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Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Kyra » 17. Okt 2009, 14:13

Bei manchen Männerrechtlern hat man den Eindruck, sie wären Alice Schwarzer nach einer Geschlechtsumwandlung.


ich kenne Alice Schwarzer auch persönlich ein wenig, sie ist auf keinen Fall so dumm wie manche der Maskulisten. und sie hat vor allem Humor. Ich weiß, man denkt es nicht...aber es ist so. Sie hat die Frauenbewegung letztlich sehr unterstützt, obwohl ich mit diesen überspannten Debatten in den 70-80ern auch nichts zu tun hatte. Es ist nicht schlecht, wenn eine solche Bewegung auch ein Gesicht hat. Darum wäre es für die Männer auch nicht schlecht.

Das zweite Problem, das sich aus dieser Forenradikalisierung ergibt, ist das zunehmende Verschwinden der gemäßigten, der konsens- und lösungsorientierten Männerrechtler.


das ist in der Tat ein Problem!Und schade, denn es gibt, wie ich mich inzwischen selber überzeugt habe, durchaus einen Bedarf für Männerförderung. War mir vorher auch nicht so klar.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Miriam » 17. Okt 2009, 19:43

Sämtliche Beiträge vom Nutzer Pudelpunk und die hierzu erfolgten Antworten wurden in den gelöschten Bereich verschoben - ich bitte zum Thema zurückzukehren. Unstimmigkeiten untereinander oder Aufrufe zu Nachforschungen über Dritte gehören nicht dazu.

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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Pudelpunk » 18. Okt 2009, 08:28

Ich protestiere gegen meine Verwarnung und gegen die Unterdrückung der Informationen zu Arne Hoffmann.

Es kann nicht sein, dass er seine Position innerhalb des Maskulinismus darstellt und eine Antwort darauf unterdrückt wird mit dem Hinweis, dass über die Sache und nicht über Personen diskutiert wird. Es ist nicht möglich über den Maskulinismus in Deutschland zu disktutieren und Arne Hoffmann als zentrale Person in diesem Netzwerk außen vor zu lassen. Schon gar nicht, wenn er selber in diesem Thread lang und breit über sein Verhältnis zum Maskulinismus schreibt.

Ich bitte hier um die Möglichkeit einer ausgewogene Darstellung.

Es geht um zwei Links zu Arne Hoffmanns Position im Maskulinisten-Forum WGVDL und um zwei Positionen von renommierten Männerbuch-Autoren zum Maskulinismus und insbesondere zu Arne Hoffmann.

Ich protestiere ebenso gegen die Behauptung von Miriam, ich würde zu Nachforschungen aufrufen. Wer sich mit dem Maskulinismus-Netzwerk beschäftigen will, der muss sich auch mit den öffentlichen Foren-Beiträgen der Maskulinisten beschäftigen, auch mit denen Arne Hoffmanns. Das hat nichts mit privaten Stalking zu tun.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Miriam » 18. Okt 2009, 09:40

Pudelpunk hat geschrieben:Ich protestiere gegen meine Verwarnung und gegen die Unterdrückung der Informationen zu Arne Hoffmann..


Ich habe dir diese Verwarnung erteilt, weil du den dir gestern erteilten Hinweisen nicht nachgekommen bist. Du kannst dich über diese Entscheidung bei den GMods oder den Admins beschweren, nicht hier im Thread

Pudelpunk hat geschrieben:Es kann nicht sein, dass er seine Position innerhalb des Maskulinismus darstellt und eine Antwort darauf unterdrückt wird mit dem Hinweis, dass über die Sache und nicht über Personen diskutiert wird. Es ist nicht möglich über den Maskulinismus in Deutschland zu disktutieren und Arne Hoffmann als zentrale Person in diesem Netzwerk außen vor zu lassen. Schon gar nicht, wenn er selber in diesem Thread lang und breit über sein Verhältnis zum Maskulinismus schreibt.


gegen eine sachliche Diskussion ist nichts einzuwenden, dies war jedoch bislang nicht der Fall

Pudelpunk hat geschrieben:Es geht um zwei Links zu Arne Hoffmanns Position im Maskulinisten-Forum WGVDL und um zwei Positionen von renommierten Männerbuch-Autoren zum Maskulinismus und insbesondere zu Arne Hoffmann. ..


Die beiden Links zu Arne Hoffmann betrafen nichts zum Thema, sondern waren zur Hinterlegung deiner vorgefassten Meinung zu dieser Person gedacht. Gegen das Posten von Links zum Hinterlegen deines Standpunktes zum Thema ist nichts einzuwenden, allerdings erfolge das erste Zitat (Lenz) ohne Quelle.

