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dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

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dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon datenritter » 08.07.2009 17:39

Hi!

Ich führe jetzt schon seit einigen Tagen Diskussionen im IRC-Channel #piraten-bodo und behaupte mal, recht tief in die Materie eingestiegen zu sein. (Dazu muss ich Bodo nicht persönlich kennen, denn ich maße mir auch kein Urteil über ihn an. Und nein, ich habe die Usenet-Diskussionen nicht im kompletten Zusammenhang gelesen. Weil erstens kein normaldenkender Mensch seine Zeit mit diesem Sumpf verschwendet und zweitens die einzelnen Formulierungen durchaus auch für sich stehend bewertet werden können.) Hier im Forum lese ich gewöhnlich nicht mit.

Heute drehte sich die Diskussion im IRC eine ganze Weile um die Frage, was Meinungs- bzw. Redefreiheit ist, wie weit sie geht, wo man welche Grenzen und warum setzt.

Viele in der Piratenpartei scheinen Probleme mit Rechtsgüterabwägungen zu haben und infolge dessen nicht zu verstehen, das radikale Meinungsfreiheit (wie z.B. in den USA) eine Einschränkung anderer Freiheiten bedeutet. (Bei Julia Seeliger kann man nachlesen, was das BVerfG dazu gesagt hat: http://julia-seeliger.de/meinungsfreiheit-schwachfug/) Wiederum andere sind der Auffassung dass nur das deutsche System richtig ist und wollen zwischen Meinung und Tatsachenbehauptung unterscheiden. Auch nicht sehr ergiebig, denn auch eine widerlegte Meinung bleibt eine Meinung.

Dass wir diskutieren zeichnet uns aus, und es macht uns klüger. Fein.

In jedem Fall hat sich die PP bisher nicht zu einem bestimmten Modell bekannt. Dies hat nun - irrtümlich oder absichtlich - der Vorstand übernommen:
Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und von uns Piraten außerordentlich wertgeschätztes Gut. Amtsträger der Partei sind aber in der besonderen Pflicht, die damit verbundene Verantwortung über ihre eigenen Interessen zu stellen und Schaden von der Partei abzuwenden.


Die Öffentlichkeit liest das so: "Bodo hat ne Nazi-Meinung geäußert, und das ist echt voll ok, aber er soll mal nicht der Partei schaden damit." (Auch hierzu siehe: http://julia-seeliger.de/meinungsfreiheit-schwachfug/)

Eine derart unprofessionelle Formulierung, die nicht auf bestehende Kritik eingeht, ist eigentlich eine Katastrophe. Die Öffentlichkeit hätte gerne eine klare Distanzierung von revisionistischen und antisemitischen Äußerungen gehabt. Hat sie nicht bekommen, und die Blogosphäre kocht weiter.

Mit Mühe kann man aber den den Absatz auch so deuten, dass der Vorstand an das amerikanische Modell glaubt, und Bodos Statements zwar für falsch hält, ihm aber auch nicht einfach rauswerfen lasen will. Diese Interpretation ist zwar immer noch schlecht, weil IIRC nie mit der "Basis" geklärt, aber nicht so schlecht, wie die Grenzen von Art.5 GG einfach nicht verstanden zu haben. (Sie verstanden zu haben ist im Übrigen auch Voraussetzung zur Kritik an ihnen!)

Immerhin: Der Spiegelfechter setzt sich in einem wirklich lesenswerten Artikel mit der berührten Frage auseinander: http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... hwerer-see - Leider ist das nach meinem Kenntnisstand der einzige Artikel dieser Art. Die Frage, ob der Vorstand sich der katastrophalen Außenwirkung bewusst ist, darf also gestellt werden.

Nun gibt es ein Update, und ich fühle mich regelrecht vor den Kopf gestoßen: Die 24-Stunden-Frist ist abgelaufen, wir warten dann noch mal bis zum 16.07. WTF?

Es wäre sicher schlecht, sich von irgendwelchen Nörgelbloggern gängeln zu lassen. Fristen müssen gesetzt werden, Verfahren haben nach Satzung abzulaufen. Scherbengerichte brauchen wir nicht. Und mal kurzerhand die Meinungsfreiheit über Bord werfen, weil sich jemand beschwert - nein, das auch nicht. Aber eine gesetzte Frist hat man auch einzuhalten!

