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Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Formulierung der Kernforderungen und Grundsätze, Diskussion über die Ausweitung auf weitere Ziele

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Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon AgneS » 17. Okt 2009, 14:17

In der AG Frauen ist folgender grundsätzlicher Thread bzgl. des Inzestverbotes aufgetaucht:
http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=159&t=13792

Zum scheinbaren Argument bzgl. der Erbgutschädigung bei Inzest hat Elohim unter http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=159&t=13792#p181257 imho das Wichtigste gesagt.
Die Frage die noch bleibt:
Ist das Anrennen gegen die allgemeine öffentliche Meinung "nur" wegen der Freiheit einzelner extrem anders tickender Menschen sinnvoll und sollte diese "Freiheit der anders Denkenden" Anliegen der Piraten sein?

Ich denke, Freiheit des Einzelnen sollte höchstens eine Schranke zur Verhinderung der Einschränkung der Freiheit des Anderen finden. Deshalb muss ein Verbot immer wesentliche Gründe haben - nicht nur die Gewohnheit oder dass die Mehrheit sich das für sich nicht vorstellen kann.

Das ist ein grundsätzliches Thema, dass hier auch mal intensiv diskutiert werden sollte. Deswegen möchte ich auf arvid http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=159&t=13792#p181225 aus erwähntem Thread hier antworten
arvid hat geschrieben:... Konstruierter Fall: Ich bringe mich selber um und verfüge, dass mein Körper danach gegrillt und auf einem Stadtteilfest oder unter Freunden verköstigt werden soll, wenn diese das auch möchten.
Es mag ja solche Personen geben. Wollen wir die auch in ihren Positionen unterstützen? Nein. Warum nicht? Ja. Warum?

Weil der freiheitliche Gedanke im Vordergrund stehen sollte. Die Freiheit des Einzelnen sollte aber höchstens an der Freiheit des anderen Grenzen. Man sollte also bevor man ein Verbot erlässt, immer Fragen, wen schränkt es denn in der Freiheit ein und wie wesentlich ist das. Eine explizite Erlaubnis zum Kannibalismus bedarf es nicht, sondern nur des Fehlens eines Verbotes.
Wenn sich deine Freundin oder Freund oder Kind in den Finger schneidet, und du leckst sein Blut ab, ist das im Grunde auch Kannibalismus. Gehörte das denn auch verboten?
Wenn sich die Mehrheit der Leute eine bestimmte Sexpraktik nicht vorstellen kann, gehört das dann verboten?
... Alle brachten zum Ausdruck, dass es nicht einmal Splittergruppen, sondern Einzelfälle sind, die dies betrifft und dass es eher Blödsinnig wäre, sich solcher Sachen anzunehmen....

Es betrifft nicht die Einzelfälle, sondern den Freiheitsgedanken selbst und der geht alle an. Jeder ist irgendwo individuell (und wenn es nur in Kombination von Verhaltensmerkmalen ist), sonst wäre es auch kaum ein Individuum. Gäbe es ein Verbot, der Verwendung des Namens "arvid", würde ich mich auch gegen dieses unsinnige Verbot einsetzen, obwohl es nur eine Splittergruppe betrifft.

Gruß Agnes
AgneS
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon Gegenwind » 17. Okt 2009, 15:15

Ich finde, wir sollten keine Zielgruppenpolitik machen, sondern Politik der Politik wegen. Wenn wir ein Verbot finden, das lediglich aus moralischen/religiösen Gründen, nicht aber ethischen Gründen widerspricht*, und wenn wir es abschaffen, niemand seiner freiheit beraubt und zu schaden kommt, nur mehr freiheit geschaffen wird, dann sollte das eine Forderung sein. Die Priorität der Forderung muss jedoch an der gesellschaftlichen relevanz gemessen werden, und da es sich hier um einzellfälle handelt (die aber auch tragisch sind), kann das nach hinten gerückt werden.
generell finde ich aber sehr toll, dass solche Themen angesprochen werden. Wir sollten ALLES überdenken auch wenn es noch so tradiert ist und eine Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist (weil es vielleicht selbst nicht reflektiert hat). Aber die Dummheit des Wählers ist kein Argument.