Pudelpunk hat geschrieben:Ich protestiere ebenso gegen die Behauptung von Miriam, ich würde zu Nachforschungen aufrufen. Wer sich mit dem Maskulinismus-Netzwerk beschäftigen will, der muss sich auch mit den öffentlichen Foren-Beiträgen der Maskulinisten beschäftigen, auch mit denen Arne Hoffmanns. Das hat nichts mit privaten Stalking zu tun.


Das Posten von 2 Links diente zur öffentlichen Diskredierung einer Person, nicht zum Thema, wenn du sachlich schreiben kannst, dann tue dies bitte, aber lass deine Vermutungen und Ansichten zum politischen Hintergrund anderer Forenuser außen vor.

Ich bitte nochmals eindrücklich zum Thema der Diskussion zurückzukommen.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon VeVi » 18. Okt 2009, 10:04

Kyra hat geschrieben:... Es ist nicht schlecht, wenn eine solche Bewegung auch ein Gesicht hat. Darum wäre es für die Männer auch nicht schlecht..

Ja, da gebe ich dir recht. Eigentlich nicht unbedingt eine basisdemokratische Sache - aber jedes Thema braucht eine(n), der/die es nach aussen darstellt.

Kyra hat geschrieben:
Das zweite Problem, das sich aus dieser Forenradikalisierung ergibt, ist das zunehmende Verschwinden der gemäßigten, der konsens- und lösungsorientierten Männerrechtler.


das ist in der Tat ein Problem!Und schade, denn es gibt, wie ich mich inzwischen selber überzeugt habe, durchaus einen Bedarf für Männerförderung. War mir vorher auch nicht so klar.

Danke, an die beide Zitierten. Ausdrücklich möchte ich hinzufügen, dass ich es bewundernswert finde, wenn sich Menschen, die bisher nichts mit der Thematik zu tun hatten, die Mühe einer Recherche machen.

VeVi

PS: @Miriam Ich stimme deiner Begründung zur Verwarnung ausdrücklich zu.
Zuletzt geändert von VeVi am 18. Okt 2009, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Isi » 18. Okt 2009, 10:35

Miriam hat geschrieben:Das Posten von 2 Links diente zur öffentlichen Diskredierung einer Person, nicht zum Thema, wenn du sachlich schreiben kannst, dann tue dies bitte, aber lass deine Vermutungen und Ansichten zum politischen Hintergrund anderer Forenuser außen vor.


Wen ich mich jetzt als Alice Schwarzer anmelde, verwarnen Sie dann auch Kritiker der EMMA, des Feminismus und an Frau Schwarzer selbst?

:)

Und bitte, warum meinen Sie, dass Beiträge, die Herr Hoffmann so im Internet verteilt, dazu geeignet wären, ihn zu diskreditieren. Schafft das jeder oder nur er?
Isi
 

Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Pudelpunk » 18. Okt 2009, 15:15

Hallo Miriam

Das Thema hier ist "Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme". Der "Maskulinismus" in Deutschland ist keine institutionalisierte Bewegung wie der Feminismus, sondern ein Netzwerk von Maskulinisten. Eine zentrale Person in diesem Netzwerk ist Arne Hoffmann und ein zentrales und lautstarkes Forum im Maskulinismus-Netzwerk ist das Forum WGVDL. Arne Hoffmann repräsentiert den Maskulinismus in Deutschland wie kein anderer. Er ist eine öffentliche Person und es muss über die Bedeutung gesprochen werden, die sein Auftreten hier in der Piratenpartei für die Maskulinisten-Szene hat.

Über Arne Hoffmann wurde hier diskutiert, bevor ich mich eingeschaltet habe. Ich habe mich hier eingeklinkt, weil über Arne Hoffmann diskutiert wurde und weil ich es wichtig finde, seine Behauptungen mit seinen öffentlichen Postings in Manndat und WGVDL zu konfrontieren. Ich verfolge die Diskussionen dort schon länger und ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich mir aufgrund der in Manndat und WGVDL, also im Maskulinisten-Netzwerk, geführten Diskussionen eine Meinung gebildet habe, die jetzt vorgefasst ist (jede Meinung ist "vorgefasst").

