Angela hat geschrieben:@Goofos,
nicht Dich habe ich gemeint, sondern die Entwicklung des Themas durch den Einwurf von Ulli, der sich ja nun genau so ausgdrückt hat. Der Wunsch der Moderation emotionslos zu bleiben ist daher schlecht möglich. Ich finde auch nicht, das MOGIS emotionslos ist, sondern er seine Sicht schon sehr leidenschaftlich vorträgt.
Man darf nicht außer Acht lassen, um was es hier geht.
Übergriffe auf Kinder sind strafbare Handlungen, aber Pädophile nicht immer Straftäter. Das muss man unterscheiden. Aber Übergriffe auf Kinder gleichzusetzen mit Abtreibungen und dieses aufzurechnen, das kann es doch wohl jetzt nicht sein.
Emotionslos gibt es nicht! Und das ist auch gut so!
Der Begriff "Femanzen" ist eine Zusammensetzung, aus Feministen und Emanzen. Eigentlich, eine traurige Entwicklung, weil sowohl der Begriff Feminismus, als auch der Begriff Emanzipation, eigentlich äußerst wertvolle Begriffe sind. Leider hat es Tradition, das Begriffe, wenn Frauen gemeint sind, oft durchaus honorige Bezeichnungen, ins Abfällige rücken, auch wenn sie nicht verändert werden, wie "Weib" "Dame" oder "Frauenzimmer".
Nun gut, unter "Emanze", wird sich jeder etwas vorstellen können, und es ist wohl auch kein Geheimnis, das es "abfällig" genutzt wird. Eine persönliche Verbindung dürfte eine Beleidigung sein. Merkwürdig, das sich User, hier im Thread, angesprochen fühlen, obwohl sie persönlich nicht angesprochen waren.
Nun zu dem Begriff "Zärtlichkeiten".
Ja, es hat leider Tradition, im Strafrecht, das Zärtlichkeiten unter drastischer Strafe gestellt werden, und gestellt wurden. Die meisten Bestimmungen bezüglich Strafrecht/Zärtlichkeiten, sind aus dem Strafrecht gelöscht worden. Einige sind noch drin. Hier dürfte es m.E. durchaus die Aufgabe der Piraten sein, etwas genauer hinzusehen. Das Strafrecht darf nicht tabu sein, auch wenn es hier einige UserInnen gibt, die das gerne hätten. Und, ist es ja auch nicht, sonst wäre es ja noch nicht so oft geändert worden.
Ja, ich behaupte, " Zärtlichkeiten haben nichts im Strafrecht verloren!" "Zärtlichkeiten haben Verfassungscharakter verdient" "Zärtlichkeiten sind überlebenswichtig" "Ohne Zärtlichkeiten geht jeder Säugling in wenigen Wochen zu Tode!" "Jeder Mensch braucht Zärtlichkeiten!"
Insofern, erachte ich es schon als sehr wichtig, auch im Sinne des Threads, sich durchaus auch mal grundsätzliche Gedanken zu machen, was denn nun jetzt an dem "Sexuellen Missbrauch", verwerflich, strafbar oder gar kriminell ist, und was in Frage gestellt werden sollte? Wenn hier auchmal kritisch mit dem Strafgesetz umgegangen wird, was könnte daran verwerflich sein?
Auch damals, als die Homosexualität, zur Disposition stand, haben sich einige Zeitgenossen, auf die Diskussion gestürzt, als wenn das Strafgesetz etwas gottgewolltes und heiliges wäre. Und, ja, diese Beschuldigungen, wie wir sie hier im Thread, leider auch wieder zur Kenntnis nehmen dürfen, wie "Du bist ja sicher auch so ein Schwuler (Pädokrimineller (Kinderfi.... hat man ja Gott sei dank nicht geschrieben!)), ja die gab es damals auch" Merken eigentlich manche Diskutanten nicht, auf was für einem Niveau, sie sich befinden, wenn sie, statt sich mit dem Thema zu beschäftigen, anfangen die Gegenoffensive zu starten?
Ja, der Gesetzgeber drückt sich furchtbar unscharf aus. "Sexueller Missbrauch" "Sexuelle Handlungen"? ich habe das hier im Forum schon öfter moniert, sagt überhaupt nichts aus, kann alles oder gar nichts sein, und ist wohl offensichtlich, nur damit zu erklären, das bei einigen Gesetzesgebern und Juristen, die Schamesröte und der Unsicherheitsschweiß, beim Formulieren der Texte, fröhliche Urständ gefeiert haben muss.
Deshalb, ist es ja auch nur zu erklären, das Details, zu den Fragen, Missbrauch und Handlungen, grundsätzlich hinter verschlossenen Türen, im stillen Kämmerlein mit den Betroffenen verhandelt wird. Hier wird sich aber dann durchaus, die Mühe gemacht, zu differenzieren, was unter dem Begriff "liebevolle Zärtlichkeiten", oder unter dem Begriff "Gewalt" einzuordnen ist. Anders, sind auch die vielen Freisprüche (die hier im Thread erwähnten 92%), kaum zu erklären.
Wir Piraten, sollten uns schon die Mühe machen, wenn wir hier schon so ein Thema behandeln, zu überprüfen, worüber wir hier eigentlich reden? Wie selbstverständlich, werden hier Urteile, von Kriminalbeamten aus der Exekutive, einfach kritiklos übernommen, ohne sich offensichtlich intensive Gedanken zu machen. Eigenartigerweise aber, waren Piraten bei anderer Gelegenheit, (ich denke dort an die Internetsperren) wesentlich kritischer.