Der Fall Bodo ist nicht neu. Ich empfinde das momentane Vorgehen als unprofessionell und beim aktuellen Medienecho auch als völlig inakzeptabel. Der alte Vorstand hat eine zweideutige Klarstellung im Wiki zugelassen, den BPT nicht ausreichend über die Angelegenheit informiert. Und der neue Vorstand setzt das Trauerspiel fort?!

Vielleicht sind es persönliche Bekanntschaften, die das Gefühl entstehen lassen, alles sei nicht so schlimm. Ist es aber.

Hier muss mit Sorgfalt formuliert, auf den Unterschied zwischen Meinungsäußerung und unwahrer Tatsachenbehauptung zumindest eingegangen werden. Hier muss gesagt werden, was für Strömungen es innerhalb der Partei gibt, und wieso es schwer fällt, jemanden jetzt holterdipolter über die Planke zu schicken. Hier kann gesagt werden, dass man Bodo nicht für einen Nazi hält. Hier muss aber auch der Unterschied zwischen dem Wunsch nach Redefreiheit und dem Thema Holocaust selbst beachtet werden. Wenn man das vermengt, dann sind wirklich schlimme Vorwürfe absehbar.

Absolute Redefreiheit kann IMHO hier nur dem Zweck dienen, sich besser mit Nazis auseinandersetzen zu können, ihnen die Chance zu geben, sich selbst zu entlarven. Wer sich frei - auch bei geistigen Brandstiftern - informieren will, der muss auch wiederum deren Kritiker kennen. Eine klare Abgrenzung zu extremen Positionen muss wiederholt werden, wenn daran begründete Zweifel bestehen. Und die Gründe sind verdammt gut.

Und es muss, wenn eine Distanzierung von einem Mitglied erwartet wird, auch reagiert werden, wenn diese nicht innerhalb der gesetzten Frist kommt. Und die wiederum sollte leicht fallen, eindeutig sein, und ohne relativierendes Geschwurbel auskommen. Entweder Bodo sieht sich als Opfer von pseudowissenschaftlichen Revisionisten, oder er glaubt ernsthaft immer noch an die Schuld Polens am zweiten Weltkrieg. Punkt aus.

Eine ungünstige Formulierung (z.B. die Gleichsetzung des "Welt ist eine Scheibe"-Dogmas mit §130 StGB, die Formulierung ähnlich "Juden können ja gehen", etc.) kann man aus dem Handgelenk korrigieren, wenn man etwas anderes meinte. Wenn nicht, dann ist man schuld daran, dass Betrachtungen kolportiert werden, die die Intention (!) haben, die deutsche Vergangenheit und die Taten der Nationalsozialisten zu relativieren.

Es ist dabei unerheblich, ob Bodo diese Intention selbst teilt.

Meines Erachtens muss der Vorstand jetzt umgehend angemessen reagieren. Nicht nur um Schaden von der Partei abzuwenden. Oh nein, das kleine Bloggewitter, das stehen wir durch. Wohl aber, um den ganzen Idioten, die sich von jeder jungen Partei magisch angezogen fühlen, klar zu machen, dass ihr krudes Gedankengut auch bei den Piraten keine Chance hat. Und um zu zeigen, dass das Thema an höchster Stelle ernst genommen wird, und man konsequent ist. Stichwort: Chefsache.

Mir ist klar, dass das eine Gratwanderung ist, und dass man Prinzipien nicht gleich über Bord wirft. Gibt man jedoch jemandem wieder und wieder und wieder die Chance, sich herauszureden, mit Fußnoten noch "ätsch, war aber kein Überfall auf Polen" zu sagen, nimmt man dann zu einem so schwerwiegenden Problem nicht professionell Stellung, lässt ein Ultimatum verstreichen und wartet dann doch wieder, dann richtet man großen Schaden an.

