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Autonome Nationalisten in der PP

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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Fischtreu » 26.07.2009 10:59

Bild

Waren die früheren Piraten nicht auch so offen zu aller Art von armen Wesen? Waren nicht auch Verbrecher darunter? Sind wir nicht eh alle Verbrecher, da wir Killerspiele gespielt haben, und war es nur aus Gruppenzwang auf einer Lan :-)

Es ist von grossem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht frühzeitig zu machen. (Winston Churchill)

d:)
Ich will btw nie mehr hören, dass "Piratenpartei" lächerlich klingt, wenn in ernsthaften Diskussionen von der Jamaika-Koalition die Rede ist.
<kabooth> Ey schäuble is doch echt behindert
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon JimSelf » 26.07.2009 11:25

ohne mich jetzt großartig zu dem thema zu äussern, es wird ja gerne und immer wieder etwas gesucht was man der PP ankreiden kann..
besonders schön fande ich aber folgenden teil aus dem blog

"...Ich gehe davon aus, dass die Piratenpartei nicht wusste, mit wem sie es hier zu tun hat. Daher habe ich sie über die Machenschaften dieser beiden Personen unterrichtet und erwarte nun eine Antwort und natürlich eine Reaktion von der Partei..."

pffffrrrrzzzzzzzzzz 8)
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon NetAndroid » 26.07.2009 12:46

Thema on Offtopic verschoben, hier geht es nur um Stimmungsmacherei dass die PIRATEN unterwandert werden
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon FlorianG » 26.07.2009 17:21

Wir müssen trotzdem sehr aufpassen, nicht unterwandert zu werden. Weder von Linksaußen, noch von Rechtsaußen.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Hbb » 26.07.2009 20:03

JDragon hat geschrieben:Indymedia-Link

Eine fälschlich verkürzende Information.

Warum hast Du Söhnkes Aufgabe der Kandidatur und seinen Kommentar zur damaligen Schlammschlacht nicht gepostet? Der Indy-Artikel verbreitet doch offensichtliche Unwahrheiten. Und fordert aufgrund dieser Unwahrheiten eine Stellungnahme der PPD. Naja.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Toreon » 29.07.2009 08:27

Seute Deern hat geschrieben:
Herr Schmidt hat geschrieben:bleiben solche Leute eigentlich für immer geächtet und stigmatisiert oder gesteht man ihnen zu sich eventuell auch aus ihrer Vergangenheit zu lösen?


Naja, nach dem II. Weltkrieg und weit danach wurde Politiker, Richtern und Polizisten nachgesagt, sie hätten ihre braune Gesinnung mit in ihr Amt getragen (ehemalige NSDAP-Mitglieder). Weshalb kann das mit ehemaligen Neonazis, die jetzt in der PP aktiv werden wollen, nicht genauso sein?
****
"Seid wachsam und wehret den Anfängen...!" I


Das ist vollkommen in Ordnung. Alle, die sich trauen zu den Piraten zu stoßen, aber eigentlich für eine andere Politik stehen, sollen an den "Pranger" gestellt werden, damit die Mitglieder darüber entscheiden können, ob ein Parteiausschluss notwendig ist. Hm... Aber glücklicherweise ist das keine Methode, die bei Nicht.Mitgliedern in Foren Anwendung findet.

Manchmal bist du / seid ihr - ich bin mir immer noch nicht sicher mit wie vielen wir es hier zu tun haben - echt zum schießen.
"Seid wachsam und wehret den Anfängen...!" ist einer der Gründe für die Gründung der Piratenpatei. Gleichschaltung, das sukzessive Einschränken, bzw. Abschaffen persönlicher Freiheiten, Zensurinfrastrukturaufbau sind alles Anfänge. Derzeit lebt es sich gut in Deutschland, aber.... wie bereits erwähnt: wehret den Anfängen.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon jochenhamburg » 29.07.2009 15:46