Zur Sache:

1. Der Maskulinismus in Deutschland ist bislang und zum Glück nur ein loses Netzwerk einzelner Männer, von denen einige eine zentrale Position einnehmen und entsprechenden Einfluss auf die Richtung dieses Netzwerkes haben. Hierzu gehören Gerhard Amendt und vor allem Arno Hoffmann.
2. Der Maskulinismus versucht an Boden zu gewinnen. Hierfür benutzt er die deutsche Anti-PC-Kampagne in seiner ganzen Breite (gegen "68er", gegen "Gutmenschen", usw.) und ist bis weit ins ultrarechte Lager präsent. Dies ist nicht schwierig. Aktuelle Buchpublikaktionen wie "Rechte Männer" belegen, dass Neo-Nazis bereits zu maskulinistischen Positionen tendieren, der Maskulinismus rennt bei den Neo-Nazis offene Türen ein.
3. Mit meinen Postings wollte ich die zentrale Rolle von Arne Hoffmann belegen, die er in dem Aufbau der maskulinistischen Bewegung einnimmt. Ich werde sie hier erst wieder posten, wenn sicher ist, dass ich dafür nicht gesperrt werde. Die Maskulinisten vom WGVDL-Forum sind über Arne Hoffmann im Moment in einer ähnlichen Weise erzürnt, wie es die Katholiken wären, wenn der Papst zum Islam konvertiert wäre. Und die plötzliche und unerwartete Abgrenzung Arne Hoffmanns vom maskulinistischen WGVDL-Forum ist eine Erschütterung für die kleine maskulinistische Szene, die nicht nur ihren Guru verloren haben, sondern nun feststellen, dass sich ihr Guru aus heiterem Himmel gegen sie wendet.
4. Die aktuellen Positionierungen von Hans-Joachim Lenz und Thomas Gersterkamp sind ebenfalls Abgrenzungen von der maskulinistischen Szene und sie beziehen natürlich auf Arne Hoffmann. Es geht hierbei - wie schon vorher angemerkt - nicht um ein privates Stalking gegen die Person Arne Hoffmann, sondern darum, dass er den Maskulinismus in Deutschland wie kein anderer repräsentiert. Das Zitat von Hans-Joachim Lenz hätte sich auch ohne Quellenangabe ohne weiteres verifizieren lassen können, es steht im Internet und ich bin davon ausgegangen, dass die PiratInnen wissen, wie man Quellen im Internet findet. Den taz-Artikel von Thomas Gersterkamp hatte ich verlinkt.

Fazit: die Piratenpartei täte gut daran, die heiße Kartoffel Maskulinismus schnellst möglich wieder fallen zu lassen. Ihr tut Euch damit keinen Gefallen. Die Maskulinisten-Szene war bislang bis weit ins rechte Feld offen. Wenn ihr Position beziehen wollt zu "Jungen als Opfer", "Männer als Opfer", dann wendet euch an seriöse und geschlechterdemokratische Autoren wie Hans-Joachim Lenz.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Isi » 18. Okt 2009, 16:02

Miriam, Sie werden sich daran gewöhnen müssen:

Artikel 19 der allgemeinen Erklärung des Menschenrechte:

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon VeVi » 18. Okt 2009, 16:20

Die Grundrechte:

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Was hier von einigen wenigen zu lesen ist, sollten sich dieselben, die es schon bis 19 geschafft haben, mal verinnerlichen!
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Miriam » 18. Okt 2009, 17:53

@Pudelpunk - danke für diesen sachlichen Beitrag

@Isi - ich weiß nicht ob du das gestrige Posten verfolgt hast, es geht nicht um den hier im Thread stehenden, sondern um die gelöschten Beiträge.

Miriam
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Arne Hoffmann » 18. Okt 2009, 22:22

Hi Pudelpunk,

Pudelpunk hat geschrieben:Der Maskulinismus in Deutschland ist bislang und zum Glück nur ein loses Netzwerk einzelner Männer, von denen einige eine zentrale Position einnehmen und entsprechenden Einfluss auf die Richtung dieses Netzwerkes haben. Hierzu gehören Gerhard Amendt und vor allem Arno Hoffmann. (...) Aktuelle Buchpublikaktionen wie "Rechte Männer" belegen, dass Neo-Nazis bereits zu maskulinistischen Positionen tendieren, der Maskulinismus rennt bei den Neo-Nazis offene Türen ein.


Wenn das so ist, dann sollte man unbedingt dafür sorgen, dass das Männerthema nicht von Rechtsradikalen besetzt wird.