Und nun ist es bei heise angekommen und damit offiziell im Mainstream:
Zwar will die Piratenpartei bei dieser inzwischen von der Blogosphäre in die klassischen Medien geschwappten Affäre keine Zweideutigkeiten riskieren. Doch wovon sich Thiesen konkret distanzieren soll, sagt die Partei auf Anfrage nicht. Der Vorstand fordert eine "noch klarere und deutlichere Distanzierung" von seinen "fragwürdigen Äußerungen". So habe Thiesen "leichtfertige" Positionen in der sogenannten Revisionismusdebatte vertreten, erklärte Bundesvorstandsmitglied Thorsten Wirth gegenüber Telepolis, und verwies auf eine Verwarnung, die der Parteivorstand bereits im Juni 2008 gegen Thiesen ausgesprochen hatte.

(Hervorhebung von mir.)

HEILIGE SCHEIẞE!!!

So langsam fehlen selbst mir die Worte. Man muss ja geradezu dankbar sein, dass heise sich um Zurückhaltung bemüht. Eine Überschrift wie "Vorstand der Piratenpartei zögert nach Nazi-Vorwürfen mit Rauswurf" wäre auch nicht wirklich falsch gewesen.

Auf Youtube kann man sehen, wie Bodo kurz vor seiner Wahl auf eine Nachfrage reagiert hat: http://www.youtube.com/watch?v=zk02Iq8SZ80 Die Antwort ist professionell: kurz, leicht genervt aber selbstbewusst vorgetragen und - inhaltsleer. Die beste Nebelkerze seit Jahren. Die ausweichende Antwort hat mehr als nur einen faden Beigeschmack. Sie hat Menschen getäuscht und ihnen den Eindruck gegeben, es hätte nur eine dumme Hetzkampagne gegen Bodo gegeben. Auch dieser Fehler muss angesprochen werden.

Da der Vorstand dazu nicht willens oder in der Lage zu sein scheint, tun das jetzt andere, z.B. hier: http://www.kamikaze-demokratie.de/2009/ ... ei-machte/ - Hier ist es ein hoffnungsvoller Pirat, der an Verbesserungen glaubt. Andere werden nicht so zimperlich sein.


Kurz zusammengefasst: Mir fehlt im Umgang mit dieser Angelegenheit die Konsequenz. Aus der Besonnenheit ist offenbar Leichtfertigkeit geworden. Damit öffnet sich jetzt den wirklich schlimmen Vorwürfen die Tür. Bitte handelt jetzt.



(Anmerkung: Falls irgendjemand der Meinung ist, in diesem Post meine Meinung über Redefreiheit, den Bodo als Person oder gar (ich sehe es kommen), den Holocaust entdeckt zu haben, möge er bitte im IRC aufschlagen und mich fragen. Ich bin nämlich der Auffassung, dass nichts davon hier drin steht..)
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Galaxia » 08.07.2009 17:45

Ich habe gerade die News auf unserer Startseite dazu gelesen und ich finde es ausgesprochen professionel, wie hier damit umgegangen wird.

Und mehr kann ich dazu nicht sagen, nur wenn du so einen Roman schreibst, aber anscheinend nicht einsiehst das Thema davor in seiner Gesamtheit zu recherchieren, dann passt das irgendwie nicht.

Nur was treibt dich dazu unserem "Vorstand" diletantische Handlungsweise zu attestieren, ich finde das nicht ok, wie du hier Stimmung machst, bewust oder unbewust.

Und wir sind hier alle keine "Berufspolitiker" und wir sind "Noobs" in einiger Hinsicht, wenn auch nicht Alle.
Jedenfalls vieleicht schraube deine PR Erwartungshaltung etwas zurück und wie gesagt sachlich diskutieren ist ein großes Plus.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon datenritter » 08.07.2009 17:54

Anmerkung vorweg: sehe jetzt erst http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:B ... tanzierung und muss das noch verdauen.

Galaxia hat geschrieben:Ich habe gerade die News auf unserer Startseite dazu gelesen und ich finde es ausgesprochen professionel, wie hier damit umgegangen wird.

Dass es nicht professionell ist, weil man sich immer wieder und wieder in die Nesseln setzt, das wollte ich klarmachen.

Und mehr kann ich dazu nicht sagen, nur wenn du so einen Roman schreibst, aber anscheinend nicht einsiehst das Thema davor in seiner Gesamtheit zu recherchieren, dann passt das irgendwie nicht.

