine viel größere Rolle dabei spielt, ist das was sich in den allermeisten männlichen Köpfen abspielt. Unsere Gesellschaft schafft noch immer Rollenbilder, die einer tatsächlichen Gleichberechtigung und Gleichwertschätzung entgegen wirkt (Ich meine damit vorallem Klischees wie Frauen und Sozialbereiche etc). Und so lange das so ist, hat doch eine (auch politische) Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus seine Existenzberechtigung.

Worüber man viel eher diskutieren sollte, ist der Ansatz der gefahren wird. Syptombekämpfung aka Frauenqoute etc kann es auf Dauer nicht sein, das fängt ja leider schon viel früher an... Ideen?
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon Maskulist » 25.08.2009 14:50

arcade hat geschrieben:Wäre es nicht konsequent, sich dann im Gegenzug auch von sog. Jungen-/Männerthemen zu lösen und schlichtweg auf eine absolute Gleichstellung hinzuarbeiten?
Seit über 30 Jahren hört die Gesellschaft nichts Anderes als Frauenförderung, Girls Day, Frauenstudien, Frauenbeauftragte, Frauenworkshops, Frauenreisen, Frauenhotels, Frauenhilfen, Frauenstadtteile, Frauenbibliotheken.

Wer es nicht glaubt, kann gerne mal alle Begriffe ergoogeln, und das jeweils männliche Pendant dazu.

Ich kann gut verstehen, dass spezielle Frauenpolitik noch immer eine große Rolle spielt, es ist schließlich noch nicht wirklich lange her, dass Diskriminierung im großen Umfang stattfand.
Und weil 1972, vor 37 Jahren, der letzte sexistische Tarifvertrag abgeschafft wurde, muß man heute mit konstruierter Argumentation von einer "Lohnschere" das Volk medial berieseln?

Und weil, durch internationale Studien nachgewiesen, weniger Frauen als Männer überhaupt die Lust auf Karriere mit ihren Folgen Streß, Burnout, Kindesentfremdung haben (siehe z.B. Frauenbeteiligung in ALLEN Parteien), muß man die Jungen in den Schulen systematisch schlechterbenoten?

Was aber noch eine viel größere Rolle dabei spielt, ist das was sich in den allermeisten männlichen Köpfen abspielt.

Also sind im Jahre 2009 Männer (oder wahlweise "das patriarchische Elternhaus") daran Schuld, wenn erwachsene Frauen lieber Kindergärtnerin (Frauenanteil 97%) als Berufssoldatin (Frauenanteil 5%) werden? Wie wahrscheinlich ist denn das angebliche "Klischeedenken" junger Frauen, nach jahrzehntelangem Empowerment von Frauen ab dem Kindergarten? Wird es nicht mal zeit für einen Realitäts-Check?

Unsere Gesellschaft schafft noch immer Rollenbilder, die einer tatsächlichen Gleichberechtigung und Gleichwertschätzung entgegen wirkt (Ich meine damit vorallem Klischees wie Frauen und Sozialbereiche etc). Und so lange das so ist, hat doch eine (auch politische) Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus seine Existenzberechtigung.


Wie sollten mal die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichstellung ganz sauber trennen und ein wenig ins Grundgesetz schauen.

Das Grundgesetz sieht eine Gleichberechtigung vor - Männer und Frauen haben absolut gleiche Rechte. "Niemand darf wegen..seines Geschlechts..bevorzugt oder benachteiligt werden", Art. 3GG.

Daraus aber z.B. eine 50%igen Anspruch auf Machtpositionen zu erheben ist absurd, weil die Freiheit jedes Menschen auch die Freiheit ist, etwas nicht tun zu müssen. Mit dem obigen Beispiel der Berufswahl habe ich schon aufgezeigt, daß es bei Männern und Frauen unterschiedliche Tendenzen in der Berufswahl gibt. Und die gibt es seit allen Zeiten, weltweit unabhängig vom politischen System.