(Übrigens heiße ich Arne Hoffmann, die von dir kritisierte Richtung heißt "maskulistisch" und Amazon listet unter "Rechte Männer" nur ein Buch von 2001.)

Pudelpunk hat geschrieben:Mit meinen Postings wollte ich die zentrale Rolle von Arne Hoffmann belegen, die er in dem Aufbau der maskulinistischen Bewegung einnimmt.


Dass ich in der Männerrechtsbewegung eine zentrale Rolle einnehme ist unbestrtten.

Pudelpunk hat geschrieben:Die Maskulinisten vom WGVDL-Forum sind über Arne Hoffmann im Moment in einer ähnlichen Weise erzürnt, wie es die Katholiken wären, wenn der Papst zum Islam konvertiert wäre. Und die plötzliche und unerwartete Abgrenzung Arne Hoffmanns vom maskulinistischen WGVDL-Forum ist eine Erschütterung für die kleine maskulinistische Szene, die nicht nur ihren Guru verloren haben, sondern nun feststellen, dass sich ihr Guru aus heiterem Himmel gegen sie wendet.


Das gibt sich. Inzwischen habe ich die erste Mail von jemandem aus dem gelben Forum erhalten, der schreibt, er sei infolge verschiedener Erlebnisse bis eben noch ziemlich radikalisiert gewesen und komme erst durch meine Denkanregungen langsam wieder runter. Du kannst jetzt spotten, dass einer von mehreren Dutzend nur ein kleiner Schritt nach vorne ist, aber warten wir doch mal ab, wie sich das weiter entwickelt. Vermutlich wird er nicht der letzte sein, der sich überlegt, ob immer größere Radikalität bei unserem Thema wirklich schneller zum Ziel führt. Ich für meinen Teil habe schon öfter alleine oder fast alleine gegen eine große Mehrheit gestanden, und es ist noch immer gut gegangen.

(Was allerdings diesen ständigen "Guru"-Quatsch angeht, war meine Ansicht dazu schon immer: If you meet the Buddha on the road, kill him.)

Pudelpunk hat geschrieben:Die aktuellen Positionierungen von Hans-Joachim Lenz und Thomas Gersterkamp sind ebenfalls Abgrenzungen von der maskulinistischen Szene und sie beziehen natürlich auf Arne Hoffmann.


Das Wort "natürlich" ersetzt keinen Beleg. Hans-Joachim Lenz und ich, wir haben beide an dem Buch "Befreiungsbewegung für Männer" mitgearbeitet. Jeder der Autoren wusste, bevor er seinen Beitrag eingereicht hat, wer die anderen Autoren sein würden. Was die aktuelle Abgrenzung von Dr. Lenz gegen eine Forderung von Prof. Amendt betrifft, bin ich zuversichtlich, dass Dr. Lenz hier lernfähig sein wird. Er hat ja inzwischen auch erkannt, dass die Gewaltstudie des Fraueministeriums, an der er mitwirken durfte, lediglich ein, so Lenz, "strategischer Schachzug" des Ministeriums war.

Pudelpunk hat geschrieben:Fazit: die Piratenpartei täte gut daran, die heiße Kartoffel Maskulinismus schnellst möglich wieder fallen zu lassen. Ihr tut Euch damit keinen Gefallen.


Ich glaube nicht, dass das hier so funktioniert. Sondern es läuft es so ab, dass die "AG Frauen" und die "AG Männer" konkrete Vorschläge fürs Parteiprogramm der Piraten machen und dann darüber abgestimmt wird, ob sie übernommen werden. In meinem Fall wäre das zum Beispiel mehr Hilfe für Jungen in der Schule und mehr Unterstützung für männliche Opfer häuslicher Gewalt:
viewtopic.php?f=150&t=13195

Du kannst, wenn die einzelnen Vorschläge vorgestellt werden (oder gerne auch schon vorher) argumentieren, warum diese nationalsozialistisch sein sollen oder inwiefern sie die Flanke der Piratenpartei nach rechts weit öffnen. Und du kannst sicher auch Argumente von Dr. Lenz persönlich gegen unsere Vorschläge einbringen. Ich bin gespannt, was da kommt.