Wie kommst Du darauf, dass ich das Thema nicht in seiner Gesamtheit recherchiert habe? Ich habe lediglich das Medium "Forum" nicht genutzt, sondern mich auf Wiki, IRC und die bekannten Usenet-Posts beschränkt. Erwartest Du von mir, dass ich einen Forenthread mit hunderten teilweise inhaltslosen Meinungsbekundungen komplett lese? Nope.

Nur was treibt dich dazu unserem "Vorstand" diletantische Handlungsweise zu attestieren,

Das steht oben. Bei Revisionismusvorwürfen sollte man die Diskussion verfolgen oder herumfragen und keine Stellungnahme veröffentlichen, die so klingt, als sei einem - platt gesagt - eigentlich alles egal.

ich finde das nicht ok, wie du hier Stimmung machst, bewust oder unbewust.

Du, die Stimmung, die ist "da draußen", und dort ziemlich real. Da trage ich gar nichts mehr zu bei.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Galaxia » 08.07.2009 17:59

datenritter hat geschrieben:
Und mehr kann ich dazu nicht sagen, nur wenn du so einen Roman schreibst, aber anscheinend nicht einsiehst das Thema davor in seiner Gesamtheit zu recherchieren, dann passt das irgendwie nicht.

Wie kommst Du darauf, dass ich das Thema nicht in seiner Gesamtheit recherchiert habe?

datenritter hat geschrieben:ich habe die Usenet-Diskussionen nicht im kompletten Zusammenhang gelesen. Weil erstens kein normaldenkender Mensch seine Zeit mit diesem Sumpf verschwendet und zweitens die einzelnen Formulierungen durchaus auch für sich stehend bewertet werden könne

Die Art und Weise und deine Schlußfolgerungen sind nicht nachvollziehbar, da hilft es auch nichts wenn du ganz viel fett gedruckten Text verwendest und zich Links postest.

Das Thema ist vieleicht zu abstrakt um es anhand von Einzelheiten "Schlagwörtern" zu bewerten, so sehe ich das.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Jano » 08.07.2009 18:03

Ich kann datenritter bei seiner Kritik bedingungslos zustimmen. Es kann nicht sein, dass eine Frist gesetzt wird und trotz Ablauf dieses Ultimatums seitens des Vorstands nichts unternommen wird, die Frist sogar verlängert wird. Ich will jedenfalls mit einer Partei, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Holocaustleugnern ein Forum bietet und diese in ihrer Mitte duldet nichts zu tun haben. Denn "Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt." Und der Holocaust ist und bleibt eine Tatsache. Das hat nichts mit Meinung zu tun.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Tiramusi » 08.07.2009 18:05

Ich hab die Stellungnahme gelesen und, nunja... liest sich ein wenig wie "Habe ich nicht getan, habe ich nicht so gemeint, distanziere mich vor allem, stehe hinter der Partei". Irgendwie fehlt mir da was.
Aber ich muss ehrlich sagen, daß ich das Thema auch nicht so drastisch gesehen habe, die Äußerungen die ich gelesen habe waren bei weitem nicht so extrem, wie sie gern in einigen Blogs dargestellt wird. Sieht man sich die Zeit wie lange es her ist UND die Tatsache, daß er darauf schon reagiert hat an, ist das Thema für mich eigentlich schon gegessen. Ich finde das wird besonders in der Blogszene hochgespielt, wie ein Rechtsextremist kam mir keine einzige seiner Aussagen vor. Relativieren hin oder her, aber rechtsextrem klang absolut nichts.

PS: Wisst ihr eigentlich wie anstrengend es ist, Din-A4 Seiten lange Beiträge, die dazu noch verschachtelt sind zu lesen?
Oder Beiträge, die auf 20 andere Beitragsfragmente gequotet sind? Das kann sich doch kein Mensch unter 1std durchlesen.
Also nicht übel nehmen, falls dies hier schon genannt wurde, ich les mir sowas nur noch selten durch. (ist übrigens nicht explizit auf diesen Thread hier bezogen, musste es nur irgendwo mal posten ;))

@ Jano: Wann genau hat er denn geantwortet und wann genau ist die Frist verstrichen?
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_______________________________
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Katana » 08.07.2009 18:07

Der Vorstand hätte lieber schreiben sollen:
"Die Meinungsfreiheit ist uns Piraten ziemlich egal. Auserdem sind Amtsträger der Partei in der besonderen Pflicht, die damit verbundene Verantwortung über ihre eigenen Interessen zu stellen und Schaden von der Partei abzuwenden."