*für die nicht so philosophischen der Unterschied Moral/Ethik. Moral sind allgegenwärtige Regeln, an die man sich zu halten hat. z.B. Masturbation. Das wird abgelehnt, weil es sich nicht gehört, auch wenn man niemand anderen dabei schädigen würde. Aus ethischen Gründen ließe sich Masturbation gar nicht ablehnen. Ethik ist eher auf die Interaktion von Menschen ausgelegt, Moral regelt auch das Handeln, wenn man alleine ist.
"Wir vertreiben uns aus einem Paradies, aus dem nur wir uns selbst vertreiben können." (Harald Lesch)

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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon möp » 17. Okt 2009, 15:31

Ich denke dass sich Freiheit nur in der Freiheit der 'anderen' überhaupt manifestieren kann. Die Freiheit so zu sein, wie es von einem erwartet wird, ist keine Freiheit. Aus dieser Sicher heraus sehe ich hier eigentlich keine Frage.
Viel interessanter wäre mal zu analysieren, wodraus sich Verbote legitimieren können (hast Du ja auch versucht). Entscheidend sollte der Nachweis einer konkreten Einschränkung der Freiheit eines Dritten sein. Ganz banal formuliert: Wenn X durch die Auslebung der Andersartigkeit von Y daran gehindert wird, seine Andersartigkeit ebenfalls auszuleben, liegt ein Konflikt vor, bei dem man (außer in Lapalien) über ein Verbot nachdenken kann, sofern dieser Konflikt struktureller Natur ist.
Ferner denke ich dass ein Verbot während seiner gesamten Geltungsdauer dieser Legitimation bedarf, nicht nur z.B. zum Zeitpunkt der Erlassung. Wenn die Konfliktsituation nicht mehr besteht oder sich die Annahme eines Konflikts als Irrtum herausgestellt hat, muss man bereit sein das Verbot fallen zu lassen. Alles andere wird langfristig damit enden dass der Staat einem Individuum ohne Notwendigkeit bestimmte Verhaltens- und Rollenmuster vorschreiben bzw. verbieten darf.
möp
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon provo » 14. Nov 2009, 18:44

Das Thema Inzest kommt aus der AG Frauen ist aber ein Freiheitsthema wie auch andere Fragen reglementierter Sexualität.
Der § 173 StGB (Inzest) steht zwar noch im 12. Abschnitt des StGB kommt aber unmittelbar vor dem 13. Abschnitt -Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Wer diese Straftaten kritisch liest §§ 174 - 184 StGB muss merken, dass dort die Freiheit oft mit Füssen getreten wird.
Aus der Verfassung Art.2 Grundgesetz geht hervor, dass jeder das Recht hat auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sofern er andere nicht in ihren Rechten verletzt. Nach ständiger Rechtsprechung des BVerfG bezieht sich das auch auf die geschlechtliche Entfaltung. Daher darf einvernehmlicher, beidseitig gewünschter Sex nicht unter Strafe gestellt sein. Der Staat hat sich aus der Intimspähre herauszuhalten und umfassende Freiheit zu ermöglichen.
Freiwilliger Inzest IST sexuelle Selbstbestimmung, weiterhin auch beidseitig gewünschter Sex mit Unter-14-Jährigen (fällt unter sexueller Missbrauch von Kindern), aber auch der sogenannte sexuelle Missbrauch von Jugendlichen, der Rest vom alten Kuppeleiparagrafen u.v.a.m.
Hier wäre ein weites Feld von liberaler Sexualpolitik zu beackern um hier mehr Freiheit und weniger Bevormundung zu schaffen, die immer wieder mit dem Schutzgedanken begründet wird. Dahinter hängt inzwischen immer mehr die Sicherungsverwahrung und der long-stay Massregelvollzug für Minderheiten, die tatsächlich nichts verbrochen haben.

In Berlin wurde 2005 ein sexualpolitischer Arbeitskreis gegründet der folgende radikale Gundsatzerklärung entwickelt hat:


AK Sexualpolitik hat geschrieben:
Beschluss eines Grundsatzpapiers des Arbeitskreises Sexualpolitik Berlin



25. Oktober 2005

Für eine perverse Gesellschaft

Wir erregen Anstoss


Vorschlag für eine sexualpolitische Grundsatzerklärung :

Der AK Sexualpolitik Berlin versteht sich als Teil einer linksdemokratischen und antiautoritären gesellschaftlichen Bewegung.

Und vertritt die folgenden Grundsätze:

Wir begreifen Sexualität als eine positive Kraft im Leben eines jeden Menschen. [Formulierung der AHS]
Wir sehen diese positive Kraft unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität oder Spielart und Behinderung.