Ich habe eher die Befürchtung, dass wir von linker Seite übernohmen werden, bei mir sitzen da so einige linke Vögel, die eher eine Karrieregeilheit an den Tag legen, die versuchen sich bewusst in Machtpositionen zu setzen und dann zu steuern, die Piraten sind doch eher liberal als Links, oder?
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Stefan62 » 29.07.2009 17:42

Eine Unterwanderung von Rechts kommt wenn dann nur ungesteuert, die Freunde von der NPD sind imho eher damit beschäftigt zu kopieren. Die haben jetzt sogar ein Flaggschiff und ein Kreisförmiges Logo das mich an irgendwas erinnert *hust*

Wenn man jedesmal aus ner Mücke einen Elefanten macht und gleich von Unterwanderung von Links/rechts und Marsmenschen ausgeht krieg ich langsam selbst angst. Morgen schreibt bestimmt irgendwer wir werden von der SPD unterwandert weil wir ja ein ex Spd mitglied hier haben.

http://www.npd.de/flaggschiff/

der Autor übernimmt fürn geistigen dünnpfiff keine Haftung des Links
Zuletzt geändert von Stefan62 am 29.07.2009 23:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Khorgor » 29.07.2009 17:43

NPD mit Flaggschiff...Bild?
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Makaveli » 29.07.2009 17:47

Herr Schmidt hat geschrieben:bleiben solche Leute eigentlich für immer geächtet und stigmatisiert oder gesteht man ihnen zu sich eventuell auch aus ihrer Vergangenheit zu lösen?

Wenn man sich mal die Geschichte der Band "Böhse Onkelz" ansieht - und bei denen ist es aufgrund der Geschichte doch schon recht klar, dass es Jugendsünden waren (erst Punks, dann Skins) -, so kommt man im Grunde recht leicht zu dem Entschluss: Das ist eine lebenslange Stigmatisierung. Das behindert aber leider alle Versuche, die Nazis "zurück" zu holen. Wie soll man denen glaubhaft machen, sie würden akzeptiert, wenn sie nochmal nachdenken und von ihrem Holzweg wegkommen, wenn man auf der anderen Seite sehr negative Stigma-Beispiele sieht?

Darum muss die Gesellschaft als ganzes im Grunde nochmal darüber nachdenken, auch Nazis eine zweite Chance zu geben. Ächtung kann nicht die Lösung sein.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Stefan62 » 29.07.2009 23:46

*zustimm*
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon jochenhamburg » 30.07.2009 11:22

Stefan62 hat geschrieben:*zustimm*





Ich auch
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon jochenhamburg » 30.07.2009 11:27

Problematisch ist aber eines, die linken Parteien (Spd, grüne, linke) können mit der Nazikeule jeden diskreditieren, sie haben die Meinungshoheit und jeder der sich dagegen wehrt ist ein Nazi (neudeutsch für Untermensch, siehe "Unser Kampf" von götz Ally9 Aber in einer Demokratie sind unterschiedliche Meinungen sehr wichtig, ich habe keinen Bock mir von der spd sagen zu lassen, was ich zu sagen, schreiben habe, damit ich überhaupt Karriere machen kann, Vielleicht wäre es sinnvoll, diese Vorherrschaft zu beseitigen und sich nicht in diesen Trott einzubringen. Die Piratenpartei sind keine Rechtspartei, aber gerade an der Meinungsfreiheit, welche von der NPD usw, gebraucht und vielleicht auch missbraucht wird, werden wir uns messen lassen müssen.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon SIB » 30.07.2009 12:28

NetAndroid hat geschrieben: hier geht es nur um Stimmungsmacherei dass die PIRATEN unterwandert werden


Ich sehe das nicht so. Auch wenn der Indymediaartikel in einzelnen Punkten falsch sein mag ist es doch so, dass die Diskussion mit dem Vorstand und die Aufgabe der Bewerbung nicht kommuniziert worden sind, wie es im Sinne der Transparenzgrundsätze der PIRATEN eigentlich Pflicht gewesen wäre.
Obwohl ich mich für relativ gut informiert halte, war mir bis dahin die Geschichte unbekannt.
Es ist also jedenfalls eine Kritik an der Partei und ich halte es auch für nötig, dass der Niedersächsische Vorstand sich zu der Sache gegenüber allen Parteimitglieder, Sympatisanten und der Öffentlichkeit äußert. Das ist bisher nicht geschehen und insofern ist dem Autor des Indymediaartikels auf jeden Fall zuzustimmen.