Männer und Frauen sind durch ihre Hormone beeinflußt. Wenn z.B. Männer immer wieder wegen ihrer Kriege kritisiert werden (ein eklatanter Widerspruch des feminismus in sich, der laut Gendertheorie ja davon ausgeht, daß beide Geschlechter "gleich" seien), dann liegt das an ihren Hormonen. Männer bekommen Testosteron, Frauen Östrogen, ich hoffe das ist bekannt.

Ebenso bekannt dürfte sein, daß Leistungssportler, wenn sie dopen, kein Östrogen nehmen, sondern Testosteron.

Entsprechend sind Männer und Frauen im Schnitt unterschiedlich auch in der Psyche geprägt, und wenn beide auch absolut gleiche Rechte haben müssen (z.B. Väter auf ihre Kinder), so müssen wir die individuelle Lebensgestaltung der Menschen akzeptieren und dürfen den Menschen ihre Berufswahl nicht herbeiquotieren. Posten müssen nach Leistung vergeben werden, nicht nach Geschlecht. Das reale Leben, die Politik und die Wirtschaft sind keine olympischen Spiele, die nach Männlein und Weiblein aufgeteilt werden, nur damit beide eine Medaille bekommen.

Ob man sie mag oder nicht, Frau Merkel hat sich hochgebissen und ist eins von vielen Beispielen von Frauen die es ohne Quotierung an die Spitze geschafft haben. Es ist (Polemik an..) nicht einzusehen, daß Menschen eines bestimmten Geschlechts mit der Sänfte auf den Chefposten gehievt werden, um den sich andere, mit dem falschen Geschlecht, prügeln müssen.(Polemik aus..). Wie soll ein Chef/Chefin denn das eigene System gegen Feinde verteidigen, wenn er/sie sich nicht einmal selber hochgekämpft hat?

Und nun zur sauberen Trennung Gleichberechtigung/Gleichstellung:

Gleichstellung ist ein Begriff aus Bertelsmanns think tank und bedeutet gleich rechtlos stellen. Es wird mit der Gleichstellung "nach Oben" geworben (Topjob-Quote in den Dax-Vorständen) aber tatsächlich andere Ziele verfolgt (Abschaffung der Wahloption für Frauen zwischen Berufstätigkeit und Hausfrauendasein, zugunsten maximaler Ausbeutung durch die Wirtschaft).

Was wir benötigen ist eine faire Erziehung und Schulbildung, die Jungen und Mädchen gleichermaßen berücksichtigt. Und bei nur noch 40% männlichen Abiturienten aber mehrheitlich männlichen Schulabbrechern, muß das Schulsystem dringend reformiert werden, das sind wir unseren Kindern schuldig.

Gleichberechtigung = Chancengleichheit am Start,
"Gleichstellung" = quotierter Zieleinlauf.
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon chrima » 25.08.2009 14:54

arcade hat geschrieben:Wäre es nicht konsequent, sich dann im Gegenzug auch von sog. Jungen-/Männerthemen zu lösen...


Wer soll sich "im Gegenzug" von Jungen-/Männerthemen lösen? Wo finden diese Themen in der öffentlichen Betrachtung denn überhaupt platzt?

arcade hat geschrieben: und schlichtweg auf eine absolute Gleichstellung hinzuarbeiten?


Bloß nicht! Wie gesagt Gleichstellung (noch dazu "absolute") kann nur durch extreme Eingriffe in die Gesellschaft durchgesetzt werden. Oder wie willst du dafür sorgen, daß auch Frauen sich in den 10 schlimmsten Todesberufen "gleichstellen" wenn nicht ohne Zwang?

arcade hat geschrieben:Ich kann gut verstehen, dass spezielle Frauenpolitik noch immer eine große Rolle spielt, es ist schließlich noch nicht wirklich lange her, dass Diskriminierung im großen Umfang stattfand.