Wir lehnen jede Verfolgung, Unterdrückung und Diskriminierung einhelliger Sexualität ab.
Einhellige Sexualität ist Sexualität nach dem erklärten oder erkennbaren Willen bzw. beidseitigen Wunsch der Beteiligten.
Sie entspricht der durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierten freien Entfaltung der Persönlichkeit
und der Handlungsfreiheit und hat für uns einen hohen bürgerrechtlichen Stellenwert.

Für uns hat jede Form und Spielart der Sexualität ihre eigene Berechtigung in sich und ist keinem weiteren Zweck untergeordnet.
Ein Sexualstrafrecht das aus dem neunzehnten Jahrhundert stammt und nach wie vor zahlreiche Spielarten einhelliger Sexualität kriminalisiert und verfolgt lehnen wir ab. Es schützt nicht wie es vorgibt die sexuelle Selbstbestimmung sondern eine religiös-verklemmte Sexualmoral von ewig Gestrigen.
Ein solches Sexualstrafrecht können und werden wir nicht akzeptieren, wir verlangen seine Abschaffung !
*Ebensowenig akzeptieren wir Krankheits- und Störungsdefinitionen willfähriger Mediziner einer verklemmt-repressiven Sexualmoral. Das Leiden sexueller Minderheiten resultiert nicht aus Krankheit sondern aus Diskriminierung und Verfolgung oder der ständigen Angst davor sowie aus der Verachtung ihrer Lebenweisen.*

Wir solidarisieren uns mit allen wegen ihrer Sexualität verurteilten und inhaftierten Gefangenen und verlangen ihre Freilassung aus Knast und Psychiatrie.

Wir verlangen insbesondere gesellschaftliche Akzeptanz für folgende Phänomene und Spielarten der Sexualität:

Kindersexualität, Pädo- und generationenübergreifende Sexualität, Ephebo- und Gerontophilie und altersungleiche Partnerschaften, Inzest, Exhibitionismus, Sado-Masochichsmus, Sexualität in der Öffentlichkeit, jede einhellig hergestellte Pornografie einschl. Tierpornografie, Homo-, Bi-,
Trans- und Intersexualität, Transidentität, Prostitution und Zuhälterei, Zoophilie und Fetischismus.

Sexuelle und geschlechtliche Normierungen stellen wir grundsätzlich in Frage.

Emanzipation bedeutet für uns den Kampf um die Überwindung von Normierungen sowie für Akzeptanz und Gleichstellung aller Sexualitäten und Lebensweisen.

Wir wollen einen neuen gesellschaftlichen Dialog mit und zwischen Menschen aller Sexualitäten begründen. Gesellschaftlicher Dialog und Provokation sind die Mittel um unsere politischen Anliegen voranzubringen und durchzusetzen.

Wir treten jeder jeder sexuellen Denunziation und damit verbundener Medienhetze gegen scheinbare sexuelle Außenseiter und sogenannte Minderheiten entschlossen entgegen.

Wir grenzen grundsätzlich niemanden aus und dulden andererseits auch keine Ausgrenzungen. Bei uns sind Menschen aller Identitäten und Spielarten willkommen - queere Menschen ebenso wie alle anderen die sich gegen sexuelle Verfolgung und Sexualunterdrückung zur Wehr setzen.
Unsere Zusammenarbeit ist von gegenseitiger Achtung , Verständnis und Toleranz geprägt und geleitet von dem Gedanken ein breites Bündnis aller sexuell Diskriminierten zu erhalten .

Wir freuen uns auf Dialog und streitbare Auseinandersetzung mit allen Interessierten.



Das Gesetz kennt Grenzen - die Liebe nicht !


Für die PP wäre das ein weites Feld mit zahlreichen Betroffenen, wenn man es im Ganzen betrachtet. Ich finde es sollte eine Partei in Deutschland geben, deren Markenzeichen ein Eintreten für die Freiheit des Einzelnen gerade im Bereich der Sexualität ist.
EU-weit sind derzeit sogar Entwürfe im Gespräch wonach das sog. Schutzalter bis auf 18 Jahre erhöht werden soll. Das kennt man verbreitet aus den USA. Dort stülpen fundamental-religiöse Eiferer seit Jahren ihre verklemmte Sexualmoral von vorgestern per Strafgesetz der ganzen Gesellschaft über.

