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Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Goofos » 11.11.2009 18:39

Piratenweib hat geschrieben:Nun, sagen darfst du selbstverständlich alles - so wie alle hier. Aber mit den Reaktionen musst du dann auch umgehen - müssen "wir" ja auch. Niemand beschuldigt hier grundlos irgendjemanden.


Das ist nett von dir, dass auch ich alles sagen darf. Ich wüsste dann aber gerne schon für was ich hier nicht grundlos beschuldigt werde?

Piratenweib hat geschrieben:Ansonsten schlage ich vor, jemanden von MOGiS hier zur Diskussion einzuladen. Die wenigsten von uns haben doch vermutlich eigene Erfahrungen mit der Thematik. Was haltet ihr davon?


Nun, kannst du gerne machen. Ich weiß aber nicht was ich Ihn/Sie fragen soll? Denn ich finde es dann eher tacktlos solche Dinge wie "Ist der Opferschutz angemessen oder überzogen?", "Wie verhindern wir Falschbeschuldigungen?" oder auch "Ist das kastrieren von Straftätern, wie in Polen, der richtige Weg?". Genauso tacktlos fände ich es, wenn man Ihn/Sie einlädt um seine Geschichte zu erzählen. Das gleicht dann eher einem Mißbrauch mit dem Mißbrauchsopfer.

Angela hat geschrieben:Übergriffe auf Kinder sind strafbare Handlungen, aber Pädophile nicht immer Straftäter. Das muss man unterscheiden. Aber Übergriffe auf Kinder gleichzusetzen mit Abtreibungen und dieses aufzurechnen, das kann es doch wohl jetzt nicht sein.


Liegt meiner Meinung nach auch daran, dass das beides so "Schluss! Aus! Ende der Diskussion" Tehmen sind und genau am wunden Punkt trifft. Ob die benutzte Ausdrucksweise die Richtige ist, ist wohl eher fraglich.

Dass noch nicht "Schluss! Aus! Ende!" ist, ist wohl klar. Aber ich stelle mir dabei schon die Frage was oder ab wann es als Pädophilie gewertet werden kann? Bei diesem Punkt sehe ich viel Panikmache. Umso Kontroverser wird es ab wann ein Pädophiler sich in Therapie begeben sollte. Das gleiche gilt für Übergriffe auf Kinder. Ich erinnere mich da einen Artikel, in dem ein Sportlehrer meinte er gebe keine Hilfestellung und lasse Kinder eher fallen, als dass er das Risiko eingeht irgendwo hin zu langen.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon feuerreiter » 11.11.2009 18:59

Die Diskussion um Kindesmißbrauch (das muß ja nicht zwangsläufig sexuell sein) ist wichtig und wird m.E. in DE überhaupt nicht geführt. Die Gefahr, wenn man etwas tabuisiert ist, daß man weit übers Ziel hinausschießt, siehe USA (wo Kinder ins Gefängnis kommen, wenn sie der Schwester einen Kuß geben, oder wo man als Sexualstraftäter geführt wird, wenn man alleine im Gebüsch pinkeln war) oder Großbritannien (wo sich alle jetzt registrieren müssen, die mal das Nachbarskind im Auto mit nach Hause oder zum Sport fahren). Eine solche Gesellschaft möchte ich in Deutschland nicht, die Gefahr, daß es so kommt, ist groß.

Zum Thema Emotionen: Ja, man kann auch dieses Thema emotionslos diskutieren, vielleicht nicht jeder (weil er z.B. persönlich betroffen ist), aber grundsätzlich geht das. Dazu gehört u.a., daß man erstmal die Begriffe sauber definiert und nicht wahllos damit herumwirft. :wink:

Ein weitere Tip für die Herangehensweise: machen wir uns klar, daß gerade moralische Themen in den unterschiedlichen Kulturen (auch historisch) häufig ganz unterschiedlich gehandhabt werden (und wurden). Für den einen ist ein entblößtes Knie sexuell anstößig, für den anderen völlig normal. Da gibt es eigentlich auch nichts zu diskutieren, denn wir wollen ja nicht unsere Kultur über die anderer Gruppen stellen. Dinge, die wir strafwürdig ansehen, waren in anderen Zeiten völlig normal. Das hilft, das Thema etwas nüchterner zu betrachten.