Das währe eine effektivere distanzierung von Bodos aussagen was?

Ich denke jedoch das dann mehr Leute hier protestieren würden.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon R4mbo » 08.07.2009 18:07

Sollte Bodo Thiesen dieser Aufforderung nicht binnen 24 Stunden nachkommen, wird der Bundesvorstand die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.


Die Frist war an Bodo gerichtet, nicht an den Vorstand selbst. Wann die Maßnahmen ergriffen werden wurde nicht festgelegt und man sollte dem Vorstand Zeit zum Besprechen geben.

Nun gibt es ein Update, und ich fühle mich regelrecht vor den Kopf gestoßen: Die 24-Stunden-Frist ist abgelaufen, wir warten dann noch mal bis zum 16.07. WTF?


Wo ist dieses Update zu finden?
HIJARRRRR!~
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Xanatos » 08.07.2009 18:07

Ich finde die Reaktion des Vorstands angemessen. Man macht eindeutig klar, dass die Partei sich von rechtsextremen Gedankengut distanziert und gegebenenfalls nach Ablauf des Ultimatums Schritte einleitet. Etablierte Parteien wie CDU oder FDP hätten das nicht anders gemacht.

Insofern halte ich den hier angeführten Punkt für Wortklauberei.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Galaxia » 08.07.2009 18:08

Jano hat geschrieben:Ich kann datenritter bei seiner Kritik bedingungslos zustimmen. Es kann nicht sein, dass eine Frist gesetzt wird und trotz Ablauf dieses Ultimatums seitens des Vorstands nichts unternommen wird, die Frist sogar verlängert wird. Ich will jedenfalls mit einer Partei, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Holocaustleugnern ein Forum bietet und diese in ihrer Mitte duldet nichts zu tun haben. Denn "Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt." Und der Holocaust ist und bleibt eine Tatsache. Das hat nichts mit Meinung zu tun.

Richtig, nur was hat den dieser Bodo für eine Meinung? Und eine Frist Verlängerung zur Klärung seiner angeblichen "Holocaust Leugnung" ist jawohl kein Grund unserem Vorstand gleich dafür so dumm zu kommen.
Ich weiss nicht was Bodo gesagt haben soll, oder was er publiziert oder wo er noch aktiv ist. Und wahrscheinlich muss sich der Vorstand darüber auch erstmal ein Bild verschaffen.

Und mit diesem Statement hat der Vorstand klar ein Zeichen gesetzt.
Galaxia
 

Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon igl » 08.07.2009 18:09

datenritter hat geschrieben:Hi!

Ich führe jetzt schon seit einigen Tagen Diskussionen im IRC-Channel #piraten-bodo und behaupte mal, recht tief in die Materie eingestiegen zu sein. ............................


da will nur einer Unfrieden stiften - hat ja auch schon 2 Beiträge :p
Ich habe die Buchstaben zufällig aneinandergereiht. Sollte jemand darin eine Aussage sehen, kann es sich nur um die Projektion der eigenen Ansichten handeln. Ich habe keine eigene Meinung.
igl
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon hellertaler » 08.07.2009 18:15

Jano hat geschrieben:Ich kann datenritter bei seiner Kritik bedingungslos zustimmen. Es kann nicht sein, dass eine Frist gesetzt wird und trotz Ablauf dieses Ultimatums seitens des Vorstands nichts unternommen wird, die Frist sogar verlängert wird. Ich will jedenfalls mit einer Partei, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Holocaustleugnern ein Forum bietet und diese in ihrer Mitte duldet nichts zu tun haben. Denn "Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt." Und der Holocaust ist und bleibt eine Tatsache. Das hat nichts mit Meinung zu tun.