Es wird Zeit, dass Europa hierzu einen Gegenpol bildet.

herzliche Grüße
provo
provo
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon Sozialist » 15. Nov 2009, 15:36

Ich kann den Post von provo nur unterstreichen.

Sexuelle Selbstbestimmung ist nunmal sexuelle Selbstbestimmung, wenn nichts erzweungen wird und/oder keiner zu Schaden kommt.

Und wenn da eine Justiz daher kommt, und bei Grundrechten bildlich ein ", aber" dahinterhängt, kann man sich dann noch sicher sein, dass hinter anderen Grundrechten nicht auch einfach ein Komma mit Anhang gesetzt wird? So wie bei Artikel 5 mit der Internetsperre? Sowas muss endlich geklärt werden, in ALLEN Bereichen.

Das kann man drehen und wenden wie man will, das stößt auf das Kernthema der Piratenpartei, Freiheit.
"Niemand hat die Absicht, eine Internetzensur einzuführen" - Ursula von der Leyen, 2009

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" - Walter Ulbricht, 1961
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon inkorrupt » 17. Nov 2009, 14:10

provo hat geschrieben:Freiwilliger Inzest IST sexuelle Selbstbestimmung, weiterhin auch beidseitig gewünschter Sex mit Unter-14-Jährigen (fällt unter sexueller Missbrauch von Kindern), aber auch der sogenannte sexuelle Missbrauch von Jugendlichen, der Rest vom alten Kuppeleiparagrafen u.v.a.m.


Nur über meine Leiche, ihr Möchtegern-Straftäter*. d:B

grrruuß
inkorrupt


* edit: entvulgärisiert
Zuletzt geändert von inkorrupt am 8. Dez 2009, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon pantoffelpunk » 17. Nov 2009, 14:26

Ich glaube, dass ...

... provo entweder jemand ist, der der Piratenpartei von außen Schaden zufügen will oder
... provo glaubt tatsächlich, in der Piratenpartei könnte er sich dafür einsetzen, dass er seine Kinderpornos ungestraft runterladen könne
... oder - und das halte ich für das wahrscheinlichste - provo hat einen ganz beachtlichen Sockenschuss.

Ich tue mich außerordentlich schwer, das vorgetargene ernsthaft zu diskutieren, aber ich will es kurz versuchen, damit Ihr nicht nachher rumheult:
Nur weil irgendwelche Späthippies, die zu viel Aloe Vera geraucht haben, irgendein Pamphlet erarbeiten und ins Internet stellen, müssen die Forderungen nicht klug sein. Vor allem die radikale bzw. undifferenzierte (ALLES erlaubt - egal, wer hier wen fickt, Grüße an ALLE eingeknasteten etc.) Umgangsweise mit dem Thema, macht eine ernsthfate Auseinandersetzung damit sehr schwierig bis unmöglich.

Selbstverständlich ist für einen freiheitsliebenden Menschen einvernehmliche Sexualität grundsätzlich zu erlauben, ein Schutzalter von 18 Jahren halte ich auch für schwachsinnig. Fetische als pathologisch zu kategorisieren ist sicher auch zum großen Teil Quatsch udn führt lediglich zur Unterdrückung sexueller Wünsche udn damit zum subjektiven Unglück.

Sexuelle Handlungen mit Kindern freizugeben, ist aber natürlich komplett hanebüchener Unsinn, Quatsch, Dreck. Schon bei Kindern eine mögliche Freiweilligkeit vorauszusetzen zeigt, dass der Urheber dieser Sätze nicht nur mächtig einen an der Waffel hat, sondern vor allem keine Ahnung hat. Jeder - ich schreibe jetzt bewusst: NORMALE - Mensch, der eigene Kinder hat, wird Euch bestätigen können, dass es diese Freiwilligkeit ganz grundsätzlich nicht in dem Sinne gibt, in dem Ihr es gerne hättet. Kinder machen Doktorspielchen freiwillig und zeigen sich freiwillig gegenseitig ihre Piephähne, mehr nicht.

Ich habe mit Kindern gearbeitet, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden und ich kann Dir sagen, dass nicht nur die, die dabei körperliche Gewalt erfahren haben, mit dieser Last sehr lange sehr schwer zu kämpfen haben. Und diese Last wird nicht durch eine verklemmte Sexualmoral von außen herangetragen, die Kinder erleben Dinge, für die sie einfach nicht bereit sind.