Hinweis: Auch wenn das Thema wichtig ist, ich sehe nicht, daß es ein Kernthema dieser AG ist. Unser Thema ist die Abschaffung bestehender gesetzlicher Benachteiligung von Männern aufgrund des Geschlechts. Ich sehe das hier nicht berührt.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon VeVi » 11.11.2009 19:14

feuerreiter hat geschrieben:Hinweis: Auch wenn das Thema wichtig ist, ich sehe nicht, daß es ein Kernthema dieser AG ist. Unser Thema ist die Abschaffung bestehender gesetzlicher Benachteiligung von Männern aufgrund des Geschlechts. Ich sehe das hier nicht berührt.

Das sehe ich allerdings auch so, feuerreiter. Insofern wäre ich dafür, den Thread zu schließen (die Diskussion wird ja längst woanders geführt) und zu unseren Kernthemen zurück zu kommen.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon stueck » 12.11.2009 09:49

Momentmal hat geschrieben:Und: riskiert doch mal Eure :Lippe

Du hast jetzt 16 Seiten in einem Posting geschrieben. Der Inhalt davon wird mir nicht klar, soviel Zeit hat auich nicht jeder, um das zu entschlüsseln. Meinst du nicht, dass das den Rahmen eines Forums etwas überfordert? Wär doch eher was für eine eigene www-Seite oder ein Blog?

Die TAZ hat gestern einen kleinen Artikel zum Missbrauch an Jungen gebracht: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... h-mit-mir/

Leider in mangelhafter Qualität. Von weiblichen Täterinnen keine Spur, dafür von einem "Babysitter". Die Kommentare sind wieder mal besser wie der Artikel: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... ntare/1/1/
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon VeVi » 12.11.2009 10:38

stueck hat geschrieben:... Die TAZ hat gestern einen kleinen Artikel zum Missbrauch an Jungen gebracht: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... h-mit-mir/

Leider in mangelhafter Qualität. Von weiblichen Täterinnen keine Spur, dafür von einem "Babysitter". Die Kommentare sind wieder mal besser wie der Artikel: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... ntare/1/1/

Danke für den Hinweis @stueck. Bei der taz darf man mittlerweile dankbar sein, dass sie das Thema zumindest und endlich mal medienpräsent anklingen lässt. Die Leserbriefe sind in der Tat allerdings fundierter, als der Artikel. Letztendlich müssen wir alle als Gemeinschaft darüber weg kommen, TäterInnen und Opfer nach Geschlechtern zu sortieren, aufzurechnen und was weiß ich noch. Ich sehe auch eine Aufgabe der Medien darin dies endlich einmal zu kommunizieren. Das wird aber nur über öffentlichen Druck bzw. Veröffentlichung durch andere Institutionen, wie z.B. durch uns Piraten passieren - wenn wir denn einen Konsens haben, wovon ich persönlich aber ausgehe.

Es ist in der Tat ein Jammer, dass bei vielen Dingen automatisch die alten Reflexe hochkommen. Sowas lässt sich nicht von heute auf morgen umkehren und/oder neutralisieren. Ob es nun um Beschneidungen bei Menschen, körperlichen, seelischen oder sexuellen Missbrauch an Menschen, um s.g. positive Diskriminierung oder fehlende Rollenbilder geht: Es ist ein großes Feld, das die nächste(n) Generation(en) schon jetzt massiv -fatalistisch ausgedrückt- vorgeprägt hat.

@Miriam: Generell ja, aber ich muss auch noch arbeiten. Und ich finde, es gibt (aus meiner Sicht) wichtigere Themen als sich mit den kryptographischen Seiten eines einzelnen auseinander zu setzen - auch wenn manche Grundgedanken dahinter nachdenkenswert sein mögen. Den Vorschlag von Kyra zu einer "AG Kinderrechte" finde ich garnicht so verkehrt. Andererseits gibt es in unserer "AG 2G" schon den Abschnitt -> "Kinder haben keine Lobby". Mein Vorschlag wäre, dass dort weiter zu diskutieren, da es kein direktes "Männer-" wie auch "Frauen-Thema" ist, selbst wenn da zu recht einige Interdependenzen existieren. Ansonsten habe ich den Vorschlag von @sk4477 betreffs eines Posters hier erst mal für mich umgesetzt (auch wenn ich eigentlich kein Freund von solchen Funktionen bin)

Was mich aktuell wundert: Wir hauen uns hier die Köpfe ein wg. Missbrauch, Beschneidung usw. und die Schwerpunktthemen liegen relativ brach. Daraus kann man jetzt ableiten, dass es keinen interessiert bzw. Konsens herrscht - oder das andere Dinge, wie sich bspw. die "Argumente" wer nun der/die Bessere ist um die Ohren zu schlagen, eine höhere Priorität haben.