Im Augenblick entwickelt sich alles sehr positiv. Wir hatten mit dem FOCUS seit über sechs Jahren die erste Titelgeschichte über die Benachteiligung der Männer. Mit der Piratenpartei zeigt sich die erste Partei offen dafür, auch Männeranliegen in ihr Programm aufzunehmen. Selbst das Frauenministerium kommt nicht umhin, eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik anzukündigen (auch wenn das zunächst womöglich nur Lippenbekenntnisse sind). Ohne die außerparlamentarische Opposition der Männerrechtsbewegung wären wir immer noch nicht soweit. Aber so bewegen wir uns voran, Schritt für Schritt für Schritt. Natürlich können dabei auf der einen Seite radikale Linke stehen und "Neonazis!" brüllen, sobald es um Männeranliegen geht, und auf der Gegenseite andere Radikale "Schleimer! Verräter!" brüllen, wenn hier statt markiger Sprüche pragmatische, zielführende Politik im Vordergrund steht, aber es wird trotzdem voran gehen. Schritt für Schritt für Schritt.

Hier in diesem Forum gibt es übrigens zahlreiche Threads zu geschlechterpolitischen Fragen. Möchtest du in einem davon mitdiskutieren oder hast du außer fremde Leute mit Dreck zu bewerfen gar nichts anderes zu bieten? :)

Herzliche Grüße

Arne d:)
Arne Hoffmann
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Pudelpunk » 19. Okt 2009, 01:48

@ Arne Hoffmann

Zunächst: es heißt Maskulinismus, nicht Maskulismus. Maskulinismus leitet sich ab von "maskulin". Feminismus heißt nur deshalb nicht "Femininismus", weil es mit den beiden "ni" holperig klingt und es üblich ist, in solchen Fällen eine Dopplung zu streichen. Bei "Maskulinismus" gibt es solch eine Dopplung nicht, daher ist auch eine Verkürzung nicht nötig. Es heißt nicht "Alpismus", um ein weiteres Beispiel anzubringen, sondern Alpinismus (von "alpin"). Also Alpin-ismus, Maskulin-ismus, aber Feminin-ismus. "Maskulismus" ist eine Selbstbenennung, in der das typische Trotz-Verhalten der Männerrechtler durchscheint: wenn Feministinnen ein "ni" streichen dürfen, dann dürfen wir das auch!

Arne Hoffmann hat geschrieben: Ohne die außerparlamentarische Opposition der Männerrechtsbewegung wären wir immer noch nicht soweit. Aber so bewegen wir uns voran, Schritt für Schritt für Schritt.


Die Piratenpartei ist nicht dafür da, die Männerrechtsbewegung voranzubringen. Wenn die Piratenpartei genderpolitische Standpunkte entwickelt, dann finde ich das sehr gut. Aber es ist unnötig und schädlich, sich als Sprachrohr der Männerrechtsbewegung zu verstehen. Die Männerrechtsbewegung ist nach rechts offen und rechte Foren wie WGVDL sind zentraler Bestandteil der Männerrechtsbewegung.

Du hättest deinen Einfluss sehr früh gegen rechtsextreme Tendenzen in der Männerrechtsbewegung nutzen können. Ich habe so ziemlich jedes Posting bei WGVDL gelesen und keine Distanzierung von dir gefunden. Im Gegenteil. Jemand, der mit Arne H. angemeldet war, postete in den letzten Monaten noch Links zur Jungen Freiheit und bedankte sich für die vielen Geburtstagsglückwünsche im Forum. Oder hat da jemand in deinem Namen gepostet? Wohl kaum. Du hast dich im Frühjahr noch aktiv um die Wiederherstellung des Forums bemüht, in dem du Christine und Rainer telefonisch über den Ausfall informiertest. Schon Monate zuvor war klar, dass Rainer rechtsextreme Postings billigt. Er hat selber Altermedia-Beiträge in WGVDL gepostet und verlinkt. Und Rainer stellt nun ebenfalls klar,dass du dich nie im Forum distanziert hast.

Es geht in diesem Thread nicht darum, genderpolitische praktische Positionen zu entwickeln. Sondern es geht darum, wie die maskulinistische Szene einzuschätzen ist. Dazu gehört auch, deine plötzliche Distanzierung vom WGVDL-Forum richtig einschätzen zu können. Für dieses WGVDL-Forum selbst ist es eine Katastrophe, wie diese kilometerlangen Threads zeigen: http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=93306, http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=93857 und viele weitere. Deine Postings in diesem Forum hier schlagen sehr viel höhere Wellen bei den Maskulinisten als bei den Piraten.

Natürlich ist es erfreulich, dass du dich endlich von den rechtsextremen Positionen distanzierst. Meine ernst gemeinte Frage ist, warum dies nicht vorher geschah, warum du nicht deinen Einfluss schon vorher benutzt hast. Seit Jahren postet WGVDL Altermedia-Beiträge. Deine Distanzierung geschieht genau zu dem Zeitpunkt, wo mit der Piratenpartei die Möglichkeit besteht, dem Maskulinismus eine parteipolitische Repräsentanz zu geben.