Ende des diplomatischen Teils. Also, tut mir den Gefallen und verbreitet Euren beschissenen Unfug in irgendwelchen Kinderfickerforen, aber lasst uns mit so einem Müll zufrieden, hier haben einige den Anspruch ernsthaft in diesem Land etwas zu bewegen. Dazu gehört definitiv nicht, Eure strafbaren Wichsvorlagen zu legalisieren!

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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon JanD » 17. Nov 2009, 14:52

inkorrupt hat geschrieben:Nur über meine Leiche, ihr Möchtegern-Kinderficker. d:B

Mircos Worten, denen ich mich anschließe, möchte ich hier noch hinzufügen, dass die Piratenpartei NICHT dazu da ist, irgendwelchen Leuten dabei zu helfen, ihren Haß-Paragraphen aufgelöst zu bekommen.

In aller Deutlichkeit:
Pädophiles Gesocks, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, Kinderschänderei oder -pornographie zu legalisieren.
Nazis, gewalttätige Autonome etc, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, Holocaustleugnung oder Gewalt gegen andere Menschen salonfähig zu machen.
Revoluzerwirrköpfe, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, bloß weil wir ein paar Gesetze für veraltet oder gefährlich halten, den ganzen Staat über den Haufen zu werfen.

Und so weiter.

Verpisst euch. Ihr seid nicht viele, aber jeder einzelne von euch, der glaubt bei uns eine Plattform finden zu können, sind zwei zu viel. Wir sind nicht die Partei, die ihr sucht. Möget ihr nie eine finden.

Gruß,
Jan Dörrenhaus
Listenkandidat NRW
Direktkandidat Wahlkreis 114 (Dortmund IV)
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon Trias » 17. Nov 2009, 15:15

JanD hat geschrieben:
inkorrupt hat geschrieben:Nur über meine Leiche, ihr Möchtegern-Kinderficker. d:B

Mircos Worten, denen ich mich anschließe, möchte ich hier noch hinzufügen, dass die Piratenpartei NICHT dazu da ist, irgendwelchen Leuten dabei zu helfen, ihren Haß-Paragraphen aufgelöst zu bekommen.

In aller Deutlichkeit:
Pädophiles Gesocks, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, Kinderschänderei oder -pornographie zu legalisieren.
Nazis, gewalttätige Autonome etc, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, Holocaustleugnung oder Gewalt gegen andere Menschen salonfähig zu machen.
Revoluzerwirrköpfe, wir verabscheuen euch und helfen euch NICHT dabei, bloß weil wir ein paar Gesetze für veraltet oder gefährlich halten, den ganzen Staat über den Haufen zu werfen.

Und so weiter.


Ai. Ich möchte hier noch Weltverschwörungsfreaks hinzufügen.

Verpisst euch. Ihr seid nicht viele, aber jeder einzelne von euch, der glaubt bei uns eine Plattform finden zu können, sind zwei zu viel. Wir sind nicht die Partei, die ihr sucht. Möget ihr nie eine finden.
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon arvid » 17. Nov 2009, 15:22

Dem kann ich mich nur anschließen!

Personen, die eine Partei zur Legalisierung ihrer Perversionen instrumentalisieren wollen sind hier fehl am Platz und unerwünscht. Nicht jede bestehende Regel hindert an der Entwicklung und Kinderfickern einen legalen Raum einzuräumen ist der Untergang unserer Gesellschaft.

Wer immer der Meinung ist, kleine Kinder könnten selbstbestimmt mit ihrer Sexualität umgehen, der kennt die Kinder nicht und missachtet ihre Entwicklung. Aus egoistischen Erwägungen das Wohl dieser kleinen Menschen aufs Spiel zu setzen und seinen Gelüsten nachzugehen sollte in keinem Falle toleriert werden.

Als Mensch und Vater sage ich euch dazu:

"Verpisst euch!"

Wir brauchen euch nicht für unsere politische Arbeit und und mit Stimmen von Kinderfickern möchte ich unsere Partei nicht in das geringste Amt gewählt werden sehen. Wir brauchen euch nicht, die Gesellschaft braucht euch nicht, eure menschenfeindlichen Forderungen und Erwägungen erst recht nicht.

Geht weg!