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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Miriam » 12.11.2009 12:41

Zur Info - nach regem PN-Austausch setzen wir die Links von Momentmal und die dazugehörigen Antworten in die AG 2G um, mit der Zielsetzung über kurz oder lang eine AG Kinderrechte (o.ä.) zu gründen und dann das gesamte Thema dort im einzelnen zu diskutieren. Die letzten beiden Beiträge von stueck und VeVi werden dupliziert, da sie beide Themen betreffen.

Link zum Thema Auf zu neuen Ufern pädogikfreier Kinderrechte

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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Piratenweib » 12.11.2009 13:51

Goofos hat geschrieben:
Piratenweib hat geschrieben:Nun, sagen darfst du selbstverständlich alles - so wie alle hier. Aber mit den Reaktionen musst du dann auch umgehen - müssen "wir" ja auch. Niemand beschuldigt hier grundlos irgendjemanden.


Das ist nett von dir, dass auch ich alles sagen darf. Ich wüsste dann aber gerne schon für was ich hier nicht grundlos beschuldigt werde?

Ich glaube, jetzt siehst du Geister, wo keine sind ...

Goofos hat geschrieben:
Piratenweib hat geschrieben:Ansonsten schlage ich vor, jemanden von MOGiS hier zur Diskussion einzuladen. Die wenigsten von uns haben doch vermutlich eigene Erfahrungen mit der Thematik. Was haltet ihr davon?


Nun, kannst du gerne machen. Ich weiß aber nicht was ich Ihn/Sie fragen soll? Denn ich finde es dann eher tacktlos solche Dinge wie "Ist der Opferschutz angemessen oder überzogen?", "Wie verhindern wir Falschbeschuldigungen?" oder auch "Ist das kastrieren von Straftätern, wie in Polen, der richtige Weg?". Genauso tacktlos fände ich es, wenn man Ihn/Sie einlädt um seine Geschichte zu erzählen. Das gleicht dann eher einem Mißbrauch mit dem Mißbrauchsopfer.

Hab ich diese Fragen etwa gestellt? MMn könnten aber die "emotionslosen" Menschen von MOGiS dem Thema Hintergrundwissen beitragen, über welches die meisten von uns hier kaum verfügen. Und du selbst brauchst ihn/sie ja nichts zu fragen, wenn du keine taktlosen Fragen stellen kannst. Ob er/sie seine/ihre Geschichte erzählen möchte, sollten wir der jeweiligen Person selbst überlassen. Ich glaube, wenn sich jemand von MOGiS bereit findet, hier mit zu reden, wird er/sie schon wissen, was er/sie hier sagen möchte und wo seine/ihre Grenzen sind.

MOGiS ist eine der Organisationen, die Netzsperren und Stoppschilder ablehnen, allein schon wegen dieser Übereinstimmung mit Piratenthemen sollten wir mal dort nachfragen, ob Interesse an der Diskussion hier besteht.

Insgesamt finde ich es aber seltsam, dass du es im Prinzip ablehnst, in einem Thread mit dem Thema Kindesmissbrauch, die Missbrauchsopfer in die Diskussion einzubeziehen, weil das "Missbrauch mit dem Missbrauchsopfer" wäre. Die Pädophilen/Pädosexuellen/Pädokriminellen dürfen aber schon mitdiskutieren?
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Piratenweib » 13.11.2009 11:14

Mal wieder zurück zum Thema.
Auf dieser Seite http://www.gegen-missbrauch.de (Verein für Betroffene, Partner und Gegner von sexuellem Kindesmissbrauch) kann man sich sehr gut in die Thematik einlesen. Und - wichtig für die AG Männer - hier werden auch Frauen als Täterinnen nicht negiert. Aber auch die Folgen des Missbrauchs werden sehr eingängig dargestellt. Für alle, die sich in die Thematik einlesen möchten als Startpunkt gut geeignet.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Miriam » 13.11.2009 11:39

Auf Wunsch des Users Momentmal werden die letzten beiden Beiträge und die hierauf erfolgten Antworten in den Thread viewtopic.php?f=196&t=14813&start=0 in die AG 2G verschoben.