Das kann ich so unterschreiben.
Die Jetzt veröffentlichte Distanzierung von BT hilft leider auch nicht viel weiter. Sie ist für die ihm gewährte Zeit mehr als dürftig und Spiegelt nicht seine Meinung sonder selbige im Konsens mit der Meinung der PP wieder.
Ich finde es einfach schade, wie mit Leichtsinnigkeit von Seiten der Verantwortlichen in dem Fall dem Vorstand, in kauf genommen wird, das Ämter und damit die gesamte Partei Schaden nehmen.

igl hat geschrieben:..da will nur einer Unfrieden stiften - hat ja auch schon 2 Beiträge :p

Schwachsinniger geht es nun aber wirklich nicht mehr. Informier dich bevor du Schw*****sinn redest.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Galaxia » 08.07.2009 18:20

hellertaler hat geschrieben:Das kann ich so unterschreiben.
Die Jetzt veröffentlichte Distanzierung von BT hilft leider auch nicht viel weiter. Sie ist für die ihm gewährte Zeit mehr als dürftig und Spiegelt nicht seine Meinung sonder selbige im Konsens mit der Meinung der PP wieder.
Ich finde es einfach schade, wie mit Leichtsinnigkeit von Seiten der Verantwortlichen in dem Fall dem Vorstand, in kauf genommen wird, das Ämter und damit die gesamte Partei Schaden nehmen.

Von deinem Link aus dem Wiki. Ein Auszug aus Bodos Stellungsnahme
Hiermit erkläre ich in Übereinstimmung mit der Satzung der Piratenpartei
Deutschland, daß ich faschistische Bestrebungen jeder Art entschieden
ablehne. Weiterhin erkläre ich, daß ich den Holocaust weder leugne noch
geleugnet habe und auch nicht gedenke, dies in Zukunft zu tun.

Damit wäre das Thema dann wohl geschloßen. Es sei den Jemand will hier was herbeireden was nicht der Realität entspricht, zudem zu Lasten eines Partei Mitgliedes. Es ist nicht ok, wie der Topic Starter hier trollt!
Galaxia
 

Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Strategios » 08.07.2009 18:22

Ich hätte mir da auch wesentlich konsequentere Schritte gewünscht anstatt dieses rumgeieere. Allerdings glaube ich kaum das man jetzt noch irgendetwas daran ändern kann ohne einen halben Aufstand auszulösen was so kurz vor der Wahl kaum sinvoll wäre.

Wenn Thiesen wirklich an den Zielen der PP interessiert gewesen wäre dann wäre er freiwillig erstmal zurück getreten. So hält er aus welchen gründen auch immer an seinem Parteiamt fest und nimmt möglicherweise massiven Schaden für die Partei in kauf, das kanns ja wohl auch nicht sein.
Er hätte ja in 2 Jahren nochmal kandidieren können nachdem er sich ausgiebig Informiert und von dem Thema distanziert hat. Das hätten ihm auch vermutlich die meisten auch geglaubt und das Thema wäre erledigt gewesen. Machen wir uns nichts vor die PP ist in dieser Hinsischt noch extrem unerfahren und naiv, in Zukunft werden wir hoffentlich eine Parteispitze haben die da nicht so nachgiebig ist sondern resoluter vorgeht.

// Ich möchte hiermit nochmal klarstellen das ich Bodo nicht verbieten will seine Meinung öffentlich zu sagen, das kann er gerne tun auf seiner Webseite oder Bücher zum Thema schreiben usw usw. Nur als Parteifunktiönar einer Bürgerrechtspartei geht sowas einfach nicht das sollte jedem klar sein.
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Re: dilettantische Reaktion des Vorstands auf Fall Bodo

Beitragvon Magelan » 08.07.2009 18:24

da es ja anscheinend scheiß egal ist was offiziell zu diesem thema gesagt wird und man trotzdem weiterbasht, frage ich mich warum ihr nicht einen neuen thread erstellt in dem jeder mal ein ein statement forumliert wie er es denn gerne hätte.
und dann können wir ja nen preis fürs beste vergeben.

:roll: :roll:
Zuletzt geändert von Magelan am 08.07.2009 18:57, insgesamt 2-mal geändert.
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