Arvid

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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon Twins » 17. Nov 2009, 15:40

JanD hat geschrieben:Pädophiles Gesocks
Menschen als Gesocks zu bezeichnen ist unterstes Niveau, fast schon Menschenverachtend.
Und solche Aussagen von einem Kandidat der Piraten... :shock:
Aber das fällt ja unter "Meinungsfreiheit" :wink:


Jetzt aber bitte zurück zum Thema Inzest...
Inzest ist auch mit volljährigen Menschen möglich (über 18)
Zuletzt geändert von Twins am 17. Nov 2009, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
Steuern sind Diebstahl !
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon JanD » 17. Nov 2009, 15:45

Twins hat geschrieben:
JanD hat geschrieben:Pädophiles Gesocks
Menschen als Gesocks zu bezeichnen ist unterstes Niveau.
Und solche Aussagenvon einem Kandidat der Piraten... :shock:

Nein, Kinderschänderei ist unterstes Niveau. Ich stehe zu meiner Formulierung. Ich bin stolz auf meine Formulierung.

Gruß,
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon L337hium » 17. Nov 2009, 15:49

k von vorne (kack forensoftware)


liebe "freiheitsliebene" piraten,
freiheit wird also über eure kleine einfamilienreihenhauswelt definiert? ihr wollt also auch eurer 12-jähirgen tochter "verbieten" mit ihrem 13-jährigen freund zu schlafen? oder noch VIEL SCHLIMMER: mit iher 13-järigen freundin!!!11 ihr spießer!


es grenzt an mutwilligkeit und latentem nazi-kleinbürgertum wer unterstellt der text aus berlin würde kipo DLs fordern oder eh schon strafbare handlungen an kindern!


der text stellt explizit dar, dass sich ALLE beteiligten darüber einig sind, was sie da gerade machen!

denkt lieber mal darüber nach wie vielen menschen ihr täglich sexuelle gewalt zufügt, weil ihr in eurer heteronormativen gesellscahft "die kleine süße" von der tanke "schatzi" nennt! DAS ist bereits vergewaltigung! also ganz ruhig hinter eurem einfamiliengartenzahn!
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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon arvid » 17. Nov 2009, 15:52

Twins hat geschrieben:
JanD hat geschrieben:Pädophiles Gesocks
Menschen als Gesocks zu bezeichnen ist unterstes Niveau.
Und solche Aussagen von einem Kandidat der Piraten... :shock:


Sehr zurecht ist diese Bezeichnung gefallen, wenn ich mir bedenke, welche Forderungen von provo & Co. hier aufstellen. Da vermischen sie in völlig unredlicher Weise nachvollziehbare Argumente und Positionen zur allgemeinen Freihet des Bürgers mit sog. sexueller Selbstbestimmung von Minderjährigen.
Twins hat geschrieben:Jetzt aber bitte zurück zum Thema Inzest...
Inzest ist auch mit volljährigen Menschen möglich (über 18)


Natürlich dürfen sich nach meinem Dafürhalten erwachsene (!) Geschwister sexuell zu einander verhalten, wie sie möchten! Aber das hat NICHTS, REIN GAR NICHTS mit dem Bedürfnis der Kinderficker nach wehrlosem Frischfleisch gemein. Wer das ganze in die gleiche Kiste mit der Aufschrift "Freiheit" stopft, ist Gesocks. Und von einem Kandidaten der Partei erwarte ich umso klarere Worte dazu.

Arvid

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Re: Freiheit für Andersartige [Re:AG Frauen "Inzestverbo ..."]

Beitragvon JanD » 17. Nov 2009, 15:55

L337hium hat geschrieben:es grenzt an mutwilligkeit und latentem nazi-kleinbürgertum wer unterstellt der text aus berlin würde kipo DLs fordern oder eh schon strafbare handlungen an kindern!

der text stellt explizit dar, dass sich ALLE beteiligten darüber einig sind, was sie da gerade machen!

Vorab: Such nach diesem "Text aus Berlin" mal. Du wirst ihn nirgendwo ausser hier in diesem Forum finden. Interessant, nicht?

Und wenn du tatsächlich glaubst, dass
Wir verlangen insbesondere gesellschaftliche Akzeptanz für folgende Phänomene und Spielarten der Sexualität:

Kindersexualität, Pädo- und generationenübergreifende Sexualität, ...
keine Förderung von Kinderschändung und -pornographie sei, dann lasse ich mich gerne von dir als Nazi-Kleinbürger beschimpfen. Beleidigungen können je nach Quelle durchaus Komplimente sein.

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