Ich bitte die User VeVi und Piratenweib, so weit sie ihre Beiträge hier erhalten möchten, um entsprechende Mitteilung, dann werden diese hierher dupliziert.

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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon VeVi » 13.11.2009 11:44

Piratenweib hat geschrieben:Mal wieder zurück zum Thema.
Auf dieser Seite http://www.gegen-missbrauch.de (Verein für Betroffene, Partner und Gegner von sexuellem Kindesmissbrauch) kann man sich sehr gut in die Thematik einlesen. Und - wichtig für die AG Männer - hier werden auch Frauen als Täterinnen nicht negiert. Aber auch die Folgen des Missbrauchs werden sehr eingängig dargestellt. Für alle, die sich in die Thematik einlesen möchten als Startpunkt gut geeignet.

Vielen Dank für diesen Link, Piratenweib.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon stueck » 13.11.2009 11:46

Piratenweib hat geschrieben:Und - wichtig für die AG Männer - hier werden auch Frauen als Täterinnen nicht negiert.


Das wäre nicht für eine AG wichtig, sondern für die Kinder, die Opfer! Im übrigen ignoriert die Seite Täterinnen an wichtigen Stellen, z.B. http://www.gegen-missbrauch.de/paedos : "Pädosexuelle sind nach heutigem Kenntnisstand fast ausschließlich Männer, man schätzt ihre Zahl auf ca. 50.000 allein in Deutschland.". Auch bei der Seite "weibliche Täter" (wieso nicht Täterinnen?) ist die Hälfte des Texts eine Erklärung, wieso "weniger Frauen als Männer zu Täterinnen werden" - vor allem, weil sie bessere Menschen, empathischer, in der Mutterrolle etc. sind.
Andere Texte kann man nur als höchst abstrus bezeichnen, offenbar eine Übersetzung irgendwelcher amerikanischer christlich-fundamentalistischer Seiten, je weiter im Text desto absonderlicher: http://www.gegen-missbrauch.de/rituell Überhaupt sieht das alles nach zusammenkopierten Texten aus und nicht nach einem guten Einstiegspunkt zur Thematik, sondern nach Spendenfischerei.

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/ ... index.html
http://www.pappa.com/mmdm/missmutt.htm
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Piratenweib » 13.11.2009 14:42

stueck hat geschrieben:Auch bei der Seite "weibliche Täter" (wieso nicht Täterinnen?)
Ich dachte "Täter" ist sowieso geschlechtsneutral, weil generisches Maskulinum? Was denn nun?
Und pappa.com ist natürlich ein vollkommen neutrales Informationsmedium, nicht wahr?

Soll hier jetzt über die prozentualen Anteile von Frauen/Männern bie Kindesmissbrauch gestritten werden? Oder geht´s vielleicht eher darum, an der Gesetzgebung etwas zu verändern, zugunsten Pädophiler oder dagegen? Mir erschließt sich der Sinn dieses Threads nicht.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon stueck » 13.11.2009 16:13

Piratenweib hat geschrieben:
stueck hat geschrieben:Auch bei der Seite "weibliche Täter" (wieso nicht Täterinnen?)
Ich dachte "Täter" ist sowieso geschlechtsneutral, weil generisches Maskulinum? Was denn nun?

Was du denkst, ist mir nicht bekannt, aber wenn man ein -innen auf der Seite selbst verwendet, dann gehört es schon der Konsistenz wegen auch in die Überschrift. Entweder immer oder nie.

Piratenweib hat geschrieben:Und pappa.com ist natürlich ein vollkommen neutrales Informationsmedium, nicht wahr?


Ich bitte darum, die Links auch mal aufzurufen, bevor darüber sarkastische Kommentare abgelassen werden. So eine Kontrolle hätte dir auch bei gegen-missbrauch.de nicht geschadet. Die verlinkte Seite unter der pappa.com Domain enthält Zeitungsartikel ohne jeden weiteren Kommenar: Zwei von der TAZ (einer sehr auführlich), einer von der Münsterschen Zeitung, einer vom Express. Dein höhnischer Ton trifft in wirklichkeit die Artikel dieser Zeitungen. Das ist unangebracht, weil er über sachlicher Berichterstattung zu einem der schlimmsten Dinge ausgegossen wird, die Kinder angetan werden können.