Natürlich muss man Menschen (auch Nazis) die Chance geben sich zu resozialisieren.
Eine Distanzierung zu seinen Aktivitäten und dem Rückzug der Kandidatur hat Söhnke geliefert. ( http://dorten.net/soehnke/allgemein/ste ... andidatur/).
Es bleibt aber die, wie seine Aktivitäten bei der Sozialistischen Nation ( http://nwsn.info/ )zu bewerten sind. Formal distanzieren sie sich vom Chauvinismus und Rassismus, bekennen sich aber dennoch zum (völkischen) Nationalismus. Eine Diskussion. ob dies auch inhaltlich so ist und ob eine solche Grundeinstellung mit der Satzung der PIRATEN vereinbar ist hat noch nicht wirklich stattgefunden. Insbesondere besagt die Satzung, dass keine Unterschiede bezüglich der Staatsangehörigkeit, der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit gemacht werden.

Nach der Affaire BT brauche ich eigentlich auch nicht zu betonen wie wichtig eine solche Diskussion aber ist.

Das Verschieben des Topics, insbesondere mit der Begründung halte ich deshalb für falsch. Das Thema sollte ganz schnell wieder ins allgemeine Forum.
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Re: Autonome Nationalisten in der PP

Beitragvon Antifaschist » 31.07.2009 17:40

So nachdem die Wellen sich wieder etwas gelegt haben, will ich zu der ein oder anderen Sache, die ich hier so gelesen haben nochmal Stellung nehmen.

Ich bin übrigens der Verfasser des Artikels...

1. Es werden mir mehrfach Unwahrheiten vorgeworfen - Dazu muss ich sagen, ich bin mir keiner Unwahrheiten bewusst. Zu dem Zeitpunkt, als ich den Artikel schrieb, war mir Dortens Stellungnahme zu dem Thema noch nicht bekannt - das war schlecht recherchiert, das gebe ich zu und den Schuh zieh ich mir auch an. Deswegen sind die Inhalte trotzdem nicht unwahr - nur in einem bestimmten Aspekt vielleicht nicht vollständig.

2. Es wird mir Anmaßung vorgeworfen, weil ich dachte, es kommt vielleicht eine Reaktion von der Partei.
Die Piratenpartei hat innerhalb weniger Monate tausende neue Mitglieder bekommen - das da auch das ein oder andere schwarze Schaf darunter ist, bleibt sicherlich nicht aus und daher werfe ich auch der Piratenpartei nicht vor am rechten Rand zu fischen oder ähnliches - im Gegenteil, sie kann einfach nichts dafür.
ABER:
Fakt ist, das zwei Personen versucht haben als Direktkandidaten für die Piratenpartei zur Bundestagswahl anzutreten, von denen zumindest eine (Lars Poppke) noch immer in einem rechtsextremen Bündnis aktiv ist - und ja das NWSN ist definitiv RECHTSextrem. Über die Rolle von Dorten im aktuellen NWSN besteht keine endgültige Sicherheit. Beide sind sowohl bei Staatsanwaltschaft als auch Verfassungsschutz/Staatsschutz wohlbekannt.

Ja, Söhnke Dorten hat sich auf seinem Blog von seiner Vergangenheit distanziert - nur darf ja wohl noch die Frage gestellt werden, wie es um die Glaubwürdigkeit dieser Distanzierung bestellt ist. Auf seinem Blog spricht Dorten mehrfach von T-Hemden wenn er T-Shirts meint (http://dorten.net/soehnke/internet/pira ... d-fur-lau/). Wer es nicht weiß, der schaue doch einfach mal bei Google oder der Suchmaschine seiner/ihrer Wahl, in welchen Kreisen man gemeinhin so von "T-Hemden" spricht und in was für Online-Shops man die gemeinhin zu kaufen kriegt. Ich gebe zu, das ist kein Beweis, aber es ist ein Indiz.
Bei Poppke ist die Sache noch einfacher, denn der bekennt sich im Internet offen zu seinen Umtrieben.