Ich finde, einige machen es sich einfach zu einfach, mit dem Spruch ( Sexuelle Handlungen an Kindern, sind grundsätzlich kriminell!) Erstens, ist wie gesagt, der Begriff "Sexuelle Handlung", in keiner Weise definiert. Jeder Mensch versteht etwas anderes darunter. Auch die Behauptung, "Sexuelle Handlungen an Kindern, sind grundsätzlich schädlich, verwerflich und kriminell, auch wenn sie zärtlich und in "gegenseitigem Einverständnis" ausgeführt werden!", ist mir einfach zu billig. Das erinnert mich zu sehr an meiner Jugend, wo es hieß, "Homosexuelle Handlungen sind grundsätzlich schädlich und kriminell". Ich fürchte, so einfach kann man es sich nicht machen? Man gibt dem Strafrecht eine Kompitenz, die es nachweislich (siehe § 175) nicht hat.
Leute die behaupten, "auch Zärtlichkeiten können strafrechtlich relevant sein", stehen m.E. in Erklärungs- und Beweisnot. Bitte, ist es zuviel verlangt, wenn ich fordere, "Ich will das anhand von Fällen bewiesen haben?" Jeder von uns, wird mir doch wohl bestätigen können, das es Erlebnisse, auch in seiner Kindheit, gegeben hat, die man als Zärtlichkeiten definieren kann, und wo er sich heute noch gerne dran erinnert? auch bei sexuellen Zärtlichkeiten? Und niemand, wird mir hier im Thread, einen Fall schildern können, wo ihm Zärtlichkeiten definitiv geschadet haben? Und bitte, wie stellt ihr euch eine Erwachsenwerdung vor, wenn es im Leben, in der Kindheit, nie zu zärtlichen sexuellen Handlungen gekommen ist? Und ich bin davon überzeugt, das jeder von euch, wenn er mit sich ehrlich ist, sich an solche "Zärtlichkeiten" erinnern kann? Schwimmen kann man nicht auf dem Sand lernen. Und umgekehrt, wenn man in seiner Kindheit, grundsätzlich von "Sexuellen Handlungen" "verschont" geblieben ist, würde ich das, als "Sexuelle Verwahrlosung" bezeichnen.
Natürlich sind Menschen, die sexuell missbraucht (ich bestreite ja gar nicht, das es dieses Verbrechen gibt!) worden sind, hierfür schlechte Ansprechpartner. Sie haben es ja offensichtlich nie erlebt, das ein Teil der Handlungen, die an ihnen ausgeführt worden sind, durchaus positiven Charakter haben können, und wenn, dann können sie diese als solche nicht erkennen. Es gibt durchaus Menschen, die als Kind, "Sexuelle Handlungen" erlebt haben, und die sich heute noch gerne daran erinnern. Warum sollten solche Menschen, nicht solche Gefühle haben dürfen? Warum sollte man solchen Menschen, solche Gefühle madig machen?
Wir sollten also, auch bei den Handlungen, die hier im Thread angesprochen worden sind, uns durchaus die Mühe machen, genau hinzusehen? Soviel Mühe, sollten uns Menschen schon Wert sein, denen es droht, strafrechtlich verfolgt zu werden? Insbesondere, wenn man liest, wie damit in den USA oder in GB umgegangen wird? Ich hatte durchaus gehofft, diese lange Erklärung, euch ersparen zu können. Ich hatte durchaus gehofft, das sich jeder von euch, schonmal selber Gedanken über Zärtlichkeiten gemacht hat. Leider werde ich mich wohl geirrt haben. Sonst hätte ich wohl nicht über PN, die Aufforderung erhalten, es genauer zu erklären? Leider waren offensichtlich, UserInnen, bei der Quintessenz, "Zärtlichkeiten haben noch nie einem Menschen geschadet", offensichtlich überfordert? (Die Mühe, den Gegenbeweis anzutreten, wurde sich erst gar nicht unterzogen)
Etwas schade finde ich es, das, obwohl ich darum gebeten habe, es einige UserInnen, offensichtlich nicht lassen können, erst die Schaumproduktion vor dem Mund einzuschalten, nachdem das Gehirn eingeschaltet wird? (diejenigen, die sich angesprochen fühlen, sind gemeint!) Warum ist es einigen Damen, offensichtlich nicht möglich, sich auf die "Frauen AG" zu beschränken? Warum ist es nicht möglich, das man sich in einem Board, "Männer AG", mal vornehmlich "unter Männern", austauscht? oder wenigstens, wenn sich Frauen schon einmischen, erstmal überlegt wird, was eigentlich gemeint war? oder wenigstens vorher mal gefragt wird, bevor man seine Ergüsse bringt?
Und ich bleibe dabei, auch wenn es einigen Usern nicht gefällt!
"Feministische Emanzipation, erkennt man daran, das zärtliche Männer ins Gefängnis gesteckt werden, und Frauen, ungeborene Kinder töten (lassen)!"
Und jeder, der jetzt wieder Schaum vor dem Mund bekommt, soll mir das Gegenteil beweisen! Den Wahrheitsbeweis, meiner Behauptung, dürfte ich ja wohl, in dem Thread, ausreichend geführt haben? Oder wird um nähere Erläuterung gebeten?
Grüße, Ulli