Im übrigen ist fast der gesamte redaktionelle Teil von pappa.com sehr fundiert und gründet sich auf Nachweisen, Gerichtsurteilen, Medienbeiträgen. Wenn dir die Inhalte nicht genehm sind, heisst das noch lange nicht, dass diese Quelle zweifelhaft wäre, im Gegenteil: Nichts ist verstörender als die ungeschminkte Wahrheit. Zum Thema Missbrauch mit dem Missbrauch ist dort sehr viel zu finden, es lohnt sich, sich darin einzulesen.
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Piratenweib » 13.11.2009 18:43

stueck hat geschrieben:Das ist unangebracht, weil er über sachlicher Berichterstattung zu einem der schlimmsten Dinge ausgegossen wird, die Kinder angetan werden können.

Nun, viel Engagement gegen diese Dinge kann ich hier momentan nicht feststellen. Stattdessen wird auf allen Diskutanten, männlich oder weiblich, die gegen den Missbrauch sind (und zwar unabhängig davon, ob es sich Täter oder Täterinnen handelt), herumgehackt. Was wir brauchen, wäre eine Idee oder eine politsche Herangehensweise an das Thema. Nur so irgendwelche Daten in den Raum zu schmeissen wie im Startbeitrag, trägt zur politischen Diskussion nichts bei.
Muss ich es wirklich nochmal erwähnen, dass wir vermutlich inhaltlich auf einer Seite stehen - nämlich auf der Seite der missbrauchten Kinder (unabhängig vom Geschlecht)?
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Re: Daten zu Kindesmissbrauch:Meistens Männer - Frauen holen auf

Beitragvon Ulli » 15.11.2009 06:35

Angela hat geschrieben:@Goofos,

nicht Dich habe ich gemeint, sondern die Entwicklung des Themas durch den Einwurf von Ulli, der sich ja nun genau so ausgdrückt hat. Der Wunsch der Moderation emotionslos zu bleiben ist daher schlecht möglich. Ich finde auch nicht, das MOGIS emotionslos ist, sondern er seine Sicht schon sehr leidenschaftlich vorträgt.
Man darf nicht außer Acht lassen, um was es hier geht.
Übergriffe auf Kinder sind strafbare Handlungen, aber Pädophile nicht immer Straftäter. Das muss man unterscheiden. Aber Übergriffe auf Kinder gleichzusetzen mit Abtreibungen und dieses aufzurechnen, das kann es doch wohl jetzt nicht sein.


Emotionslos gibt es nicht! Und das ist auch gut so!

Der Begriff "Femanzen" ist eine Zusammensetzung, aus Feministen und Emanzen. Eigentlich, eine traurige Entwicklung, weil sowohl der Begriff Feminismus, als auch der Begriff Emanzipation, eigentlich äußerst wertvolle Begriffe sind. Leider hat es Tradition, das Begriffe, wenn Frauen gemeint sind, oft durchaus honorige Bezeichnungen, ins Abfällige rücken, auch wenn sie nicht verändert werden, wie "Weib" "Dame" oder "Frauenzimmer".

Nun gut, unter "Emanze", wird sich jeder etwas vorstellen können, und es ist wohl auch kein Geheimnis, das es "abfällig" genutzt wird. Eine persönliche Verbindung dürfte eine Beleidigung sein. Merkwürdig, das sich User, hier im Thread, angesprochen fühlen, obwohl sie persönlich nicht angesprochen waren.

Nun zu dem Begriff "Zärtlichkeiten".

Ja, es hat leider Tradition, im Strafrecht, das Zärtlichkeiten unter drastischer Strafe gestellt werden, und gestellt wurden. Die meisten Bestimmungen bezüglich Strafrecht/Zärtlichkeiten, sind aus dem Strafrecht gelöscht worden. Einige sind noch drin. Hier dürfte es m.E. durchaus die Aufgabe der Piraten sein, etwas genauer hinzusehen. Das Strafrecht darf nicht tabu sein, auch wenn es hier einige UserInnen gibt, die das gerne hätten. Und, ist es ja auch nicht, sonst wäre es ja noch nicht so oft geändert worden.