Eine AG Männer kann aus der reichen Geschichte der Männerbewegung schöpfen und muss nicht einseitig maskulinistische Positionen auf dem Hintergrund der Niersteiner Erklärung propagieren. Genau darum ging es auch Thomas Gersterkamp in seinem taz-Artikel.
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon ChrisTine » 19. Okt 2009, 03:28

Pudelpunk hat geschrieben:Natürlich ist es erfreulich, dass du dich endlich von den rechtsextremen Positionen distanzierst. Meine ernst gemeinte Frage ist, warum dies nicht vorher geschah, warum du nicht deinen Einfluss schon vorher benutzt hast. Seit Jahren postet WGVDL Altermedia-Beiträge. Deine Distanzierung geschieht genau zu dem Zeitpunkt, wo mit der Piratenpartei die Möglichkeit besteht, dem Maskulinismus eine parteipolitische Repräsentanz zu geben.


Zeige die vielen Altermedia-Beiträge, die nicht nur Rainer, sondern auch andere User im WGvdL-Forum gepostet haben. Bei aktuell 87733 Postings müssten die nach Deiner Aussage massenweise zu finden sein.
Ich erleichtere aber den anderen gerne die Arbeit, denn über die Suchfunktion sind diese einfach zu finden http://wgvdl.com/forum/search.php?searc ... ia&x=0&y=0
Nicht übersehen, das Links dabei noch gequotet wurden.

Freundliche Grüße - Christine
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon Loka » 19. Okt 2009, 05:24

Ich denke das einfachste wäre es, Gesetze geschlechtsneutral zu formulieren.

Rechtliche Anfechtungen bezüglich der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen wären damit ausgeschlossen.

Wer glaubt das dies nicht möglich ist weil Frauen Kinder auf die Welt bringen dem sage ich das man einfach von schwangeren Menschen sprechen kann, wenn es um deren Belange geht. Desgleichen bei stillenden Menschen, bei betreuenden Menschen und bei finanzierenden Menschen. Die Sprache bietet alles, wenn man will.

+++
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Re: Maskulinismus - Eine Bestandsaufnahme

Beitragvon gobelin » 19. Okt 2009, 06:27

Pudelpunk hat geschrieben:
Eine AG Männer kann aus der reichen Geschichte der Männerbewegung schöpfen und muss nicht einseitig maskulinistische Positionen auf dem Hintergrund der Niersteiner Erklärung propagieren. Genau darum ging es auch Thomas Gersterkamp in seinem taz-Artikel.


Interessanterweise hat die taz zu diesem Artikel von Herrn Gesterkamp keine Kommentarfunktion zugelassen. Eine Konsequenz aus früheren Erfahrungen?

Herr Thomas Gesterkamp hatte bereits schon einmal einen Artikel geschrieben, mit dem Titel "Rechte Männer in Angst"

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... -in-angst/

dort allerdings mit Kommentarfunktion - man mache sich selbst einen Eindruck!

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... ntare/1/1/

Eine Kommentar exemplarisch "anonym", um einen Eindruck zu bekommen, worum es geht:

20.09.2009 22:09 Uhr:

"Es ist eigentlich so, wie man es sich von Links schon seit Jahrzehnten gewohnt ist: Passt ihnen etwas nicht in ihr wohl geordnetes Weltbild, *schwupps* die Nazi-Rechtskonservativen-Matrix drüber legen- und schon hat man die Deutungshoheit über die Geschlechterthematik wieder erlangt!

Dass die Nazi-Keule im 21. Jahrhundert immer noch so unverschämt gezückt werden darf- und dann erst noch als Argument missbraucht wird, sagt eigentlich mehr als tausend Worte!

Da muss schon sehr viel Angst vorhanden sein, wenn man einer aufkommenden Männerbewegung auf einer dermassen argumentationsfreien Ebene begegnen muss!

Man muss man sich allmählich fragen, wer da am meisten zu verlieren hat... oder hätte, wenn die zum Teil absolut berechtigten Anliegen der Männerbewegung zu einem festen Bestandteil des zukünftigen Geschlechterdiskurses werden."

Zitat Ende.

gobelin
Zuletzt geändert von gobelin am 19. Okt 2009, 13:42, insgesamt 1-mal geändert.
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