Auch wenn Dorten seine Kandidatur zurückgezogen hat (ob nun vom Vorstand gedrängt oder vom eher mageren Erfolg beim Sammeln von Unterstützerunterschriften desillusioniert), so hat er doch angekündigt, weiterhin für die Partei im Wahlkampf aktiv zu sein - will die Partei wirklich mit solchen Leuten auf Stimmenfang gehen?

Ich wünsche Söhnke Dorten sicherlich viel Erfolg beim Ausstieg aus der rechten Szene - mich hat er bis jetzt nicht überzeugt. Und bei Leuten mit seiner Vergangenheit ist es durchaus angebracht mal etwas genauer hinzuschauen.
Was Lars Poppke angeht, so haben ein Ausstieg oder ein Versuch niemals stattgefunden. Da hat die Piratenpartei sich wirklich einen Verfassungsfeind erster Güte an Bord geholt - aber wenigstens einen heimattreuen Verfassungsfeind, der die Nation liebt...


Mir wurde hier außerdem vorgeworfen, Stimmungsmache gegen die Piratenpartei zu treiben. Nichts lag mir ferner als dies, denn auch ich war Wähler der Piratenpartei bei der Europa-Wahl und war froh, dass es sie gab. ABER: Erwartet hier allen ernstes jemand, dass ich eine Partei wähle, die Leute aufnimmt und deckt, die in meinem Heimat-Kreis als Nazis bekannt sind wie ein bunter Hund? Deswegen habe ich die Partei kontaktiert, weil ich davon ausgegangen war, dass man nicht wusste, wenn man da als Verstärkung des Wahlkampfteams gewonnen hatte. Eigentlich wollte ich heute zum Stammtisch der Piraten in Hannover. Die Äußerungen hier, wie auch die Nicht-Reaktion der Partei auf meine Kontaktaufnahme haben mich davon Abstand nehmen lassen.
Hinzu kam noch mein Fehler, mir die Äußerungen Aaron Koenigs in der StudiVZ-Wahlzentrale anzuhören. Dort sind besonders zwei Äußerungen aufgefallen. 1. Eine (natürlich rein hypothetische) Koalitionsaussage zugunsten von FDP und Grünen (Koalition mit der FDP? Ist das euer Ernst?) und 2. seine Aussage, wenn die PP zu einer Gesetzesvorlage keine "eigene Meinung" habe, dann stimme man halt mit dem Koalitionspartner, wenn er dann bei anderen Vorhaben, mit einem Stimme - "das ist der Deal" Politik ist also auch bei der Piratenpartei nur ein Kuhhandel. Es gilt schon der Fraktionszwang, bevor die Piraten überhaupt eine Fraktion haben. Jeder frische Wind für die Demokratie in unserem festgefahrenen Parteienapparat mit einer 45 Sekunden-StudiVZ-Mitteilung zunichte gemacht.

Vor einer Woche dachte ich noch, da wächst was, das gut werden könnte - jetzt, nach 1. Keine Distanzierung von Rechtsextremisten, 2. Koalitionsaussage zugunsten der FDP und 3. Äußerungen pro Fraktionszwang und contra freies Mandat ist dieses Bild getrübt. Eine Woche in der die Piratenpartei nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen, mit denen ich in dieser Zeit gesprochen habe, ihren Status als Wahlalternative verloren hat. So sagte ein Freund zu mir: "Das erste Mal hatte ich das Gefühl wirklich die Wahl zu haben und nicht nur die Wahl des kleineren Übels..." Und so bleibt als resignierendes Fazit wohl am Ende wieder bloß: Denn wir haben ja keine Wahl!
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