Ja, ich behaupte, " Zärtlichkeiten haben nichts im Strafrecht verloren!" "Zärtlichkeiten haben Verfassungscharakter verdient" "Zärtlichkeiten sind überlebenswichtig" "Ohne Zärtlichkeiten geht jeder Säugling in wenigen Wochen zu Tode!" "Jeder Mensch braucht Zärtlichkeiten!"

Insofern, erachte ich es schon als sehr wichtig, auch im Sinne des Threads, sich durchaus auch mal grundsätzliche Gedanken zu machen, was denn nun jetzt an dem "Sexuellen Missbrauch", verwerflich, strafbar oder gar kriminell ist, und was in Frage gestellt werden sollte? Wenn hier auchmal kritisch mit dem Strafgesetz umgegangen wird, was könnte daran verwerflich sein?

Auch damals, als die Homosexualität, zur Disposition stand, haben sich einige Zeitgenossen, auf die Diskussion gestürzt, als wenn das Strafgesetz etwas gottgewolltes und heiliges wäre. Und, ja, diese Beschuldigungen, wie wir sie hier im Thread, leider auch wieder zur Kenntnis nehmen dürfen, wie "Du bist ja sicher auch so ein Schwuler (Pädokrimineller (Kinderfi.... hat man ja Gott sei dank nicht geschrieben!)), ja die gab es damals auch" Merken eigentlich manche Diskutanten nicht, auf was für einem Niveau, sie sich befinden, wenn sie, statt sich mit dem Thema zu beschäftigen, anfangen die Gegenoffensive zu starten?

Ja, der Gesetzgeber drückt sich furchtbar unscharf aus. "Sexueller Missbrauch" "Sexuelle Handlungen"? ich habe das hier im Forum schon öfter moniert, sagt überhaupt nichts aus, kann alles oder gar nichts sein, und ist wohl offensichtlich, nur damit zu erklären, das bei einigen Gesetzesgebern und Juristen, die Schamesröte und der Unsicherheitsschweiß, beim Formulieren der Texte, fröhliche Urständ gefeiert haben muss.

Deshalb, ist es ja auch nur zu erklären, das Details, zu den Fragen, Missbrauch und Handlungen, grundsätzlich hinter verschlossenen Türen, im stillen Kämmerlein mit den Betroffenen verhandelt wird. Hier wird sich aber dann durchaus, die Mühe gemacht, zu differenzieren, was unter dem Begriff "liebevolle Zärtlichkeiten", oder unter dem Begriff "Gewalt" einzuordnen ist. Anders, sind auch die vielen Freisprüche (die hier im Thread erwähnten 92%), kaum zu erklären.

Wir Piraten, sollten uns schon die Mühe machen, wenn wir hier schon so ein Thema behandeln, zu überprüfen, worüber wir hier eigentlich reden? Wie selbstverständlich, werden hier Urteile, von Kriminalbeamten aus der Exekutive, einfach kritiklos übernommen, ohne sich offensichtlich intensive Gedanken zu machen. Eigenartigerweise aber, waren Piraten bei anderer Gelegenheit, (ich denke dort an die Internetsperren) wesentlich kritischer.

Ich finde, einige machen es sich einfach zu einfach, mit dem Spruch ( Sexuelle Handlungen an Kindern, sind grundsätzlich kriminell!) Erstens, ist wie gesagt, der Begriff "Sexuelle Handlung", in keiner Weise definiert. Jeder Mensch versteht etwas anderes darunter. Auch die Behauptung, "Sexuelle Handlungen an Kindern, sind grundsätzlich schädlich, verwerflich und kriminell, auch wenn sie zärtlich und in "gegenseitigem Einverständnis" ausgeführt werden!", ist mir einfach zu billig. Das erinnert mich zu sehr an meiner Jugend, wo es hieß, "Homosexuelle Handlungen sind grundsätzlich schädlich und kriminell". Ich fürchte, so einfach kann man es sich nicht machen? Man gibt dem Strafrecht eine Kompitenz, die es nachweislich (siehe § 175) nicht hat.