Stattfand! Du hast also schon erkannt, daß Frauen heute nicht mehr diskriminiert werden.
Während nämlich die gesetzlichen Diskriminierungen gegen Frauen seit ca. 20 Jahren abgeschafft sind, bestehen die Diskriminierungen gegen Männer in weit größerem Umfang weiter fort (bspw. Zwangsdienste also Wehr- und Zivildienstplicht) oder wurden in den letzten Jahren sogar noch erweitert (bspw. Familien"recht").
Die ausschließliche Fokusierung auf "Frauenpolitik" führt zu nichts anderem als der Fundamentalisierung der Benachteiligungen von Männern.

arcade hat geschrieben:Was aber noch eine viel größere Rolle dabei spielt, ist das was sich in den allermeisten männlichen Köpfen abspielt. Unsere Gesellschaft schafft noch immer Rollenbilder, die einer tatsächlichen Gleichberechtigung und Gleichwertschätzung entgegen wirkt (Ich meine damit vorallem Klischees wie Frauen und Sozialbereiche etc).


Du meinst so Rollenbilder wie "Kinder gehören zur Mutter", die dazu führen, daß Vätern in diesem Land tagtäglich die Kinder genommen werden und Väter in die "Versorgerrolle" zwingt, während Mütter sich jederzeit frei entscheiden können, ob sie lieber in der "Versorgerrolle" oder in der "Pflegerolle" (oder auch in einem beliebigem Mischverhältnis zwischen diesen Rollen) Erfüllung finden wollen.

arcade hat geschrieben:Und so lange das so ist, hat doch eine (auch politische) Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus seine Existenzberechtigung.


Richtig! Aber nicht unter dem sexistischem Mantel "Frauenpolitik" sondern unter dem ehrlich gemeintem Motto "Gleichberechtigung".

arcade hat geschrieben:Worüber man viel eher diskutieren sollte, ist der Ansatz der gefahren wird. Syptombekämpfung aka Frauenqoute etc kann es auf Dauer nicht sein, das fängt ja leider schon viel früher an... Ideen?


Klar! Wie wäre es mit wirklich gleichen Rechten und auch Pflichten für alle Menschen?
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon Mehmet » 26.08.2009 07:22

Moin, wie schon gesagt, Frauenqouten gibt es bei den Grünen, vielleicht sind wir so etwas wie eine Gegenbewegung siehe auch http://genderama.blogspot.com/
Lass dich nicht verSOZen, was grünZT du so rum?




Ändern statt gendern
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Re: Frauen und Piraten

Beitragvon Maskulist » 26.08.2009 09:55

Bauer-Ranger hat geschrieben:Ich möchte euch diesen Link hier mal anbieten:
http://www.pt-magazin.de/newsartikel/da ... ere-soehne

Viel Spass beim Aufregen, egal in welche Richtung 9:)
Bauer-Ranger:

Vielen Dank für den Link.

Insbesondere fällt auf (Zitat):

"Jungen stellen die meisten Schulabbrecher, Schulverweigerer, sozial Auffälligen und Arbeitslosen. Sie erhalten bei gleichen Leistungen wie Mädchen schlechtere Noten und seltener die Empfehlung für das Gymnasium. Die wichtigste Fähigkeit, die in der Schule vermittelt werden soll und entscheidend für die gesamte weitere Entwicklung junger Menschen ist – das Lesen – wird den Jungen nicht ausreichend beigebracht. Durch einseitig auf Mädchen ausgerichtete Literatur, Unterrichtsgestaltung, Pädagogik und Didaktik wird den Jungen so gezielt die Zukunft verbaut.

Diese und weitere Missstände sind seit einem runden Jahrzehnt durch zahlreiche wasserdichte empirische Untersuchungen belegt und den politisch Verantwortlichen bestens bekannt. Jedoch scheint das keine der im Bundestag vertretenen Parteien, keinen Bildungspolitiker und insbesondere die im fraglichen Zeitraum zuständigen Bundesbildungsminis­terinnen auch nur im Geringsten zu interessieren. Unternommen wurde jedenfalls nichts."

Dieses Thema anzugehen - also Chancengleichheit am Start für alle Schüler - wäre ein echtes Freistellungsmerkmal der Piraten. Viele Eltern mit Jungen an den Schulen haben die Fäuste in der Tasche.
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