Ich habe vorhin mit meiner Freundin drüber gesprochen. Ich hab
nämlich auch das Gefühl, dass Herr Tauss jetzt nach dem Motto
"Angriff ist die beste Verteidigung" verfährt.
Jedenfalls: Es ging darum, dass Pädophilie (zum Glück)
gesellschaftlich und moralisch geächtet ist.
Nun war das Argument meiner freundin, dass heutzutage Pädophile
sofort mit Kinderschändern gleichgesetzt werden. So, also würden wir
jedem heterosexuellen Mann auch gleich unterstellen, ein
Vergewaltiger zu sein.
Das wirft für mich eine Frage auf: So krankhaft man das Thema auch
selbst begreift, allein die Vorstellung, ist es doch genausowenig
eine Krankheit, wie Homosexualität, Sadomaso oder wasweißich was für
eine sonstige sexuelle Orientierung.
Wenn ich nun dann daran denke, wie Schwule noch vor Jahren unter
gesetzlichem Verbot diskriminiert wurden so frage ich mich, ob man
Pädophile (!! wohlgemerkt aber keine Kinderschänder !!) für ihre
sexuelle Orientierung hassen kann.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es mich zwar ehrlich gesagt
beunruhigt und ich Pädophile irgendwie bedauere. Dass es auch
gesellschaftlich und moralisch geächtet werden muss. Aber ich habe
mir auch gedacht, dass da einige bestimmt auch drunter leiden. Und
die meisten von denen sich eben nicht an Kindern vergreifen.
Man sollte also differenzieren: So lange ein Pädo kein Kind anfasst,
kann er von mir aus denken woran er will. Ist zwar schon spooky.
Aber diese Betrachtung sollte uns davor bewahren, jemanden der von
seinen Taten her unschuldig ist, für seine Gedanken und vielleicht
ungewollten Vorlieben zu verurteilen.
Und nochmal: Es geht mir nicht darum, dass auch nur ansazuweise zu
legitimisieren, sondern ich denke einfach man sollte nicht jemanden
wegen einer Neigung kreuzigen, der kein Kinderschänder ist.
Habe ich im Heise forum gefunden ( http://www.heise.de/newsticker/foren/S- ... 5797/read/ ), irgendwo hat der kerl schon recht was er da schreibt.. was sagt ihr dazu?