Leute die behaupten, "auch Zärtlichkeiten können strafrechtlich relevant sein", stehen m.E. in Erklärungs- und Beweisnot. Bitte, ist es zuviel verlangt, wenn ich fordere, "Ich will das anhand von Fällen bewiesen haben?" Jeder von uns, wird mir doch wohl bestätigen können, das es Erlebnisse, auch in seiner Kindheit, gegeben hat, die man als Zärtlichkeiten definieren kann, und wo er sich heute noch gerne dran erinnert? auch bei sexuellen Zärtlichkeiten? Und niemand, wird mir hier im Thread, einen Fall schildern können, wo ihm Zärtlichkeiten definitiv geschadet haben? Und bitte, wie stellt ihr euch eine Erwachsenwerdung vor, wenn es im Leben, in der Kindheit, nie zu zärtlichen sexuellen Handlungen gekommen ist? Und ich bin davon überzeugt, das jeder von euch, wenn er mit sich ehrlich ist, sich an solche "Zärtlichkeiten" erinnern kann? Schwimmen kann man nicht auf dem Sand lernen. Und umgekehrt, wenn man in seiner Kindheit, grundsätzlich von "Sexuellen Handlungen" "verschont" geblieben ist, würde ich das, als "Sexuelle Verwahrlosung" bezeichnen.

Natürlich sind Menschen, die sexuell missbraucht (ich bestreite ja gar nicht, das es dieses Verbrechen gibt!) worden sind, hierfür schlechte Ansprechpartner. Sie haben es ja offensichtlich nie erlebt, das ein Teil der Handlungen, die an ihnen ausgeführt worden sind, durchaus positiven Charakter haben können, und wenn, dann können sie diese als solche nicht erkennen. Es gibt durchaus Menschen, die als Kind, "Sexuelle Handlungen" erlebt haben, und die sich heute noch gerne daran erinnern. Warum sollten solche Menschen, nicht solche Gefühle haben dürfen? Warum sollte man solchen Menschen, solche Gefühle madig machen?

Wir sollten also, auch bei den Handlungen, die hier im Thread angesprochen worden sind, uns durchaus die Mühe machen, genau hinzusehen? Soviel Mühe, sollten uns Menschen schon Wert sein, denen es droht, strafrechtlich verfolgt zu werden? Insbesondere, wenn man liest, wie damit in den USA oder in GB umgegangen wird? Ich hatte durchaus gehofft, diese lange Erklärung, euch ersparen zu können. Ich hatte durchaus gehofft, das sich jeder von euch, schonmal selber Gedanken über Zärtlichkeiten gemacht hat. Leider werde ich mich wohl geirrt haben. Sonst hätte ich wohl nicht über PN, die Aufforderung erhalten, es genauer zu erklären? Leider waren offensichtlich, UserInnen, bei der Quintessenz, "Zärtlichkeiten haben noch nie einem Menschen geschadet", offensichtlich überfordert? (Die Mühe, den Gegenbeweis anzutreten, wurde sich erst gar nicht unterzogen)

Etwas schade finde ich es, das, obwohl ich darum gebeten habe, es einige UserInnen, offensichtlich nicht lassen können, erst die Schaumproduktion vor dem Mund einzuschalten, nachdem das Gehirn eingeschaltet wird? (diejenigen, die sich angesprochen fühlen, sind gemeint!) Warum ist es einigen Damen, offensichtlich nicht möglich, sich auf die "Frauen AG" zu beschränken? Warum ist es nicht möglich, das man sich in einem Board, "Männer AG", mal vornehmlich "unter Männern", austauscht? oder wenigstens, wenn sich Frauen schon einmischen, erstmal überlegt wird, was eigentlich gemeint war? oder wenigstens vorher mal gefragt wird, bevor man seine Ergüsse bringt?

Und ich bleibe dabei, auch wenn es einigen Usern nicht gefällt!

"Feministische Emanzipation, erkennt man daran, das zärtliche Männer ins Gefängnis gesteckt werden, und Frauen, ungeborene Kinder töten (lassen)!"

Und jeder, der jetzt wieder Schaum vor dem Mund bekommt, soll mir das Gegenteil beweisen! Den Wahrheitsbeweis, meiner Behauptung, dürfte ich ja wohl, in dem Thread, ausreichend geführt haben? Oder wird um nähere Erläuterung gebeten?

Grüße, Ulli
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